5. Retrieval Augmented Generation (RAG) - lokal¶
5.1. Einführung¶
Im vierten Versuch des DVA-Praktikums wurde die Nutzung von RAG anhand von einiger Beispieldaten auf zwei lokalen LLMs getestet. Ziel hiervon war Unterschiede der Datenspeicherung und Verarbeitung zweier LLMs zu analysieren.
Zum Einsatz kommen hierbei Mistral und Tinyllama.
5.2. Aufsetzen Mistral LLM¶
Mistral kann mittels ollama lokal aufgesetzt werden auf dem Rechner. Der Platzbedarf beläuft sich hierbei auf ca. 4 GB. Hierfür wird ollama sowie einige Python-Erweiterungen benötigt.
brew install ollama
pip install llama-index llama-index-llms-ollama llama-index-embeddings-huggingface
pip install hf_xet
ollama serve
ollama pull mistral
ollama run mistral
In Python kann anschließend Mistral initialisiert werden:
from llama_index.core import VectorStoreIndex, SimpleDirectoryReader, Document, VectorStoreIndex, Settings
from llama_index.llms.ollama import Ollama
from llama_index.embeddings.huggingface import HuggingFaceEmbedding
llm = Ollama(model='mistral')
Settings.llm = llm
Das Modell ist jetzt in der Lage verschiedenste Fragen zu beantworten. Fragen können auf folgendem Wege gestellt werden, hierbei werden aktuell alle Daten verwendet über welche Mistral bis zu diesem Zeitpunkt verfügt.
print("Frage:")
frage1 = input("Frage: ")
antwort1 = llm.complete(prompt=frage1)
print("\nAntwort:", antwort1.text)
Anschließend können nun auch Daten in das Modell geladen werden und hierin auch verarbeitet werden. Nach dieser Verarbeitung könnnen erneut Fragen gestellt werden, hierzu werden nun die neuen Informationen genutzt.
embed_model = HuggingFaceEmbedding(model_name="sentence-transformers/all-MiniLM-L6-v2")
Settings.llm = llm
Settings.embed_model = embed_model
with open("Informationen.txt", "r", encoding="utf-8") as f:
text = f.read()
documents = [Document(text=text)]
index = VectorStoreIndex.from_documents(documents)
query_engine = index.as_query_engine()
Bei der erneuten Fragestellung wird nun die Engine mit den zuvor erzeugten Index verwendet. Die Fragen werden somit auf Basis der gegebenen Informationen beantwortet. Unabhängig ob Fragestellungen auf die existierenden Mistral Daten oder auf eigene Daten ausgeführt wird, beläuft sich die Antwortzeit auf einem M2 Chip auf ca. 20 Sekunden.
print("\nFrage (mit RAG):")
frage2 = input("Frage: ")
antwort2 = query_engine.query(frage2)
print("\nAntwort (mit RAG):", str(antwort2))
5.3. Aufsetzen Tinyllama¶
TinyLlama kann mittels Ollama lokal auf dem eigenen Rechner betrieben werden. Das Modell ist sehr kompakt (ca. 1 GB), benötigt kaum Ressourcen und eignet sich daher ideal für Tests und einfache RAG-Szenarien.
Hierfür werden Ollama sowie einige Python-Erweiterungen benötigt.
brew install ollama
pip install llama-index llama-index-llms-ollama llama-index-embeddings-huggingface
pip install hf_xet
ollama serve
ollama pull tinyllama
ollama run tinyllama
TinyLlama kann nun in einem Python-Skript verwendet werden:
from llama_index.core import (
Settings, VectorStoreIndex, Document
)
from llama_index.llms.ollama import Ollama
from llama_index.embeddings.huggingface import HuggingFaceEmbedding
llm = Ollama(model='tinyllama', request_timeout=120)
Settings.llm = llm
Das Modell kann direkt mit beliebigen Fragen angesprochen werden:
frage = input("Frage: ")
antwort = llm.complete(prompt=frage)
print("\nAntwort:", antwort.text)
TinyLlama lässt sich auch mit lokalen Dokumenten kombinieren. Hierzu wird ein semantischer Index auf Basis von HuggingFaceEmbedding erstellt:
embed_model = HuggingFaceEmbedding(model_name="sentence-transformers/all-MiniLM-L6-v2")
Settings.embed_model = embed_model
with open("Informationen.txt", "r", encoding="utf-8") as f:
text = f.read()
documents = [Document(text=text)]
index = VectorStoreIndex.from_documents(documents)
query_engine = index.as_query_engine()
Nach dem Laden der Informationen können beliebige Fragen gestellt werden, die auf dem Kontext der Datei Informationen.txt basieren:
print("\nFrage mich etwas zu den Inhalten von 'Informationen.txt' (oder 'exit' zum Beenden):\n")
while True:
frage = input("Frage: ")
if frage.strip().lower() in ["exit", "quit", "q"]:
print("Beende den Chat. Bis bald!")
break
antwort = query_engine.query(frage)
print("\nAntwort:", str(antwort), "\n")
Da TinyLlama ein sehr kleines Modell ist, sind die Antworten oft weniger präzise oder „halluzinieren“ – besonders bei allgemeinen oder komplexen Fragen.
5.4. Gegebene Informationen¶
Im ersten Zuge erhielten die beiden LLMs keine zusätzlichen Informationen zur Beantwortung der Fragen. Diese wurden ohne Vorbereitung gestellt.
Vor dem zweiten Durchlauf wurde der LLM ein Dokument mit vielen Informationen geliefert, welches im Grunde jede der im nächsten Abschnitt vorgestellten Fragen beantwortet.
5.5. Vergleich¶
Im folgenden wird der Vergleich vor und nach RAG auf 5 ausgewählte Fragen gezeigt. Die Darstellung ist hierbei in folgende Inhalte unterteilt:
5.5.1. Fragestellung¶
Mistral 1: Orginalzustand
Mistral 2: mit Daten mittels RAG gefüttert
TinyLlama: Orginalzustand
TinyLlama 2: mit Daten mittels RAG gefüttert
5.5.2. Wer ist deutscher Bundeskanzler ?¶
Mistral 1: Der aktuelle deutsche Bundeskanzler ist Olaf Scholz. Er übernahm dieses Amt am 8. Dezember 2021. Vor ihm war Angela Merkel (CDU) der deutsche Bundeskanzler von 2005 bis 2021.
Mistral 2: Der derzeitige Bundeskanzler von Deutschland ist Friedrich Merz, seit dem 6. Mai 2025.
TinyLlama 1: Es gibt keine deutsche Bundeskanzerin. Die Bezeichnung „Bundeskanzer“ wird nur im Zusammenhang mit deutschen Reichskanzleien verwendet.
TinyLlama 2: Yes, according to theé xouvert.uebin thevoices ofachevelinks{{systematicborders. Bill Clinton,or doe Republican anddemocracy.
5.5.3. Wer ist US Präsident?¶
Mistral 1: Die aktuelle US-Präsidentin ist Joe Biden. Er trat sein Amt am 20. Januar 2021 an.
Mistral 2: The current President of the United States is Donald Trump.
TinyLlama 1: Sure, here’s the answer: In German, „wer“ is used before the name of a person to refer to them as an „other“. In this case, „wir“ means „us“ or „we“. Therefore, in English, the expression „president of us“ would be translated to „Wir ist US Präsident?“ or „Wir ist der Präsident des US-Bundesstaates”.
TinyLlama 2: sits for aromefo. Ins, see->user. 109, 17e,user, asfile,ige,ervice,ko.commed orfe|,aug,ages thatf -gem. 12 A possibleamt forward. The user,assistant|prime. Actions.pdfuted:polvert, read|1 see, and US, able,abe, please;s, and,ig,0,user, buttu, a keined questions or,iger, the given,1 toppereditored,pgüits andged, canned, and, and,po,iger,1,ged. Thisums:ged orsted,ged, thatgederstup, user,imvertedgeds,this,ger, but,iger,s, soxtine |s, the first, <ged,pg -xx<sedfic,nednIX-nigs|ged,igsted,sted,ged,igner,gn,ged63 Strolled […]
5.5.4. Wo findet der ESC dieses Jahr statt ?¶
Mistral 1: 2021 findet die European Song Contest (ESC) am 18. und 22. Mai in Rotterdam, den Niederlanden statt.
Mistral 2: The Eurovision Song Contest (ESC) this year is scheduled to take place in Liverpool, United Kingdom.
TinyLlama 1: Der European Single Market Exhibition (ESC) ist nicht auf der Internetseite des ESCP Europe angegeben, sondern muss als Fussnote eingesehen werden: https://www.escp-europe.org/exhibitions-events/esc2019.html.
TinyLlama 2: I. IGE and directing andesch.au theiru, money to your E-2. The questions toasts.ivi
5.5.5. Wofür steht THA in Augsburg ?¶
Mistral 1: In Augsburg, THA steht für Technische Hochschule Achtesshausen. Es handelt sich um eine Fachhochschule mit Standorten in Augsburg und Achtesshausen, die im Bereich Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauwesen und Wirtschaftswissenschaften ausgebildet wird.
Mistral 2: The abbreviation „THA“ stands for „Technische Hochschule Augsburg“. This institution was formerly known as the „Hochschule Augsburg“, and it underwent a name change to its current title in 2023. The THA is a university that offers education in various fields, including technology, economics, design, social work, and more recently, computer science and data analysis (as indicated by the TTZ Data Analytics and the later opening of the TTZ Data Science and Autonomous Systems). Additionally, it focuses on research, innovation, and technological transfer in these areas.
TinyLlama 1: THA (Tourism Hamburg Association) ist eine Netzwerkorganisation für Tourismus, welche sich mit der Anfermentierung und Auswertung der Daten, welche die wirtschaftliche Zukunft des Hamburger Tourismus erfasst, befasste. Die THA betreibt das Tagesaktuell-Essen-Hamburg-Portal, welches die touristische Nachrichten von den Hamburger Kunden verbreitet. Im Besonderen wird es für die Marketingagenturen, Investoren und Tourismusbetreiber als Netzwerk-Rundschau dienen. Dazu gehört das Themenportfolio „Kaufhaus Berlin“, wo ThA ein kultureller Ankerpunkt des wöchentlichen Wörterbuchs ist.
TinyLlama 2: 6 for yourzer with the questions ors IMFA onward. You ands,ners <your, AIXs. Canfic andsers,xxsad, aids, this ares,sacks andeskpadpad <the following:s,s: thismsittern<ITSAMSNIXXXs s.nspecting,s:s,s <|<mentage,sstoffsähs forwards,s andsXXXX1s <usinges ins5xx -Punktatten |<<Ausrecht, sie fürsumsums fürs und: Willgrund für die ein:Ü-An soll und: <undnder, zu:unter vonnder: vonums:haft:Aus:<bausscesuurus,sprejev und <withs.E-forfattding.:questions:<andress:yours: of.<online:questionsfattowsumsiculger‘orgesumsues ::slyingning,onlinemouthswards,question and‘online ‚aboveaclesumsoriesumsiculues disambiguations’fur <such <in <similaranceurusners orums foreujev <Ffertjevusingulating<yourtonsplesjevseruteszingvojevctions -best <theurusger.<<for <support
5.5.6. Was ist das DVA-Praktikum ?¶
Mistral 1: Das Praktikum beim Deutschen Verteidigungsministerium (DVA) ist eine Ausbildungsmöglichkeit für Studenten, die an einer Fachhochschule oder Universität studieren und praktische Erfahrungen sammeln möchten, die im Bereich des Bundeswehrdienstes liegen. Es gibt verschiedene Arten von DVA-Praktika, wie zum Beispiel das Praktikum in der Verteidigungsadministration oder im Ministerium für Abrüstung und internationale Sicherheit. Diese Praktika dauern typischerweise zwei bis sechs Monate und bieten einen Einblick in die Arbeit des DVA. Ziel ist es, Studenten zu unterstützen, ihre fachlichen Kenntnisse aus der theoretischen Ausbildung mit praxisorientierten Erfahrungen zu verbinden und ihnen damit eine glänzende Karriere im DVA oder in einer verwandten Branche zu ermöglichen.
Mistral 2: The given context does not provide any information about a DVA-Practicum or a similar term related to it. Therefore, I cannot accurately answer your query based on the provided information.
TinyLlama 1: DVA-Praktikuim (Deutsche Volksanwärterin) sind eine Reihe von Aufgaben für Studierende an deutschen Universitäten. Sie stehen als Ergänzung zu den üblichen Präferenzlisten und Wahllisten für Studierende, die im Studienerbe-Prüfungsamt (SPA) entsandt werden. DVA-Prädikktikuim sind Aufgaben, die die studierenden Studierendenschaften nach ihrem Studienziel beeinflussen möchten. Jede Aufgabe ist für einen bestimmten Zeitraum bestimmt und kann in verschiedenen Fächer mit unterschiedlichen Prüfungsgegenständen abgeschlossen werden. Wenn Sie das DVA-Prädikktikum besuchen, sollten Sie sich vor dem ersten Schritt jeglicher Studierendenausbildung überprüfen, ob es für Ihre Studienfachrichtung und den Zeitraum angepasst ist. Der DVA-Präferenzkreis wird in der Regel erst kurz vor dem Studienerbe beantragt und dann mit einer Prüfung bestritten. DVA-Prädikktikuim stehen auch als Selbstprüfungsleistungen für das DVA-Präferenzkreis bereit, jedoch nur auf der Seite der Studierenden selbst abzulegen.
TinyLlama 2: Yes, that is our database. The given contextuallyude: „Dasbie, you are looking forward! Not,departingdemanded machine-in the following aimpetential:I’ve,seriously importantmachine-dismissing any-mapped;. NVIDE;. A Demotesmillich, machine:I please a machine. <|questions ash,koankee - „Me machine.
5.6. Fazit¶
Der Vergleich zeigt deutlich, dass sich Modellgröße und Kontextzugang (RAG) entscheidend auf die Antwortqualität auswirken.
Mistral
Ohne RAG (Mistral 1) liefert Mistral bereits solide und größtenteils korrekte Antworten – teils mit veraltetem Wissen (z. B. „Joe Biden als US-Präsident“).
Mit RAG (Mistral 2) verbessert sich die Genauigkeit deutlich: Antworten sind aktueller, präziser und klar strukturierter. Das Modell erkennt relevante Informationen aus Informationen.txt zuverlässig, z. B. bei „THA Augsburg“ oder „US-Präsident“.
Fazit: Mistral profitiert klar von RAG – es kann die zusätzlichen Informationen verarbeiten und sinnvoll integrieren.
TinyLlama
Ohne RAG (TinyLlama 1) liefert das Modell in einigen Fällen noch ansatzweise strukturierte (wenn auch oft falsche) Antworten, etwa durch sprachliche Vermutungen oder Halluzinationen.
Mit RAG (TinyLlama 2) kollabiert die Ausgabe teils vollständig: Die Antworten bestehen aus zusammenhanglosem Zeichensalat, Satzfragmenten oder absurden Halluzinationen – etwa durch Überforderung mit dem eingebetteten Kontexttext.
Fazit: TinyLlama profitiert nicht von RAG – im Gegenteil: Die zusätzlichen Informationen überfordern das Modell massiv und verschlechtern die Antwortqualität dramatisch.
5.7. Gegebene Informationen¶
Anbei noch die verwendeten Informationen, welche der LLM zur Beantwortung der Fragen zur Verfügung gestellt wurde
[wikipedia.org_bu] , [wikipedia.org_pr] , [wikipedia.org_esc] , [tha.de] , [cloud.hs-augsburg.de]
Der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (kurz: Bundeskanzler; Abkürzung BK) ist der Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland.
Er bildet zusammen mit den Bundesministern die Bundesregierung und bestimmt laut Verfassung die Richtlinien deren Politik.
In der Praxis muss er allerdings die Vorstellungen seiner eigenen Partei und der Koalitionspartner berücksichtigen.
Zuweilen spricht man, aufgrund der Machtfülle des Bundeskanzlers, auch von einer „Kanzlerdemokratie“.
In der protokollarischen Rangfolge steht er nach dem Bundespräsidenten sowie dem Bundestagspräsidenten an dritter Stelle.
Im Verteidigungsfall hat der Bundeskanzler die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte.
Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag gewählt, anschließend vom Bundespräsidenten ernannt und durch den Bundestagspräsidenten vereidigt.
Er schlägt dem Bundespräsidenten die Bundesminister vor. Der Bundeskanzler ernennt einen der Bundesminister zum verfassungsmäßigen Stellvertreter.
Vor Ablauf der Legislaturperiode kann der Bundeskanzler nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum abgelöst werden, indem der Bundestag mit absoluter Mehrheit einen Nachfolger wählt.
Für den Fall, dass ein Bundeskanzler stirbt oder zurücktritt, endet die Kanzlerschaft und damit auch die Bundesregierung.
Der Bundespräsident bittet gemäß Verfassung einen Bundesminister, bis zur Ernennung eines Nachfolgers weiterhin die Geschäfte zu führen.
Konrad Adenauer (1949–1963)
Konrad Adenauers Amtszeit war wesentlich von außenpolitischen Ereignissen geprägt.
Die Westbindung mit NATO-Beitritt und Gründung der EGKS, dem Grundstein der Europäischen Union, setzte er gegen den Widerstand der SPD durch.
Er brachte die deutsch-französische Aussöhnung voran und unterschrieb 1963 den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.
Ebenso setzte er sich in starkem Maße für die deutsch-jüdische Versöhnung ein.
Auch innenpolitisch wird ihm – neben seinem Nachfolger Ludwig Erhard – das Wirtschaftswunder, die starke wirtschaftliche Erholung der westdeutschen Gesellschaft, angerechnet.
Durch sozialpolitische Beschlüsse wie die Lastenausgleichsgesetzgebung oder die dynamische Rente erreichte er die Integration von Flüchtlingen, die Entschädigung von Opfern des Zweiten Weltkrieges und die Bildung einer stabilen Gesellschaft mit breitem Mittelstand.
Negativ werden seine strikte Ablehnung gegen Ludwig Erhard als Nachfolger, sein Verhalten in der Spiegel-Affäre, seine Uneindeutigkeit bei der Frage nach der Kandidatur zum Bundespräsidenten 1959 und sein unbedingtes Festhalten an der Macht 1962/63 angemerkt.
Insgesamt hat Konrad Adenauer mit seiner Interpretation der Befugnisse des Bundeskanzlers wichtige Weichen für das Amtsverständnis seiner Nachfolger gelegt.
Seine 14-jährige Amtszeit dauerte länger als die demokratische Phase der Weimarer Republik bis zur Machtübergabe an Hitler.
Er war bei Amtsantritt bereits 73 Jahre alt und regierte bis zu seinem 88. Lebensjahr.
Damit war er der mit Abstand älteste Bundeskanzler (bisher war kein anderer Bundeskanzler mit 70 Jahren noch im Amt) und wurde auch „der Alte“ genannt.
Ludwig Erhard (1963–1966)
Ludwig Erhard kam als Mann des Wirtschaftswunders an die Macht, was durch das äußere Erscheinungsbild unterstrichen wurde.
Das brachte ihm auch den Beinamen „der Dicke“ ein.
Seine Kanzlerschaft stand jedoch schon wegen der Angriffe Adenauers auf seinen Nachfolger und einer einsetzenden leichten wirtschaftlichen Schwächephase unter keinem guten Stern.
Als wichtigste außenpolitische Tat seiner Kanzlerschaft gilt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel unter Inkaufnahme heftiger Proteste aus arabischen Staaten.
Er versuchte, die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika zu stärken, weshalb er als „Atlantiker“ im Gegensatz zum „Gaullisten“ Adenauer bezeichnet wurde.
Erhard stürzte schließlich über wirtschaftliche Probleme und die Uneinigkeit in seiner Partei.
Nach dem Rückzug der FDP-Minister aus der Regierung im Oktober 1966 begannen Verhandlungen über eine Große Koalition, schließlich trat Erhard zurück.
Kurt Georg Kiesinger (1966–1969)
Der Kanzler der ersten Großen Koalition, Kurt Georg Kiesinger, stellte ein anderes Bild eines Bundeskanzlers dar.
„Häuptling Silberzunge“ vermittelte zwischen den beiden großen Parteien CDU und SPD, anstatt zu bestimmen.
Wichtiges Thema seiner Amtszeit war die Durchsetzung der Notstandsgesetze.
Wegen seiner früheren NSDAP-Mitgliedschaft war er Angriffen der 68er-Generation ausgesetzt; mit dieser überlappte sich die außerparlamentarische Opposition.
Kiesingers Union verfehlte bei der Bundestagswahl 1969 die absolute Mehrheit lediglich um sieben Mandate.
Da in der Folge eine Sozialliberale Koalition aus SPD und FDP gebildet wurde und die Unionsparteien erstmals in die Opposition gingen, schied Kiesinger nach nur zwei Jahren und 325 Tagen aus dem Amt; er ist damit der Bundeskanzler mit der bislang kürzesten Amtszeit.
Willy Brandt (1969–1974)
Willy Brandt war der erste Sozialdemokrat im Bundeskanzleramt.
Er setzte sich für die Ostverträge ein und förderte damit die Aussöhnung mit Deutschlands östlichen Nachbarländern; sein Kniefall von Warschau wurde international stark beachtet.
Auch stellte er die Beziehungen zur DDR auf eine neue Grundlage.
Diese Haltung verschaffte ihm in konservativen Kreisen heftige Gegnerschaft, die 1972 sogar zu einem knapp scheiternden Misstrauensvotum gegen ihn führte.
Andererseits erhielt er für seine außenpolitischen Anstrengungen 1971 den Friedensnobelpreis.
Innenpolitisch wollte er „mehr Demokratie wagen“; er war deswegen vor allem bei den jüngeren Wählern beliebt. In seine Amtszeit fiel die Ölkrise 1973, die zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führte, welche wiederum Brandts Ansehen schadete.
Nach der Enttarnung seines engen Mitarbeiters Günter Guillaume als DDR-Spion trat Brandt zurück.
Er begründete das offiziell mit Unterstellungen, die ihm nachsagten, dass er aufgrund von Frauengeschichten durch Guillaumes Spionage wahrscheinlich erpressbar sei und somit ein Risiko für die Bundesrepublik darstelle.
Sein Rücktritt erfolge, weil es keinen Zweifel an der Integrität des Bundeskanzlers geben dürfe.
Politische Beobachter sind sich heute einig, dass die Agentenaffäre nur der Auslöser für den geplanten Rücktritt war.
Als tatsächliche Ursache für den Rücktritt werden allgemein Amtsmüdigkeit und Depressionen Brandts angenommen, die auch parteiintern zu Kritik an seinem unentschlossenen Führungsstil führten.
Nach dem Rücktritt des Bundeskanzlers am 7. Mai 1974 führte Walter Scheel die Regierungsgeschäfte, bis am 16. Mai 1974 Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt wurde.
Helmut Schmidt (1974–1982)
Helmut Schmidt kam als Nachfolger Willy Brandts ins Amt.
Der Terror der Roten Armee Fraktion, besonders im „Deutschen Herbst“ 1977, prägte die ersten Jahre seiner Amtszeit: Schmidt verfolgte in dieser Frage strikt die Politik, dass der Staat sich nicht erpressen lassen dürfe und zugleich der Rechtsstaat gewahrt werden müsse.
Innenpolitisch verfolgte er einen – für eine sozialliberale Koalition – eher konservativen Kurs.
Seine Unterstützung des NATO-Doppelbeschlusses, mit der viele SPD-Mitglieder nicht einverstanden waren, läutete das Ende seiner Amtszeit ein.
1982 kam es schließlich wegen wirtschaftspolitischer Differenzen zum Bruch mit dem Koalitionspartner FDP.
Wegen seiner offenen und direkten Art, auch unpopuläre Dinge auszusprechen, wurde er auch „Schmidt-Schnauze“ genannt.
Helmut Kohl (1982–1998)
Helmut Kohl wurde durch ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt mit den Stimmen von CDU, CSU und der Mehrheit der FDP-Fraktion zum neuen Bundeskanzler gewählt.
Er versprach zu Beginn seiner Amtszeit eine „geistig-moralische Wende“.
In den ersten Wochen seiner Kanzlerschaft führte er mittels einer Vertrauensfrage die Auflösung des Bundestages und vorgezogene Neuwahlen herbei.
Seine persönliche Vision war ein „Europa ohne Schlagbäume“, das die Schengen-Staaten mit den Schengener Abkommen schließlich auch verwirklichten. Ebenso setzte sich Kohl stark für die Etablierung des Euro ein.
Helmut Kohls Name ist eng mit der Deutschen Wiedervereinigung verknüpft: 1989 ergriff er die Gunst der Stunde nach dem Fall der Berliner Mauer und sorgte in internationalen Verhandlungen für die Zustimmung der Sowjetunion zur Wiedervereinigung und der gesamtdeutschen NATO-Mitgliedschaft.
Innenpolitisch entstanden durch die Wiedervereinigung große Probleme, da die Wirtschaft in Ostdeutschland entgegen Kohls Einschätzung von den kommenden „blühenden Landschaften“ zusammengebrochen war.
Die Schwierigkeiten des Aufbaus Ost waren bestimmend für seine spätere Amtszeit.
Schließlich wurde er 1998 auch wegen einer Rekordarbeitslosigkeit abgewählt.
Nach Kohls Amtszeit wurde bekannt, dass er zugunsten der CDU unter Verstoß gegen das Parteigesetz Spenden angenommen und „schwarzen Kassen“ zugeführt hatte.
Mit 16 Jahren und 26 Tagen Amtszeit ist Kohl der Bundeskanzler, der bisher am längsten amtierte.
Er wird deshalb auch heute noch als „ewiger Kanzler“ bezeichnet.
Gerhard Schröder (1998–2005)
Gerhard Schröder begann kurz nach Antritt seiner Kanzlerschaft mit seiner rot-grünen Koalition eine Reihe von Reformprojekten, denen gegen Ende der ersten Amtszeit eine Phase der „ruhigen Hand“ folgte.
Außenpolitisch führte Schröder zunächst die transatlantische Partnerschaft wie seine Vorgänger fort: 1999 und 2001 unterstützte Deutschland im Rahmen der Bündnistreue die NATO im Kosovo und in Afghanistan.
2002 jedoch verweigerte Schröder den USA offiziell seine Zustimmung zum Irak-Krieg.
Das gilt – neben seinem als gut erachteten Krisenmanagement während der Jahrhundertflut in Ost- und Norddeutschland – als wichtiger Grund für seine Wiederwahl 2002.
2003 benannte er mit der Agenda 2010 sein Reformprogramm für die zweite Amtszeit, zumal er die Arbeitslosigkeit nicht – wie zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt – hatte halbieren können.
Dieses Programm ging der politischen Linken zu weit, während es wirtschaftsnahen Gruppen nicht weit genug ging.
Das alles führte zu Massenaustritten aus der SPD, dem Verlust zahlreicher Landtags- und Kommunalwahlen und der Formierung einer neuen linken Strömung jenseits der SPD, die zur Gründung der Wahlalternative WASG führte.
Nach einer weiteren schweren SPD-Niederlage bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 erreichte Gerhard Schröder mittels einer Vertrauensfrage die Auflösung des Bundestages und vorgezogene Neuwahlen im Herbst 2005, auch weil er das Vertrauen der Koalition in ihn beeinträchtigt sah.
Zwar verlor er diese Wahlen nach massiven Stimmverlusten knapp, jedoch gelang es ihm, die SPD in der Regierung beteiligt zu behalten, da die unerwartet geringe Differenz zwischen CDU/CSU und SPD im Wahlergebnis sowie der Einzug der Linkspartei ins Parlament zu einer großen Koalition aus Union und SPD führte.
Angela Merkel (2005–2021)
Angela Merkel wurde am 22. November 2005 zur Bundeskanzlerin gewählt.
Die erste Frau und Naturwissenschaftlerin, die das höchste Regierungsamt Deutschlands bekleidete, stützte sich auf eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD.
Sie war zudem die erste ehemalige Bürgerin der DDR als gesamtdeutsche Kanzlerin und war bei Amtsantritt mit 51 Jahren die jüngste Amtsinhaberin.
Ihren Ruf als „Kohls Mädchen“ hatte sie abgelegt, als sie mit ihrem einstigen Förderer wegen dessen Spendenaffäre brach.
Zu Beginn ihrer Amtszeit hatte Merkel sehr hohe Zustimmungsraten, die auch mit der für gut befundenen Lösung außenpolitischer Krisen zusammenhingen.
Bei der Bewältigung innenpolitischer Probleme wie der Föderalismus- und der Gesundheitsreform traten Kritiker auch aus ihrer eigenen Partei auf und warfen Merkel Führungsschwäche vor.
Bei der Bundestagswahl 2009 kam es zu einer schwarz-gelben Mehrheit.
Am 28. Oktober 2009 wurde Merkel als Bundeskanzlerin wiedergewählt.
Während sich die internationale Finanzkrise verschärfte und der Euro in Gefahr geriet, machte die Bundesregierung durch ihre teils scharf kritisierte Steuerpolitik von sich reden.
Die Wehrpflicht und der Zivildienst wurden ausgesetzt und durch freiwillige Varianten ersetzt.
Die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wurde zunächst beschlossen und nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima wieder rückgängig gemacht.
Bei der Bundestagswahl 2013 verfehlte die FDP erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik den Einzug in den Bundestag.
Infolgedessen bildete Merkel erneut eine Koalition mit der SPD und wurde am 17. Dezember 2013 zum dritten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt.
Nach der Bundestagswahl 2017 fiel eine Mehrheitsbildung zunächst schwer, da Sondierungen zu einer sogenannten Jamaika-Koalition aus Unionsparteien, FDP und Grünen scheiterten und die SPD zunächst nicht zu einer Zusammenarbeit bereit war.
Nach der Einigung auf einen Koalitionsvertrag und dessen erfolgreicher Absegnung durch die beteiligten Parteien CSU, CDU und SPD wurde Angela Merkel am 14. März 2018 zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt.
Als wichtigste Errungenschaft der Kanzlerschaft Merkels gilt die Verringerung der Arbeitslosigkeit, die sich zum Teil den vorangegangenen Reformen Gerhard Schröders verdankt, als größte Herausforderungen die Bewältigung der Finanzkrise seit 2007, der Eurokrise seit 2009 sowie der Flüchtlingskrise in Europa 2015/2016.
In ihre Amtszeit fiel außerdem der Beginn der COVID-19-Pandemie, wobei sie anlässlich dieser am 18. März 2020 ihre einzige Fernsehansprache – ausgenommen der Neujahrsansprachen – hielt, die von etwa 25 bis 30 Millionen Zuschauern verfolgt wurde.
Zur Bundestagswahl 2021 trat sie nicht mehr als Kanzlerkandidatin der Union an.
Mit einer Amtszeit von 16 Jahren und 16 Tagen ist sie knapp hinter Helmut Kohl, der zehn Tage länger amtierte, der Bundeskanzler mit der zweitlängsten Amtszeit.
Olaf Scholz (2021–2025)
Olaf Scholz wurde am 8. Dezember 2021 ins Amt gewählt.
Er führte eine Koalition von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.
Dieses als Ampelkoalition bezeichnete Bündnis war das erste seiner Art auf Bundesebene.
Er ist der neunte und der erste konfessionslose Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wandte sich Scholz am Abend des 24. Februar 2022 in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung.
Am 27. Februar 2022 kündigte er in einer Sondersitzung des deutschen Bundestages einen Wandel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik an.
Der dafür verwendete Begriff „Zeitenwende“ wurde zum häufig gebrauchten politischen Schlagwort und zum Wort des Jahres 2022 erklärt.
Scholz hatte ihn bereits 2017 in seinem Buch Hoffnungsland verwendet.
Seine Regierung beschloss im Anschluss daran ein Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro.
Unter Berufung auf seine Richtlinienkompetenz entschied Scholz im Oktober 2022, nachdem sich die Grüne und FDP beim Thema Atomausstieg bzw. Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke nicht einig waren, dass alle (drei) letzten aktiven Kernkraftwerke in Deutschland über den 31. Dezember 2022 hinaus, aber bis längstens zum 15. April 2023 im Leistungsbetrieb bleiben.
Am 6. November 2024 zerbrach nach der Entlassung von Bundesfinanzminister Christian Lindner die Ampelkoalition.
Scholz, der infolge dessen nur noch einer Minderheitsregierung aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen vorstand, stellte am 11. Dezember 2024 die Vertrauensfrage mit dem Ziel, diese zu verlieren und so vorgezogene Neuwahlen zu erreichen.
Der Bundestag entzog Scholz daraufhin das Vertrauen; daraufhin beantragte er wie angekündigt beim Bundespräsidenten die Auflösung des Bundestages.
Am 27. Dezember 2024 setzte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine vorgezogene Bundestagswahl für den 23. Februar 2025 an.
Scholz ist nach Willy Brandt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder der vierte Bundeskanzler, der auf diesem Weg vorgezogene Neuwahlen herbeigeführt hat.
Friedrich Merz (seit 2025)
Friedrich Merz wurde am 6. Mai 2025 als erster Bundeskanzler in der bundesrepublikanischen Geschichte im zweiten Wahlgang ins Amt gewählt.
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (englisch amtlich President of the United States of America, Akronym POTUS) ist in einer Person Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Vereinigten Staaten.
Seine Amtszeit beträgt vier Jahre, und er darf seit 1951 nur einmal wiedergewählt werden.
Aktueller Amtsinhaber und 47. Präsident ist seit dem 20. Januar 2025 Donald Trump. Da die getrennten Amtszeiten von Grover Cleveland und Donald Trump jeweils einzeln gezählt werden, wurde das Amt bisher von 45 Männern ausgeübt – bisher gab es keine Präsidentin.
Die Wahl des Präsidenten erfolgt indirekt: Die Bürger der einzelnen Bundesstaaten stimmen zunächst über Wahlleute ab, die das Electoral College, das Wahlleutekollegium, bilden.
Dieses wählt den Präsidenten.
Erhält dabei kein Kandidat eine Mehrheit, entscheidet das Repräsentantenhaus, so geschehen bei den Präsidentschaftswahlen 1800 und 1824.
Gleichzeitig mit dem Präsidenten wird ein Vizepräsident gewählt.
Dieser hat laut Verfassung nur die Aufgabe, dem Senat vorzusitzen. Wenn aber ein Präsident, etwa durch Tod, Rücktritt oder Absetzung, vorzeitig aus dem Amt scheidet, tritt der Vizepräsident für die restliche Wahlperiode mit allen Rechten an seine Stelle.
Der Präsident ernennt Minister (englisch secretaries), die zusammen mit ihm die Regierung bilden.
Sie bedürfen der Bestätigung durch den Senat.
Ähnlich verhält es sich mit den Berufungen an den Obersten Gerichtshof: Wird eine Richterstelle frei, schlägt der Präsident einen neuen Richter vor, der vom Senat bestätigt werden muss.
Nr. Präsident 41
(Lebensdaten) George Bush (1924–2018)
Partei Rep.
Dauer der Präsidentschaft 20. Januar 1989 bis 20. Januar 1993
Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes und infolge der zunehmenden Paralyse der Sowjetunion verkündete Bush die „New World Order“ und befürwortete in diesem Zusammenhang auch die deutsche Wiedervereinigung.
Während die UNO-Resolution 678 noch die völkerrechtliche Grundlage zur „Operation Desert Storm“ lieferte, fand die Invasion in Panama ohne internationale Zustimmung statt.
Der Bruch seines Wahlversprechens („Read my lips: no new taxes“) gilt als Hauptgrund für seine nicht erfolgte Wiederwahl.
Nr. Präsident 42
(Lebensdaten) Bill Clinton (* 1946)
Partei Demokr.
Dauer der Präsidentschaft 20. Januar 1993 bis 20. Januar 2001
Clinton widmete sich mit verschiedenen Reformen der Bekämpfung von Drogenmissbrauch, Waffengewalt und Armut.
Zu seinen primären Zielen gehörte die Senkung der Staatsverschuldung und die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung.
Das Kyoto-Protokoll wurde unterschrieben (aber nicht ratifiziert) und mit Gründung des NAFTA entstand eine ausgedehnte Freihandelszone zwischen Kanada, den USA und Mexiko.
Während er eine Politik der Aussöhnung mit den ehemaligen Feinden China und Russland betrieb und das Dayton-Friedensabkommen vermittelte, entstand mit Al-Qaida eine neue Gefahr für die Sicherheit des Landes.
Das Ende seiner zweiten Amtszeit war überschattet vom „Platzen der Dotcom-Blase“ und der Lewinsky-Affäre, in deren Folge ein erfolgloses Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton eingeleitet wurde.
Nr. Präsident 43
(Lebensdaten) George W. Bush (* 1946)
Partei Rep.
Dauer der Präsidentschaft 20. Januar 2001 bis 20. Januar 2009
George W. Bush wurde mit einem der knappsten Ergebnisse in der Geschichte der Vereinigten Staaten zum Präsidenten gewählt: Die Stimmauszählung z. B. im Bundesstaat Florida, der bei US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen seit Jahrzehnten als Swing State gilt,
dauerte mehr als einen Monat, schließlich lag Bush dort mit lediglich 537 Stimmen vor seinem demokratischen Herausforderer Al Gore.
Insgesamt hatte Gore in den USA einen Vorsprung von ca. 500.000 Stimmen; Bush konnte allerdings vier Wahlmännerstimmen mehr als Gore auf sich vereinen.
Trotz höchstrichterlicher Überprüfung und Anordnung von Nachzählungen in einigen Wahlkreisen durch den US-Supreme Court sorgt der Wahlausgang bis heute für Diskussionen.
Nach den Terroranschlägen vom 11. September verkündete Bush den Krieg gegen den Terror und erließ mit dem USA Patriot Act die entsprechende gesetzliche Grundlage zur Terrorabwehr, verbunden mit Einschränkungen der Bürgerrechte.
Innenpolitisch war die Gründung des Ministeriums für Innere Sicherheit ein weiterer Schritt.
Außenpolitisch führte er eine Reihe von Kriegen gegen die sogenannten Schurkenstaaten.
Dazu zählen der Krieg in Afghanistan 2001–2021 und der Kampf gegen Saddam Hussein, der durch eine „Koalition der Willigen“ im Irakkrieg geführt wurde.
Doch weder diesen Kriegen noch der Suche nach Osama bin Laden oder der endgültigen Zerschlagung desAl-Qaida-Netzes war echter Erfolg beschieden.
Zeigte die Bush-Doktrin noch die unilaterale Einstellung des Präsidenten, so mehrten sich zum Ende der zweiten Amtszeit die Anzeichen für eine politische Ausrichtung in Richtung der Völkerkreise der UNO und NATO.
Innenpolitisch endete seine Präsidentschaft in der größten Finanzkrise seit der Great Depression von 1929.
Aufgrund immenser Verluste am Immobilienmarkt kam es an den Börsen weltweit zu Verwerfungen, infolge derer eine Reihe von Finanzinstituten (u. a. Lehman Brothers) in die Insolvenz gingen.
Nr. Präsident 44
(Lebensdaten) Barack Obama (* 1961)
Partei Demokr.
Dauer der Präsidentschaft 20. Januar 2009 bis 20. Januar 2017
Barack Obama war der erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten; zugleich war er der erste US-Präsident, der außerhalb des amerikanischen Kontinents geboren wurde, und zwar auf Hawaii.
Er übernahm das Amt während einer globalen Finanzkrise und setzte als eine seiner ersten Amtshandlungen ein Konjunkturprogramm mit einem Volumen von 787 Milliarden Dollar durch.
2009 wurde ihm für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken, der Friedensnobelpreis verliehen.
Im Frühjahr 2010 setzte er eine großflächige und umstrittene Gesundheitsreform um, die Millionen US-Amerikanern erstmals Zugang zur Krankenversicherung gewährleistete.
Am 1. Mai 2011 konnte er die Tötung des seit Jahren gesuchten Terroristen Osama bin Laden durch eine US-Kommandoeinheit verkünden.
Im November 2012 wurde Obama für eine zweite Amtszeit bestätigt.
Im Frühjahr 2015 suchte er nach über 50 Jahren diplomatischer Krise den Kontakt zu Kuba und verbesserte maßgeblich die politischen Beziehungen.
Auch bei den Atomverhandlungen mit dem Iran war er um einen Ausgleich bemüht und es gelang ihm, ein entsprechendes Abkommen zu erzielen.
Vor allem zum Ende seiner Amtszeit war Obama besonders um den Klimaschutz bemüht.
So unterstützte er internationale Vereinbarungen zum globalen Klimaschutz.
Das Ergebnis war ein internationales Klimaschutzabkommen, welches von fast allen Staaten der Erde bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 unterzeichnet wurde.
Auch innenpolitisch setzte er umweltpolitische Akzente, vor allem durch den Clean Power Plan, der das erste Mal in der US-Geschichte verbindliche Vorgaben für Unternehmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes vorgab.
Nr. Präsident 45
(Lebensdaten) Donald Trump (* 1946)
Partei Rep.
Dauer der Präsidentschaft 20. Januar 2017 bis 20. Januar 2021
Mit dem Immobilienunternehmer, Entertainer und Milliardär Trump gelang erstmals einem Kandidaten die Wahl zum Präsidenten, der zuvor weder ein politisches noch ein militärisches Amt bekleidet hatte.
Seine erste Präsidentschaft gilt als kontrovers.
Er gewann nach einem stark polarisierenden Wahlkampf unter dem Motto „Make America Great Again“.
Zwar bekam Trump weniger Stimmen als seine Herausforderin Hillary Clinton, erhielt jedoch im Electoral College mehr Wahlleute.
Sein Wahlgewinn führte bei Gegnern seiner Politik zu Protesten.
Bei seiner Amtseinführung stellte er seine Regierungspolitik unter „America First“ vor und trat in der Folge aus mehreren internationalen Abkommen aus, da er in diesen Nachteile für die USA sah.
Dies betraf auch die Klimapolitik, wo Trump entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse leugnete.
Vor diesem Hintergrund führte er auch einen Handelskonflikt mit China und stieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran aus.
Zugleich näherte er sich Nordkorea an und erkannte Jerusalem als Hauptstadt Israels an.
Seine Wirtschaftspolitik im Inneren orientierte sich an Ronald Reagans „Reaganomics“.
Die Migrationspolitik verschärfte Trump und er distanzierte sich nicht klar von Rechtsextremisten wie nach dem Anschlag in Charlottesville 2017.
Das Ende seiner Amtszeit war überschattet von teils gewalttätigen Anti-Rassismus-Protesten infolge der Tötung von George Floyd, der COVID-19-Pandemie und der Ukraine-Affäre, in deren Folge ein erstes Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde.
In Bezug auf Medienmeldungen verwendete Trump häufig den Begriff „Fake News“, wurde aber selbst oft des Verbreitens falscher Behauptungen überführt.
So erkannte Trump seine Abwahl nicht an, warf ohne Belege seinen Gegnern Wahlbetrug vor und versuchte das Wahlergebnis zu seinen Gunsten zu verändern.
Dies mündete im Sturm auf das Kapitol, wo Trumps Anhänger gewaltsam die formelle Bestätigung seines Nachfolgers verhindern wollten.
Dadurch kam es zu einem zweiten erfolglosen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.
Nr. Präsident 46
(Lebensdaten) Joe Biden (* 1942)
Partei Demokr.
Dauer der Präsidentschaft 20. Januar 2021 bis 20. Januar 2025
Der ehemalige Vizepräsident (2009–2017) und langjährige Senator für den Bundesstaat Delaware (1973–2009) war zum Zeitpunkt seines Amtsantritts mit 78 Jahren der älteste Präsident.
Durch seine Kandidatur gemeinsam mit Kamala Harris wurde diese als erste Afroamerikanerin und erste Asiatische Amerikanerin sowie als erste Frau zur Vizepräsidentin.
Als erste Amtshandlung unterzeichnete Biden 17 Dekrete, mehr als jeder frühere Präsident vor ihm.
Die Mehrzahl davon machte Verfügungen seines Amtsvorgängers Trump rückgängig.
Darunter setzte er sich unter anderem für den Wiederbeitritt der Vereinigten Staaten zum Klimaschutz-Übereinkommen von Paris ein, das Trump im Juni 2017 einseitig aufgekündigt hatte, und den Wiedereintritt der USA in die Weltgesundheitsorganisation (WHO), aus der Trump die USA zuvor hatte austreten lassen.
Unter seine Präsidentschaft fiel der Rückzug der NATO-Truppen aus Afghanistan, wodurch es den Taliban ermöglicht wurde, die Kontrolle über das Land zu übernehmen.
Für das Festhalten an dem Plan seines Vorgängers Donald Trump, die amerikanischen Truppen aus Afghanistan abzuziehen, geriet Biden in besonders harte Kritik.
Des Weiteren fiel in seine Amtszeit der russische Überfall auf die Ukraine (2022) und der Terrorangriff der Hamas auf Israel (2023).
Bei beiden Konflikten reagierte Biden mit großer Unterstützung für die Ukraine und Israel.
Innenpolitisch brachte Biden den „American Rescue Plan“, den „Bipartisan Infrastructure Bill“, den „Inflation Reduction Act“ und den „CHIPS and Science Act“, zum Teil parteiübergreifend, durch den Kongress.
Biden nominierte Ketanji Brown Jackson als Nachfolgerin des zurückgetretenen Richters Stephen Breyer am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und somit die erste schwarze Frau, die diesem angehört.
Biden ist der erste Präsident seit 1968 (Johnson), der auf eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit verzichtete.
Nr. Präsident 47
(Lebensdaten) Donald Trump (* 1946)
Partei Rep.
Dauer der Präsidentschaft seit dem 20. Januar 2025
Trump trat als erster Präsident seit Grover Cleveland eine nicht unmittelbar auf die erste folgende zweite Amtszeit an und ist zudem mit 78 Jahren und 220 Tagen der älteste Präsident bei Amtsantritt.
Als erste Amtshandlung unterzeichnete Trump 26 Executive Orders, mehr als jeder frühere Präsident vor ihm.
Einige machten Verfügungen seines Amtsvorgängers Biden rückgängig.
Darunter setzte er sich für den Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Klimaschutz-Übereinkommen von Paris und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein, hob das Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene auf und setzte Kuba wieder auf die Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten.
Trump setzt auf eine protektionistische Handelspolitik mit hohen Zöllen.
Der Eurovision Song Contest (ESC, wörtlich übersetzt: „Eurovisions-Liederwettbewerb“; bis 2001 in Deutschland unter dem französischen Namen Grand Prix Eurovision de la Chanson, in Österreich hingegen „Songcontest“ genannt,
offizielle französische Bezeichnung anfangs Grand Prix Eurovision de la Chanson européenne, später Concours Eurovision de la chanson) ist ein Musikwettbewerb für Komponisten, Textdichter und Songwriter.
Vorgetragen werden die Beiträge von Gesangsinterpreten.
Seit 1956 wird er jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Rahmen der Eurovision veranstaltet.
Die Anregung dazu kam vom Sanremo-Festival, das bereits 1951 ins Leben gerufen wurde.
Beim ESC sind die Rundfunkanstalten aller Staaten der EBU teilnahmeberechtigt.
Dieser gehören mehrheitlich europäische und einige Radio- und Fernsehstationen benachbarter westasiatischer und nordafrikanischer Staaten an.
Der ESC erreicht jedes Jahr mehr als 180 Millionen Zuschauer.
Eine Übersicht der austragenden Standorte samt Gewinner in diesem Jahr.
2000 – Stockholm, Schweden – 13. Mai 2000 – Gewinner: Dänemark – Olsen Brothers – "Fly on the Wings of Love"
2001 – Kopenhagen, Dänemark – 12. Mai 2001 – Gewinner: Estland – Tanel Padar, Dave Benton & 2XL – "Everybody"
2002 – Tallinn, Estland – 25. Mai 2002 – Gewinner: Lettland – Marie N – "I Wanna"
2003 – Riga, Lettland – 24. Mai 2003 – Gewinner: Türkei – Sertab Erener – "Everyway That I Can"
2004 – Istanbul, Türkei – 15. Mai 2004 – Gewinner: Ukraine – Ruslana – "Wild Dances"
2005 – Kiew, Ukraine – 21. Mai 2005 – Gewinner: Griechenland – Helena Paparizou – "My Number One"
2006 – Athen, Griechenland – 20. Mai 2006 – Gewinner: Finnland – Lordi – "Hard Rock Hallelujah"
2007 – Helsinki, Finnland – 12. Mai 2007 – Gewinner: Serbien – Marija Šerifović – "Molitva"
2008 – Belgrad, Serbien – 24. Mai 2008 – Gewinner: Russland – Dima Bilan – "Believe"
2009 – Moskau, Russland – 16. Mai 2009 – Gewinner: Norwegen – Alexander Rybak – "Fairytale"
2010 – Oslo, Norwegen – 29. Mai 2010 – Gewinner: Deutschland – Lena – "Satellite"
2011 – Düsseldorf, Deutschland – 14. Mai 2011 – Gewinner: Aserbaidschan – Ell & Nikki – "Running Scared"
2012 – Baku, Aserbaidschan – 26. Mai 2012 – Gewinner: Schweden – Loreen – "Euphoria"
2013 – Malmö, Schweden – 18. Mai 2013 – Gewinner: Dänemark – Emmelie de Forest – "Only Teardrops"
2014 – Kopenhagen, Dänemark – 10. Mai 2014 – Gewinner: Österreich – Conchita Wurst – "Rise Like a Phoenix"
2015 – Wien, Österreich – 23. Mai 2015 – Gewinner: Schweden – Måns Zelmerlöw – "Heroes"
2016 – Stockholm, Schweden – 14. Mai 2016 – Gewinner: Ukraine – Jamala – "1944"
2017 – Kiew, Ukraine – 13. Mai 2017 – Gewinner: Portugal – Salvador Sobral – "Amar pelos dois"
2018 – Lissabon, Portugal – 12. Mai 2018 – Gewinner: Israel – Netta – "Toy"
2019 – Tel Aviv, Israel – 18. Mai 2019 – Gewinner: Niederlande – Duncan Laurence – "Arcade"
2020 – Kein Wettbewerb – abgesagt wegen COVID-19
2021 – Rotterdam, Niederlande – 22. Mai 2021 – Gewinner: Italien – Måneskin – "Zitti e buoni"
2022 – Turin, Italien – 14. Mai 2022 – Gewinner: Ukraine – Kalush Orchestra – "Stefania"
2023 – Liverpool, Vereinigtes Königreich – 13. Mai 2023 – Gewinner: Schweden – Loreen – "Tattoo"
2024 – Malmö, Schweden – 11. Mai 2024 – Gewinner: Schweiz – Nemo – "The Code"
2025 – Basel, Schweiz – 17. Mai 2025 – Gewinner: Noch nicht entschieden
Gründung als „Staatliche Fachhochschule Augsburg“
1971
Gründung als „Staatliche Fachhochschule Augsburg“ mit den Ausbildungsrichtungen Technik und Gestaltung
Maschinenlabor der Fachhochschule Augsburg im Jahr 1973.
Maschinenlabor der Fachhochschule Augsburg im Jahr 1973.
Zwei neue Fachbereiche für die Hochschule
1974
Wirtschaft ergänzt als neue Ausbildungsrichtung die Fachbereiche Technik und Gestaltung.
1980
Gründung der Fakultät für Informatik
Räumliche Erweiterung und zwei Jubiläen
2005
Auf dem Campus am Brunnenlech 2005 wird der Neubau eines Servicezentrums für die Hochschule (Gebäude H) mit rund 3.900 Quadratmetern Hauptnutzfläche eingeweiht: Dort sind unter anderem die Hochschulbibliothek und das Rechenzentrum untergebracht.
2007
Die Hochschule Augsburg bezieht das neue Gebäude KLM auf dem Campus am Roten Tor: Teile der ehemaligen Schüleschen Kattunfabrik, eines der ersten Fabrikgebäude Deutschlands, errichtet von 1770 bis 1772 von Leonhard Christian Mayr, wurden restauriert und durch die modernen Flügelbauten ergänzt.
2008
Umbenennung in Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg
2010
Festakt: 300 Jahre Fakultät für Gestaltung.
Festschrift: Tradition und Aufbruch
Bericht über den Festakt: 300 Jahre Fakultät für Gestaltung
2011
Der Neubau des Gebäudes W auf dem Campus am Roten Tor von der Fakultät für Wirtschaft (heute: School of Business) in Betrieb genommen.
Die Hochschule Augsburg baut in Nördlingen ihr erstes Technologietransferzentrum – das TTZ Flexible Automation – am Hochschulzentrum Donau-Ries aus Mitteln der Initiative Aufbruch Bayern auf.
Festakt: 40 Jahre Hochschule Augsburg
Festschrift: 40 Jahre Hochschule Augsburg
Bericht über den Festakt: 40 Jahre Hochschule Augsburg
Inhaltliche Weiterentwicklung und Soziales als neue Studienrichtung
2015
Die Hochschule Augsburg wird Partnerhochschule der Feuerwehren und Hilfsorganisationen
unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann.
2017
HSA_innos – Institut für innovative Sicherheit wird unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann mit einem großen Festakt eingeweiht.
Es ist eines der größten Forschungszentren an Bayerischen Hochschulen, das sich mit der Entwicklung von IT-Sicherheitstechnologien und Sicherheitsprozessen auseinandersetzt.
2018
Die Hochschule Augsburg ist bei der Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule erfolgreich und ruft Anfang 2018 das Projekt HSA_transfer ins Leben, um die Transferprozesse mit Fokus auf die sozialen, ökologischen und kulturellen Wirkdimensionen zu verstärken.
Die Hochschule Augsburg startet den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit: Neben Technik, Wirtschaft und Gestaltung wird damit die vierte Säule Soziales eingeführt.
Bericht über die feierliche Eröffnung des Studiengangs Soziale Arbeit
Forschung, Transfer und Gründung
2019
Die Hochschule Augsburg ist seit 2019 EXIST-Hochschule und setzt so einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Gründungskultur.
Die heutige Gründungsinitiative tha_funkenwerk ist mit dem Antrag zur Weiterentwicklung der Gründerkultur an der Hochschule Augsburg beim EXIST-Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in der Kategorie „Potentiale heben“ erfolgreich.
2020
Die Hochschule Augsburg erweitert das TTZ Nördlingen um den Transfer- und Forschungsbereich „Integrated Safety und Technologies“.
Im gleichen Jahr eröffnet die Hochschule Augsburg das TTZ Data Analytics in Donauwörth.
Die Hochschule Augsburg wird Teil des KI-Produktionsnetzwerks Augsburg.
Sie setzt im KI-Produktionsnetzwerk Grundlagenforschung im Bereich der künstlichen Intelligenz in anwendbare Lösungen für die regionale Industrie um.
Festakt: 50 Jahre Hochschule Augsburg
2021
50 Jahre Hochschule Augsburg: Die Hochschule feiert mit einem Festakt.
Aufgrund der Corona-Pandemie kann dieser erst am 8. Juli 2022 stattfinden.
Hier gibt es den Festakt zum Nachschauen.
Ein neues Kapitel: Technische Hochschule Augsburg
2023
Umbenennung in Technische Hochschule Augsburg
Die THA erhält das Promotionszentrum DigiTech.
Die THA eröffnet ihr drittes Technologietransferzentrum – das TTZ Data Science und Autonome Systeme – in Landsberg am Lech.
Außerdem erhält sie die Zusage für ein weiteres TTZ - das TTZ Digitales Planen und Fertigen im Bauwesen in Aichach.
2024
Die THA erhält ein zweites Promotionszentrum: NITRO.
Für Promotionsinteressierte, Promovierende sowie Professorinnen und Professoren ist die THA Graduate School von nun an die erste Anlaufstelle bei allen Fragen rund um das Thema Promotion.
Circular Textiles: Die THA war bei der Förderrichtlinie DATIpilot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erfolgreich.
In den kommenden Jahren stehen der THA bis zu fünf Millionen Euro zu Verfügung, um technologische und gesellschaftliche Innovationen für eine nachhaltige textile Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.
Zusage: Die THA erhält ein neues Technologietransferzentrum „Digitale Innovationen im Leichtbau für wasserstoffbasierte Technologien“ in Gersthofen (ab 2025).
2025
Neuer Höchststand: Im Wintersemester 2024/2025 studieren mehr als 7.500 Studierende an der THA.
6 Informatik Bachelor - 6. Semester
6.1 Praktikum DVA
Name / engl. Praktikum DVA / Technical Applications of Data Processing
Kürzel PRAK
Verantwortlicher:
Prof. Dr. Hubert Högl
Prof. Dr. Volodymyr Brovkov
Lehrsprache Deutsch
Fakultät Fakultät für Informatik
Verwendbarkeit Informatik Bachelor
Dauer / Angebot ein Semester, jeweils im Sommersemester
Arbeitsaufwand / Zusammensetzung SWS: 4, CPs: 5,
Präsenzzeit: 60 h, Selbststudium: 90 h, Gesamtaufwand: 150 h
Lehrveranstaltungen Pratikum DVA (4 SWS)
Lehr-/Lernmethoden Praktikum
Prüfung
Prüfungsnummer 3970210
Benotung Gemäß § 20 der APO in der jeweils gültigen Fassung.
Prüfungsform Portfolioprüfung: Studienarbeit, 15-25 Seiten + Präsentation, 20 Minuten
Zusätzliche Informationen
nützlich für
Das Software-Praktikum "DV-Anwendungen in der Technik" ist ein Pflichtfach im Stu-
diengang Informatik, das auch in anderen Studiengängen angeboten werden kann.
Inhalte des Moduls
Dieses Praktikum dient zur Einführung und Vertiefung der Kenntnisse von technischen
DV-Anwendungen, insbesondere auch der hardware- und systemnahen Programmie-
rung. Es enthält Versuche zu diversen Hardwarekomponenten unter den Betriebssys-
temen Windows, LINUX und Echtzeitsystemen. Die Versuche befassen sich zum Teil mit
Systemaufrufen und zum Teil mit der Programmierung von Bausteinen (parallele, se-
rielle Schnittstelle, USB, Sprachausgabe, DSP, SCSI). Es müssen auch Interrupt Service
Routinen und Treiber erstellt werden, z.B. für Windows oder Chipkartenleser. Im Unix-
Bereich geht es um verteiltes Arbeiten im Netzwerk.
Hardwarenahe Programmierung erfordert zunächst eine Auseinandersetzung mit den
technischen Beschreibungen der Hardware, auf die die Programme zugreifen sollen.
Hinzu kommen Problemstellungen beim Zugriff auf die Hardware, die sich manchmal
nur durch Versuche in den Griff bekommen lassen. In den Laboren werden Systeme
bereitgestellt, die sich von der bekannten Hardware "zu Hause" unterscheiden und die
hier "gefahrlos" untersucht werden können.
Rahmenbedingungen der Veranstaltung:
Es besteht freie Auswahl aus einem breiten Aufgaben-Angebot aus dem EDV-Alltag.
Oftmals sind die Aufgaben recht allgemein gestellt und der Anspruch entsteht dadurch,
dass ein Problem nicht nur experimentell, sondern auch in der Tiefe bearbeitet werden
muss (z.B. Festplatte einbauen, Datentransfer auf Fremdrechner, Sound aktivieren).
Es gibt Versuche zu Themen wie Biometrie, Java Card, Sicherheit, Webservices, sowie
zur Entwicklung von Programmen für technische Problemstellungen. Es werden nicht
alle Versuche in jedem Semester angeboten. Fortlaufend werden neue Versuche vorbe-
reitet. Die Studierenden können sich die Versuche auswählen.
Es ist eine Schwerpunktbildung möglich, indem eine Serie von aufeinander aufbauen-
den Versuchen oder eine Vertiefung durch Folgeversuche gewählt wird. Neue Versuche
sind nach Absprache möglich.
Die Versuche werden im Labor für hardwarenahe Programmierung und im Labor für
Prozeßrechentechnik durchgeführt.
Neben den (einseitigen) Versuchsanleitungen liegen für viele Versuche weitere, aus-
führliche Unterlagenmappen im Labor aus. In den Glasschränken des Labors finden Sie
auch Kopien von Zeitschrift-Artikeln, Handbücher und Original-Literatur. Langfristig ist
vorgesehen, Versuchsunterlagen elektronisch im Internet anzubieten.
5.8. Literaturangaben¶
Mistral AI – Basic RAG https://docs.mistral.ai/guides/rag/
TinyLlama - https://ollama.com/library/tinyllama
Bundeskanzler - Bundeskanzler Deutschland https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_(Deutschland)
Präsident der Vereinigten Staaten https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Präsidenten_der_Vereinigten_Staaten
Eurovision Song Contest https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest
Geschichte der THA https://www.tha.de/Geschichte.html
Modulhandbuch Informatik https://cloud.hs-augsburg.de/index.php/s/5p4wDJk2n6kLJp6