Data Science Exkursion - Barcelona
Nach unserer Landung in Barcelona machten wir uns direkt mit der Metro auf den Weg zu unserer Unterkunft, der Residència Universitària SIL. Nach dem Check-in und einer kurzen Erholungspause wartete bereits das erste Highlight der Reise auf uns: das Abendessen im Mirablau. Hoch über den Dächern der Stadt genossen wir ein exquisites, wenn auch etwas teureres Abendessen, das uns dafür mit einem atemberaubenden Blick über das nächtliche Barcelona belohnte.
Am nächsten Morgen starteten wir früh in den Tag, denn der Besuch bei Barcelona Activa stand auf dem Programm. Als eines der bekanntesten Innovationszentren der Stadt unterstützt es Start-ups und lokale Unternehmen gezielt bei ihrer Entwicklung und ihrem Wachstum.


Der nächste Tag begann mit dem Besuch der La Salle Universitat Ramon Llull. Während der Vorträge hatten wir die Gelegenheit, verschiedene Bachelor- und Masterprogramme der Universität kennenzulernen, wobei unser besonderer Fokus auf den Bereichen AI und Data Science lag. Besonderer Wert wurde auf internationale Perspektiven des Studiums, Kooperationsmöglichkeiten sowie Summer Schools gelegt. Der Professor trat mit uns in den Austausch über die zukünftige Entwicklung der künstlichen Intelligenz sowie deren Anwendung im Alltag und Berufsleben. Besonders interessant war die Vorstellung lokaler AI-Modelle und Tools wie GPT4All, die eine lokale Nutzung und Anpassung von Modellen an spezifische Bedürfnisse der Nutzer bei gleichzeitig größerer Kontrolle über die Daten ermöglichen.



Am darauffolgenden Tag stand der Besuch bei SEAT an. Es war tief beeindruckend zu sehen, wie hochgradig automatisiert die Produktion ist und wie perfekt alle Prozesse ineinandergreifen. Auf dem riesigen Gelände wurden wir mit einem Bus von Gebäude zu Gebäude gefahren und erlebten dann bei einer Führung zu Fuß die Hallen hautnah. Ein vertrauter und fast schon heimischer Anblick waren dabei die vielen Kuka-Roboter, die dort präzise ihre Arbeit verrichteten.
Danach besuchten wir die Universitat Abat Oliba CEU, eine wirklich sehr sympathische Universität. Auch wenn sie aktuell noch keine Studiengänge anbietet, die für unsere Fachrichtung in Frage kommen, befindet sich dieser Bereich dort gerade im Aufbau. Am Abend stand schließlich ein verpflichtendes Tapas-Abendessen auf dem Programm. In entspannter Atmosphäre und bei gutem Essen lernten wir uns noch besser kennen.



Besonders spannend war es, mehr über die verschiedenen Unterstützungsprogramme zu erfahren – von Beratungsangeboten und Weiterbildungen bis hin zu finanziellen Fördermöglichkeiten und modernen Arbeitsräumen für junge Unternehmen. Überall spürte man den Unternehmergeist und die Motivation, neue Ideen zu verwirklichen. Es war faszinierend zu sehen, wie aus kleinen Ideen erfolgreiche Projekte und Unternehmen entstehen können, wenn die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Besonders inspirierend fanden wir die zahlreichen Erfolgsgeschichten von Start-ups, die mithilfe von Barcelona Activa ihren Durchbruch geschafft haben und heute international erfolgreich sind.
Die Besichtigung des Stadtzentrums von Barcelona hinterließ bereits bei unserer Ankunft einen starken Eindruck. Während unseres Spaziergangs durch verschiedene Teile der Stadt hatten wir die Möglichkeit, die authentische Atmosphäre Barcelonas, ihre Energie, Dynamik sowie die Verbindung von Geschichte und modernem Lebensstil zu erleben. Wir besuchten die beeindruckende Basílica de la Sagrada Família, deren Architektur selbst von außen atemberaubend wirkt.

Der Tag führte uns anschließend spontan zum Strand, der zu den schönsten und entspanntesten Momenten unserer Freizeit gehörte. Trotz der Wassertemperatur von 18 Grad trauten wir uns ins kühle Nass und genossen anschließend die Sonne und die entspannte Atmosphäre am Strand.
Nach dem Strandbesuch machten wir uns auf den Weg zum Montjuïc, einem Ort, der aufgrund seiner reichen Geschichte, kulturellen Bedeutung und des einzigartigen Ausblicks auf die Stadt einen besonderen Stellenwert für die Einwohner Barcelonas hat. Montjuïc war im Laufe der Geschichte ein wichtiger Teil der Identität Barcelonas – von den Olympischen Spielen 1992 bis hin zu den zahlreichen Museen, Parks und kulturellen Veranstaltungen, die dort bis heute stattfinden. Während wir auf den Stufen saßen und die Sonne genossen, sorgten Gesang und Gitarrenklänge im Hintergrund für eine besondere Atmosphäre, die diesen Tag auf schöne Weise abrundete.

Der Freitag startete für uns alle unterschiedlich früh – was wohl auch daran lag, dass wir den Vorabend in vollen Zügen ausgegangen waren. Ein Teil der Gruppe unternahm einen entspannten Morgenspaziergang zu einem kleinen Park. Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Unterkunft starteten wir mit einer Tour durch zwei bis drei gemütliche Läden im Viertel Gràcia, bevor wir Barcelonas größten Flohmarkt, den Mercat dels Encants, ansteuerten. Dort trafen wir auch auf die anderen Studierenden. Für den restlichen Tag teilten wir uns auf: Unser absolutes Highlight war die Besichtigung der Casa Batlló, eines weiteren Meisterwerks Gaudís. Danach ließen wir den Nachmittag entspannt am Hafen ausklingen. Unser letztes großes gemeinsames Abendessen verbrachten wir in einem typisch spanischen Restaurant, bevor wir die Reise gebührend in einer Bar und schließlich in einem Club ausklingen ließen.
Am Samstag hieß es dann schließlich Abschied nehmen. Lufthansa, Vueling oder Ryanair brachten uns sicher wieder nach Deutschland.