NareDeni Großtechnik

Die nachgeschaltete Rest-Denitrifikation (NAREDENI) bietet die Möglichkeit, die Stickstoffelimination bestehender Kläranlagen ohne umfassende Umbauten gezielt zu verbessern. Im Rahmen des Projekts begleitet die Technische Hochschule Augsburg den deutschlandweit ersten großtechnischen NDN-Reaktor auf der Zentralkläranlage Ingolstadt wissenschaftlich. Durch die Auswertung von Betriebsdaten und ergänzende Laboruntersuchungen werden Betriebsstrategien entwickelt und die Übertragbarkeit des Verfahrens auf weitere Kläranlagen untersucht.

01.12.2024 - 31.10.2026
noch ungefüllter NDN-Reaktor mit Blickrichtung zum Ablaufkasten, Rührwerken, Brücke und Zulaufleitung vor Inbetriebnahme im Herbst 2024
Noch ungefüllter NDN-Reaktor mit Blickrichtung zum Ablaufkasten, Rührwerken, Brücke und Zulaufleitung vor Inbetriebnahme im Herbst 2024

Finanzierung über:

  • Bayerisches Landesamt für Umwelt – LfU 
  • Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz – StMUV

Projektpartner:

Zentralkläranlage Ingolstadt ZKA, Dr.-Ing. Schreff (Mayr Ingenieure)

Bearbeitungszeitraum:
2024 - 2026

Beteiligte Personen:
Prof. Dr.-Ing. Rita Hilliges
Benedict Montau, M.Eng
Sophia-Marie Enderle, B.Eng.

Kontakt via:
wasser(at)hs-augsburg.de

Kostengünstige Ertüchtigung von Kläranlagen durch die Verbesserung der Absetzeigenschaften von Belebtschlamm

Unter sogenannten aeroben Granula (aerobic granular sludge, AGS) versteht man kompakte Belebtschlammagglomerate, die grundsätzlich hohe Absetzgeschwindigkeiten ermöglichen. Durch verbesserte Absetzeigenschaften kann die Biomassenkonzentration in der biologischen Stufe idealerweise erhöht werden. Dadurch lässt sich ggfs. die Kapazität der Anlage steigern, ohne die Nachklärbecken erweitern zu müssen.

Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober- (links) der Anlage U (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage U (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage B (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage B (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage S (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahmen des Schlammes aus dem Hydrozyklonober der Anlage S (eigene Darstellung)
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage U (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage U (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage B (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage B (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage S (eigene Darstellung).
Mikroskopische Aufnahme des Schlammes aus dem Hydrozyklonunterlauf der Anlage S (eigene Darstellung).

Ziel des Forschungsvorhabens war die wissenschaftliche Begleitung von Kläranlagen, auf denen Verfahren zur Verbesserung der Schlammabsetzeigenschaften bereits im großtechnischen Maßstab eingesetzt werden. Hierfür wurden sechs Beispielanlagen untersucht, deren Betriebsdaten ausgewertet sowie die Erfahrungen der Anlagenbetreiber erhoben wurden. 
Ergänzend dazu wurde eine Reihe von Laboruntersuchungen durchgeführt. Diese umfassten beispielsweise die Bestimmung der Größenverteilung des Belebtschlamms, die Analyse der Absetzeigenschaften sowie die mikroskopische Untersuchung der Schlammstruktur. Die gewonnenen Ergebnisse wurden mit konventionellen Kläranlagen, SBR-Anlagen und Anlagen mit einer Bio-P-Stufe verglichen, die analog untersucht und ausgewertet wurden.

Die Untersuchungen konzentrierten sich primär auf betriebliche Aspekte, die Schlammeigenschaften und den Schlammanfall sowie auf die Auswirkungen des Verfahrens auf zukünftige wasserrechtliche Genehmigungsverfahren entsprechender Anlagen.