Methodenlabor n3

Seit dem Wintersemester 2026/2027 bietet die Hochschule an der Fakultät für Angewandte Geistes- und Naturwissenschaften ein neues Bildungsraumkonzept: In zwei Räumen im Gebäude N können praxisnahe Lehrformate umgesetzt werden, um die Professionalisierung der Studierenden zu unterstützen und Handlungssicherheit aufzubauen. 

Begrüßung und kurze Vorstellung des Methodenlabors n3

Überblick über das Methodenlabor

Im „Methodenraum“ (N2.01) sind zwei Settings aufgebaut, ein formales Büro-Setting und ein informelleres Sofa-Setting. In diesen Settings können verschiedene sozialarbeiterische Situationen und Gespräche simuliert werden. Die vom DMZ finanzierte technische Ausstattung ermöglicht es, die Situationen aus verschiedenen Perspektiven zu filmen. Die hochwertigen Videos dienen dann der nach den jeweiligen Lehrinhalten ausgerichteten Reflexion. In geschützten Gruppen von bis zu 14 Personen können die Videos im „Reflexionsraum“ (N2.06) angeschaut und ausgewertet werden. Die Gestaltung und Konzeption der Räume orientiert sich an den spezifischen Anforderungen des Fachbereichs Soziale Arbeit und wurde, gemeinsam mit Studierenden, von den dortigen Professor*innen entwickelt. Die Räumlichkeiten sind jedoch so flexibel konzipiert, dass Lehrinhalte aus verschiedenen Studiengängen praktisch erprobt und reflektiert werden können. Das Methodenlabor kann daher gerne auch von anderen Studiengängen und Fakultäten genutzt werden.

3D-Raumansicht des Methodenraums
3D-Raumansicht des Methodenraums

Highlights des Methodenlabors n3

1. Simulation in praxisnahen Settings: Der Methodenraum ist sowohl mit einer Sofa-Ecke für Hausbesuche, niedrigschwellige Angebote in Tagesstätten oder Jugendhäusern ausgestattet, als auch mit einer Büroeinrichtung für Beratungsgespräche oder Fallbesprechungen.

2. Reflektieren durch Video-Aufnahmen der Simulation: Mit einer modernen Ton- und Kameraausstattung ist eine Übertragung in Echtzeit in den Reflexionsraum oder eine nachträgliche gemeinsame Analyse mit ausgewählten Szenen der Aufzeichnung möglich.

3. Vielseitige Nutzung auch für andere Zwecke möglich: Die Räumlichkeiten können nach Ihren Vorstellungen verwendet werden. Der Reflexionsraum ist beispielsweise ebenfalls für kleine Seminare, Supervisionen, Interviews oder Diskussionsrunden geeignet.

4. Studierende können die Räume eigenständig nutzen: Die Räume sind für Studierende unabhängig von der Lehre nutzbar. Um Zugang erhalten zu können benötigt es nur eine Absprache mit Dozierenden, die die Räumlichkeiten auf- und abschließen.

Der Methodenraum (N2.01)

Im Methodenraum werden Settings im Kontext der Sozialen Arbeit dargestellt, damit Studierende in diesen Räumen Handlungserfahrungen im geschützten Rahmen machen zu können. Die Erprobung von Methoden, Gesprächstechniken oder Gruppenprozessen kann durch im Raum bereitgestelltes Equipment aufgezeichnet werden, um anschließend einen fachlichen Reflexionsprozess zu ermöglichen.

Der Raum ist durch die Ausstattung zweigeteilt. Ein Sofa im ersten Bereich ist nahe an Settings von beispielsweise Hausbesuchen im Kontext sozialpsychiatrischer Hilfen oder bei Familien, Wohngruppensituationen in der Eingliederungs- oder Jugendhilfe, sowie niedrigschwellige Beratungssettings in der offenen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit an Schulen. Die Büromöblierung und Ausstattung im zweiten Bereich erinnert an Büros und Ämter, in denen Beratungen, Hilfeplangesprächen, Kriseninterventionen, Kollegiale Beratung oder Fallbesprechungen stattfinden können.

Der Reflexionsraum (N2.06)

Im Reflexionsraum ist über einen Bildschirm die Übertragung aus dem Methodenraum in Echtzeit möglich, sowie Analysen des aufgezeichneten Materials im Nachhinein. 

Der Raum kann unabhängig vom Methodenraum gebucht werden und auch für Seminare und Sitzungen in kleinerer Runde (bis 14 Personen) gebucht werden. Die vorhandene Küche ermöglicht auch eine kleine selbstbereitete Verpflegung. 

Welche Chancen eröffnen die Räumlichkeiten für Lehrende und Studierende?

Das Methodenlabor n3 schafft Räume, in denen Studierende die gelernte Theorie aus der Lehre in einem geschützten Rahmen praktisch erproben und reflektieren können.

In Literatur und bestehende Konzepte beschreiben solche Räume für Studierende als Förderung von 

  • selbstbestimmtem und eigenverantwortlichem Handeln
  • Handlungssicherheit
  • Beratungskompetenz
  • individuellen Lern- und Entwicklungsprozesse
  • Selbstwirksamkeit
  • Kreativität

Eine große weitere Chance ist die Reflexion, die essenziell für eine professionelle Arbeit und ein zentraler Punkt des Qualitätsstandards professioneller Beratung ist, und deshalb Teil des Konzepts und der Räumlichkeiten ist.

Sie möchten das Professionsatelier n3 nutzen? So geht’s!

Grundsätzlich sind die Räume eigenständig zu nutzen. Es ist kein technischer Support vor Ort. Es steht ein Video-Tutorial zur Verfügung, das den Aufbau und die Nutzung der Technik erklärt. Für individuelle Einführungen in die Technik wenden Sie sich bis Mai 2027 auch an die studentischen Hilfskräfte (siehe unten) und vereinbaren Sie einen Termin.

Für die Buchung der Räume wenden Sie sich an Ines Krüger.

Die Räumlichkeiten des Methodenlabors n3 sind auch von Studierenden eigenständig nutzbar. Überprüfen Sie über Untis oder die Campus-App, ob die Räumlichkeiten zu Ihrer Wunschzeit verfügbar sind. Generell können Lehrende Ihnen Zugang gewähren. Sprechen Sie bitte im Vorhinein ab, wer bereit ist, für Sie auf- und abzuschließen.

Die Räumlichkeiten im Nägele-Bau (N-Gebäude) sind leider ausschließlich über eine Treppe zu erreichen. Als stufenfreie Alternative steht Equipment im Raum H2 1.50 bereit.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die zuständigen studentische Hilfskräfte

Betreuende Professorin

Professoren

Angewandte Geistes- und Naturwissenschaften