Semester-Projekte: Parametrische Stadtplanung + Urbane Simulation
Digitale Modelle sind längst mehr als reine Entwurfswerkzeuge. Moderne Fertigungstechnologien ermöglichen es heute, digitale Informationen direkt in physische Produkte zu übersetzen. Roboter, parametrische Werkzeuge und automatisierte Fertigungsabläufe schaffen dabei neue Möglichkeiten für Architektur, Design und Bauwesen.

Die Projekte dieses Themenfelds beschäftigen sich mit parametrischer Stadtplanung und urbanen Simulationsmodellen. Ziel ist es, Entwurfsvarianten systematisch zu erzeugen, zu bewerten und miteinander zu vergleichen.
Am Beispiel des Berliner Schumacher Quartiers wurden unterschiedliche städtebauliche Konzepte entwickelt und anhand definierter Leistungskennzahlen untersucht. Parametrische Modelle generieren dabei automatisch Gebäudevolumen, Straßenräume, Grünflächen und Nutzungskonzepte. Anschließend werden diese Varianten anhand ökologischer, sozialer und energetischer Kriterien bewertet.
Die Projekte verdeutlichen, dass Stadtplanung zunehmend zu einem datenbasierten Entscheidungsprozess wird. Dichte, Verschattung, Energiebedarf, Photovoltaikpotenziale, Grünraumqualität oder Erreichbarkeit von Infrastruktur werden quantitativ analysiert und können dadurch objektiver in die Planung einfließen.
Der parametrische Ansatz macht dabei insbesondere Zielkonflikte sichtbar. Häufig verbessert eine Entwurfsentscheidung einen Aspekt, verschlechtert jedoch einen anderen. Digitale Werkzeuge helfen dabei, diese Wechselwirkungen verständlich darzustellen und ausgewogene Lösungen zu entwickeln.