Schlammstabilisierung
Die Schlammstabilisierung zählt zu den etablierten Verfahren der Abwasserbehandlung. Angesichts veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen, neuer Verwertungswege und steigender Anforderungen an Energieeffizienz und Klimaschutz stellt sich jedoch zunehmend die Frage, welche Anforderungen künftig erforderlich sind. Das Forschungsprojekt analysiert den Stand von Technik und Regelwerk, untersucht Praxisbeispiele aus Bayern und entwickelt fundierte Empfehlungen für den Umgang mit Klärschlamm auf kommunalen Kläranlagen.

Projektnummer: 76e167
Auftraggeber: Bayerisches Landesamt für Umwelt
Projektbearbeitung: Hochschule Augsburg, Prof. Dr. R. Hilliges, M.Sc. J. Kinshofer, M.Sc. M. Endres, Dipl.Ing. M. Brand, in Kooperation mit Ingenieurbüro Dr.-Ing. Schreff, Miesbach
Bearbeitungszeitraum: 2015 - 2016
Beteiligte Personen:
Prof. Dr. Rita Hilliges
Anforderungen an die Schlammstabilisierung auf Kläranlagen
Die Schlammstabilisierung ist seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil der Abwasserbehandlung. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen durch neue Entsorgungswege, steigende Anforderungen an die Energieeffizienz sowie den zunehmenden Fokus auf Klima- und Ressourcenschutz. Vor diesem Hintergrund untersuchte das Forschungsprojekt der Hochschule Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt, welche Rolle die Schlammstabilisierung künftig einnehmen sollte und welche Alternativen insbesondere für kleinere und mittlere Kläranlagen bestehen.
Im Rahmen des Projekts wurden 15 bayerische Kläranlagen analysiert sowie Laboruntersuchungen, Gas- und Geruchsmessungen und Klimabilanzen durchgeführt. Die Ergebnisse liefern eine fundierte Grundlage für die Bewertung von Stabilisierungsverfahren, Nachstabilisierungskonzepten und verschiedenen Entsorgungswegen. Der vorliegende Kurzbericht fasst die wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen für Praxis, Planung und Behörden zusammen.