Zielgruppe: Zimmerermeister:in-Architekt:in-Bauingenieur:in
Ein guter Holzbau kann nur dann gelingen, wenn Planung und Ausführung interdisziplinär, also „im Team“ stattfinden. Daher wendet sich dieses berufsbegleitende Weiterbildungsangebot gleichermaßen an Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Technikerinnen und Techniker oder Meisterinnen und Meister im Zimmerer-Handwerk.
Absolvent:innen verwandter Bau-Studiengänge und angrenzender Handwerksausbildungen können in einem persönlichen Gespräch mit der Studiengangsleitung ausloten, ob eine Teilnahme gewinnbringend sein wird.
Was bringt das Studium für Interessierte mit Techniker- oder Meisterausbildung?
Der mehrgeschossige Holzbau hat auch auf der ausführenden Seite einen hohen Planungsanteil und erfordert umfangreiche Planungskompetenz. Das Studium ergänzt und vertieft Ihr Wissen vor allem für die Planung von mehrgeschossigen Holzbauten in den Gebäudeklassen 4 und 5. Es qualifiziert Sie für verantwortungsvolle Positionen in Holzbau-Unternehmen. Sie erarbeiten sich vorrangig in den Bereichen Schall- und Brandschutz sowie der Detailentwicklung Fachwissen, das Sie für die Werkstattplanung benötigen. Darüber hinaus haben Sie über ein ganzes Studienjahr einen intensiven Austausch mit Architekt:innen und Bauingenieur:innen und erhalten ausführliche Einblicke in deren Arbeitswelten, Denkweisen und Bedürfnisse. So bekommen Sie auch eine präzisere Vorstellung, wie Sie sich erfolgreich in ein komplexes Projekt einbringen können.
Was bringt das Studium für Interessierte mit absolviertem Architekturstudium?
Die Holzbau-Lehre in den regulären Architekturstudiengängen vieler Hochschulen und Universitäten hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Trotzdem ist in der Planung von realen Projekten eine Fachkenntnis gefragt, die im Regelstudium nicht in der dafür notwendigen Tiefe vermittelt werden kann. Es kann zwar gelingen, die fehlende Kompetenz ausschließlich über ‚learning by doing‘ im Berufsleben etwas mühsam zu entwickeln, dieses Vorgehen birgt jedoch viele Risiken und ist darüber hinaus ineffizient. Das Studium unterstützt Sie genau da, wo Sie in der Beratung der Bauherrenschaft und im Umgang mit Fachplanenden Holzbau-Kompetenzen benötigen. Der Austausch mit der ausführenden Seite und den Ingenieur:innen liefert für die Detailentwicklung spannenden und wertvollen Input.
Was bringt das Studium für Interessierte mit absolviertem Bauingenieurstudium?
Das Studium wendet sich an Bauingenieurinnen und Bauingenieure, die künftig Tragwerksplanungen und andere Ingenieurleistungen wie in den Bereich Brandschutz oder Schallschutz im mehrgeschossigen Holzbau erbringen wollen. Dabei steht der integrale Ansatz im Vordergrund: Sie sind nach dem Studium imstande, über die eigene Disziplin hinauszuschauen, zusätzliche Anforderungen aus den Bereichen Schallschutz, Brandschutz, Feuchteschutz, Vorfertigung und Montage zu erfassen und in Ihre Arbeitsmethodik aufzunehmen. Kurz gesprochen, Sie lernen das im Holzbau notwendige Vorgehen. Diese Kompetenz macht Sie in der Praxis zu einem sehr gefragten Partner in der Projektplanung. Das Studium hat nicht den Anspruch, Ihre Kompetenz in der Berechnung von Holztragwerken aufzubauen, da das der Stoffumfang und die interdisziplinäre Zusammensetzung des Kurses nicht erlauben. Trotzdem stehen Ihnen in der Betreuung der Projektarbeit und vielen von Bauingenieuren unterrichteten Modulen auch diesbezüglich sehr kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.