Projektgalerie | 23. E2D Werkschau
Im Rahmen der 23. E2D Werkschau werden ausgewählte Studierendenprojekte auch digital präsentiert. Die Ausstellung macht die Vielfalt der bearbeiteten Aufgaben sichtbar und zeigt, wie architektonische, konstruktive, bauphysikalische und ressourcenbezogene Fragestellungen im integralen Planungsprozess zusammengeführt werden.
Wie können Gebäude architektonisch überzeugen und gleichzeitig einen maximalen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Wie lassen sich Neu- und Bestandsbauten so planen, dass sie hohen Komfort bieten, nur minimale Umweltauswirkungen verursachen und Ressourcen im Sinne einer Circular Economy möglichst lange im Kreislauf halten?
Die 23. E2D-Werkschau präsentiert Antworten auf diese Fragen und gibt Einblicke in die vielfältigen Projekte der Studiengänge Energieeffizientes Planen und Bauen (E2D) sowie Energie Effizienz Design (E2D). Die Ausstellung zeigt die kontinuierlich wachsende Komplexität des integralen Planens und Bauens: von den ersten Übungen zu Raumgestaltung und Konstruktion über klima- und standortgerechte Entwurfskonzepte bis hin zur Verknüpfung von Gebäudehülle, Tageslichtnutzung, Innen- und Außenraumqualität, Ressourceneffizienz, Kreislauffähigkeit, Ökobilanzierung sowie bauphysikalischen und gebäudetechnischen Anforderungen.
Im Mittelpunkt steht dabei die zentrale Herausforderung nachhaltiger Architektur: Wie gelingt ein Entwurfsprozess, der die Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen berücksichtigt, ihre Wechselwirkungen sichtbar macht und zu ganzheitlich optimierten Lösungen führt?

Begleitprogramm
Dienstag 27.10.2026, 17:00 Uhr, Raum C 1.11
Gastvortrag Von der grauen Energie zum digitalen Produktpass
Holger König berichtet über die Entwicklung der Umweltbilanzen auf Gebäude- und Produktebene.
Dienstag 03.11.2026, ab 16:30 Uhr, Raum C 1.11
Masterpräsentationen und Gastvortrag
16:30 Uhr: Masterpräsentationen. E2D-Masterstudierende präsentieren ihre Abschlussarbeiten.
18:00 Uhr: Gastvortrag Mein Weg von E2D zur Professur
E2D-Alumna Prof. Dr. Franziska Pichlmeier berichtet von ihren beruflichen Stationen bis zur Professur.
1. Semester, Designmethodik 1 - Analyse, Entwurf
Von 0 auf 100 in 6 Wochen: Die Studierenden im ersten Semester "Energieeffizientes Planen und Bauen - E2D" haben bereits im November ihre erste eigene Projektpräsentation mit Bravour gemeistert. Im Modul "Designmethodik 1" ging es zunächst darum, anhand bereits realisierter Gebäude architektonische Konzepte nachzuvollziehen, zu entschlüsseln sowie in Zeichnung und Modell zu kommunizieren. Im Januar dann folgte die zweite Abgabe: Die Studierenden präsentierten ihren ersten eigenen Entwurf "E2D-OnTop - Begegnungsraum für das Bauen" im Rahmen einer großen Ausstellung auf den Fluren der Fakultät. Wir gratulieren zu dem gelungenen Start!
Übung 1: SehenVerstehenDarstellen
Aus der Aufgabenstellung
Analyse eines bestehenden Wohngebäudes.
Lernziele: Sehen Verstehen Darstellen, Umsetzung in zeichnerische und modellbautechnische Darstellung.
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Übung 2: E2D-OnTop: Begegnungsraum für das Bauen
Aus der Aufgabenstellung
Weiterbauen - Entwurf eines Nutzungshybrids
Lernziele: Entwurfsprozesse, Komposition des architektonischen Raums, Wahrnehmungsphänomene, Bauen im Bestand
Die hier präsentierten Entwürfe zeigen visionäre Ideen für ein neues Ausstellungs- und Begegnungsgebäude direkt im Umfeld der Fakultät Architektur und Bauwesen. Die Studierenden standen vor der Herausforderung, eine bestehende, gestalterisch unauffällige Gasdruckregelanlage aufzuwerten. Das Konzept sieht vor, das Technikgebäude einzubinden und durch eine kreative Aufstockung in eine lebendige Schnittstelle zwischen der Fakultät und der Stadt Augsburg zu verwandeln. Entstanden sind vielfältige Entwürfe für einen neuen Ort des Austauschs, Lernens und Begegnens, die als architektonische Leuchttürme in den Stadtraum hineinwirken.
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Betreuung: Prof. Dr. Joachim Müller (Modulleitung), Prof. Dr. Bernhard Irmler, Prof. Michael Schmidt, MA Dipl. Des. Martin Beckers (Modellbau)
1. Semester, Konstruktionsmethodik 1 - Entwurf einer Halle
Aus der Aufgabenstellung
Konstruktiver Entwurf einer Halle, incl. Tragwerk, Fassadendetails und Berechnungen zur Bauphysik der Gebäudehülle
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3. Semester, Integrales Entwurfsprojekt 1 - Wohnen am Campus
Aus der Aufgabenstellung
Effizienz, flexibel, ökologisch: Studierenden-Wohnhaus am Bahnhof Haunstetterstraße Augsburg
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Betreuung
Entwurf: Prof. Wolfgang Huß (Modulleitung), Prof. Dr. Joachim Müller, Dipl. Ing. (FH) Freier Architekt Martin Endhardt, M.Eng. E2D Timo Plachta
Energie/ Bauphysik/ Gebäudetechnik: Prof. Susanne Runkel
3. Semester, Fassadentechnologie - Integraler Entwurf
Aus der Aufgabenstellung
Die Gebäudehülle ist das wichtigste Bauteil eines Gebäudes in Bezug auf Gestaltung, Identität und Nachhaltigkeit. Mit der Fassade werden die meisten energetischen Verluste und Gewinne generiert und mit der steigenden Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden haben sich die Leistungskriterien und Anforderungen an Fassaden enorm erhöht. Eine international agierende Industrie unternimmt große Anstrengungen, um den Anforderungen mit immer neuen Fassadensystemen gerecht zu werden. Die Vielzahl der angebotenen Systeme reagiert auf die unterschiedlichen Klimazonen und berücksichtigt auch die gestiegenen Leistungskriterien im Bereich Wärmeschutz, Schallschutz, Tageslichtversorgung und vieles mehr.
Die Definition von Leistungskriterien, die Auswahl und individuelle Anpassung geeigneter Fassadensysteme zur Erfüllung der zuvor definierten Anforderungen wird zu einer der vielfältigsten und anspruchsvollsten beruflichen Herausforderungen für Architekten und Ingenieure.
Kursinhalt
Erstellung eines Anforderungskataloges und Definition der Innenraumparameter, Fassadenentwurf, Auswahl geeigneter Fassadensysteme, 1:20 Entwurfszeichnungen (3-Tafel), 1:5 Details, sommerlicher und winterlicher Wärmeschutznachweis, Bestimmung des Tageslichtquotienten im Lichtlabor, überschlägige Dimensionierung von Pfosten und Riegel.

Projekt von Line Mertner, Anja Liebert, Simon Koch und Niklas Knapp
5. Semester, Praxisseminar, Stegreifentwurf Raum-Licht-Raum
Aus der Aufgabenstellung
Untersuchung der Komposition und Lichtwirkung in einem Innenraum.
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6. Semester, Umfeldplanung 2 und Master, Umfeldplanung - Augsburger Wege zum Wasser
Aus der Aufgabenstellung
Umfeldplanung für die Augsburger Wege des Wassers.
Studierende des 4. Semesters E2D und Masterstudierende E2D präsentierten zusammen mit dem Welterbebüro ausgewählte Ergebnisse aus den Umfeldplanungsmodulen des Sommersemesters auf dem Augsburger GIS-Forum für Umweltmonitoring.
Umgestaltung des Herkulesbrunnens
Umfrage über die Bedürfnisse und Wünsche der Augsburger Bevölkerung von Carina Winkler, Lara Bauch, Hannah Bourguignon (Bachelor E2D)
Weltschatz Lechkanäle Augsburg
Der Proviantbach - Zwischen Erholung, Natur und UNESCO-Welterbe von Emma Schraml und Katalyn Wieland (Bachelor E2D)
Kraftwerk am Senkelbach
Interviews zur Umgestaltung des UNESCO Weltkulturerbes - Spannungsfeld industrieller Charakter und öffentliche Nutzung von Franziska Merkl und Susann Liegl
Vom verborgenen Wasserwerk zum erlebbaren Welterbe-Ort
Storymap für die Analyse des Unteren Brunnenwerks anhand einer Prognosemethode von Lilli Fontain, Eva Nussrainer (Bachelor E2D)
UNESCO Welterbe
Wasser erlebbar machen von Felix Schmerold und Johannes Grzonka (Master E2D)
Stadtmetz
Wasser-Welterbestätte mit großen Entwicklungspotenzialen von Rebecca Strickmann und Tom Meyer (Master E2D)
Neue Mitte Oberottmarshausen - Ein multifunktionale Orte der Begegnung
Bachelorarbeit WS 2025-26
Integraler Entwurf mit Schwerpunkt Bauen im Kontext einer Ortsmitte, klima- und ressourcengerechte Erweiterung.
Aus der Aufgabenstellung
Durch den Erwerb und Abriss eines ehemaligen Hofes in zentraler Lage bietet sich für die Gemeinde Oberottmarshausen eine einmalige Chance: die Vision einer neuen Ortsmitte mit vielfältigem Nutzungsmix, der die bestehenden Einrichtungen ergänzt, Wohnraum schafft und die Begegnung aller Bürger:innen unterstützt.
Wie könnte dies konkret aussehen? Eine "Kreativwerkstatt" mit Veranstaltungsbereichen für Vereine und andere Gruppen, eine kleine Bibliothek, ein Dorfladen, Zusatzräume für angrenzende Kita und Schule mit Mittagsbetreuung sowie ein breites Angebot für generationenübergreifendes Wohnen. Das Ganze mit einer hohen Qualität der Außenräume auch für gemeinsame Feste: Die Entwicklung einer vitalen Mitte, bei der sich Menschen mit ihren eigenen Ideen einbringen, verhindert den „Donut-Effekt“ mit Ausdünnung des Ortskerns. Die Einbindung in die vorhandenen ortstypischen Strukturen stellt dabei eine wichtige Herausforderung dar, um alte und neue Identität des Ortes miteinander zu verweben.
Der Fokus liegt auf zukunftsweisenden, klima- und ressourcengerechten Konzepten vom Städtebau bis zum Gebäudedetail. Daher sind neben dem Entwurf auch nachhaltige Bauweisen und Konstruktionen im Lebenszyklus, eine Ökobilanz (Global warming potential in CO2-Äquivalenten), ein maximaler Anteil erneuerbarer Energien, Berechnungen zur Energiebilanzierung (nach DIN V 18599 mit dem Mindestziel EH40 oder EH40+), Nachweise des sommerlichen Wärmeschutzes sowie die Konzeption einer minimierten Gebäudetechnik planungsbegleitend zu berechnen und zu optimieren.
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7. Semester, Bachelorarbeit: Treibhausgasneutrale Sanierung und Erweiterung einer Wohnanlage "Hessenbach+" Augsburg
Integraler Entwurf mit Schwerpunkt Bauen im Bestand, Treibhausgas-Neutralität, Konstruktion
Aus der Aufgabenstellung
Die mehrgeschossige Wohnbebauung am Hessenbach in Augsburg steht prototypisch für eine großen Teil des Gebäudebestands. Wie kann solch ein Gebäude zukunftsfähig saniert und erweitert werden mit dem Ziel der Treibhausgas-Neutralität?
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7. Semester, Bachelorarbeit: Revitalisierung und Erweiterung Bahnhof und Bahnhofsumfeld Oberhausen
Integraler Entwurf mit Schwerpunkt Bauen im Bestand, Umfeldvernetzung, Treibhausgas-Neutralität
Aus der Aufgabenstellung
Der Stadtteil Augsburg-Oberhausen befindet sich im Wandel. Soziale Fragen zu Obdachlosigkeit und Suchterkrankungen beeinflussen für viele Menschen die Aufenthaltsqualität am hoch frequentierten Verkehrsknotenpunkt des Bahnhofs. Umzugspläne für den Suchttreff in die nahegelegene St. Johanniskirche stoßen auf unterschiedliche Reaktionen bei Anwohnenden und Stadtgesellschaft. In den hoch verdichteten Wohngebieten sind Ausgleichmaßnahmen für die hohe Hitzebelastung im Sommer sowie energetische Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebestand dringend notwendig. Pläne zur Aufwertung des öffentlichen Raumes und des Gebäudebestandes müssen hier in besonderer Weise mit der sozialen Zusammensetzung der Bevölkerung zusammengedacht werden, u.a. im Hinblick auf die interkulturelle Prägung des Stadtteils als Ankunftsquartier und Heimat für Menschen mit Migrationshintergrund.
Neue gewerbliche Entwicklungen und die wirtschaftliche Dynamik werden sehr wahrscheinlich dazu führen, dass der Bahnhof künftig stärker frequentiert wird. Der leerstehende Seitenflügel des im Stile der Neuen Sachlichkeit erbauten Bahnhofsgebäudes ist deshalb Gegenstand für Planungen, die die Bahnhofsfunktionen mit Impulsen der Stadtentwicklung im Umfeld zusammenführen. Dabei spielen die Zukunftschancen für die Anwohnenden im Stadtteil eine besondere Rolle.
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Master: Konstruktionsmethodik - Energetische Sanierung und Treibhausgasneutralität. Berufsschule Aichach
Modul
Konstruktionsmethodik (Master) im Sommersemester 2026
Aufgabe
Auf dem Weg zur treibhausgasneutralen Schule Berufliche Schulen Wittelsbacher Land, Aichach
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Beteiligte Studiengänge
Die Bachelor- und Masterstudiengänge E2D:
Energieeffizientes Planen und Bauen – E2D (B.Eng.)
Energie Effizienz Design – E2D (M.Eng.)
Gesamtkoordination Werkschau: Prof. Dr. Joachim Müller

































