Kostengünstige Ertüchtigung von Kläranlagen

Ein Großteil der bayerischen Kläranlagen wurde bereits im vergangenen Jahrhundert errichtet. Angesichts steigender Anforderungen an die Abwasserreinigung und wachsender Ballungsräume stoßen viele dieser Anlagen zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Eine Verbesserung der Schlammabsetzeigenschaften bieten die Möglichkeit, bestehende Anlagen ressourcenschonend und kosteneffizient zu optimieren, ohne den Neubau zusätzlicher Beckenvolumina.

01.01.2025 - 31.12.2026
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes

Kostengünstige Ertüchtigung von Kläranlagen durch die Verbesserung der Absetzeigenschaften von Belebtschlamm

Unter sogenannten aeroben Granula (aerobic granular sludge, AGS) versteht man kompakte Belebtschlammagglomerate, die grundsätzlich hohe Absetzgeschwindigkeiten ermöglichen. Durch verbesserte Absetzeigenschaften kann die Biomassenkonzentration in der biologischen Stufe idealerweise erhöht werden. Dadurch lässt sich ggfs. die Kapazität der Anlage steigern, ohne die Nachklärbecken erweitern zu müssen.

Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober- (links) der Anlage U (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage U (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage B (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage B (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage S (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage S (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage U (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage U (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage B (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage B (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage S (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage S (eigene Darstellung).

Ziel des Forschungsvorhabens war die wissenschaftliche Begleitung von Kläranlagen, auf denen Verfahren zur Verbesserung der Schlammabsetzeigenschaften bereits im großtechnischen Maßstab eingesetzt werden. Hierfür wurden sechs Beispielanlagen untersucht, deren Betriebsdaten ausgewertet sowie die Erfahrungen der Anlagenbetreiber erhoben wurden. 
Ergänzend dazu wurde eine Reihe von Laboruntersuchungen durchgeführt. Diese umfassten beispielsweise die Bestimmung der Größenverteilung des Belebtschlamms, die Analyse der Absetzeigenschaften sowie die mikroskopische Untersuchung der Schlammstruktur. Die gewonnenen Ergebnisse wurden mit konventionellen Kläranlagen, SBR-Anlagen und Anlagen mit einer Bio-P-Stufe verglichen, die analog untersucht und ausgewertet wurden.

Die Untersuchungen konzentrierten sich primär auf betriebliche Aspekte, die Schlammeigenschaften und den Schlammanfall sowie auf die Auswirkungen des Verfahrens auf zukünftige wasserrechtliche Genehmigungsverfahren entsprechender Anlagen.