TTZ-Aichach-Team präsentierte robotergefertigte und -gefügte Konstruktion aus low-grade Holz

Neuartige Roboter-Holz-Abbundanlage des TTZ Aichach ermöglicht Bauen mit krummwüchsigem Laubholz, Recycling- und Re-Use Elementen
Das New Bauhaus Festival in Weimar ist eine zweitägige Innovationsveranstaltung, die am 2. und 3. September 2026 stattfand. Hier kamen Experten aus Architektur, Immobilienwirtschaft, Wissenschaft, Technologie und Handwerk zusammen, um die Zukunft des nachhaltigen, modularen und digitalen Bauens zu diskutieren und zu gestalten.
Schwerpunkte der Veranstaltung waren:
- Neue Technologien & KI: Untersuchung der Auswirkungen von Robotik, Automatisierung und künstlicher Intelligenz auf Design und Konstruktion.
- Modernes Wohnen: Diskussion über modulares und serielles Bauen zur Lösung des Wohnungsmangels.
- Nachhaltigkeit: Erforschung umweltfreundlicher Materialien und Kreislaufwirtschaft.
- Kultur und Kunst: Integration kreativer und kultureller Perspektiven mit hochkarätigen Rednern wie dem Digitalexperten Sascha Lobo.
Das Team des Technologietransferzentrums (TTZ) Digitales Planen und Fertigen im Bauwesen am Standort Aichach der Technischen Hochschule Augsburg hat im Rahmen eines Fachvortrags und eines Forschungsdemonstrators seine neueste, robotergefertigte- und gefügte Konstruktion aus low-grade Holz vorgestellt.
Das sagt der Forscher:
„Am TTZ für Digitales Planen und Fertigen im Bauwesen haben wir eine neuartige Roboter Holz-Abbundanlage entwickelt. Im Gegensatz zu den am Markt befindlichen Abbundanlagen, kann der Roboter mit seinem neuartigen Greifer auch kleinere Holzbauteile bearbeiten. Dies wird insbesondere dem Bauen mit krummwüchsigem Laubholz, Recycling- und Re-Use Elementen gerecht. Zudem kann der Roboter dank dieses speziellen Greifers Bauteile nicht nur bearbeiten, sondern auch fügen, also beispielsweise zu einer vorgefertigten Leichtbauwand oder einem Deckenelement zusammenbauen. Bei diesen Leichtbauelementen setzen wir ebenfalls ein neues, KI-gestützes Verfahren ein, mit dem Kurzhölzer unterschiedlicher Länge von einem Computerprogramm geometrisch so eingeplant werden, dass keine Abschnitte entstehen. Die dabei entstehende Triangulation mit reziproken Knoten ist auch statisch effizient, die klassische aussteifende Beplankung ist hierbei nicht mehr nötig“, sagt Prof. Dr. Christopher Robeller, wissenschaftlicher Leiter im Forschungsfeld Digitaler Holzbau am TTZ Aichach.

