futuRETRO 2026 - Ein Rückblick auf das Wochenende der Retro‑Computing-Community

Am Samstag eröffnete Michael Spindler die Vortragsreihe und erläuterte, wie die Amiga‑Plattform durch Amiga-Unix für neue Anwendergruppen zugänglich gemacht werden sollte und welche Möglichkeiten dies für professionelle Anwendungen bot. Danach setzte Philip Zembrod mit seinem Vortrag „cc64 – ein Small‑C‑Compiler, der auf C64 und Verwandten läuft“ fort und zeigte, wie die Forth‑Programmiersprache die kompakte Compiler‑Entwicklung erleichtert. Harald Aichinger stellte die „Tyrannei der Zahlen“ vor und zeigte, wie Mikrochip‑Technologie die Demokratisierung von Computertechnologie vorantrieb. Martin Krohn präsentierte einen Minimal‑68030 Single Board Computer, der Linux ausführt, wobei der Fokus auf Minimalismus und der Glue‑Logik zwischen den wenigen verwendeten integrierten Schaltkreisen lag. Dirk Kahnert demonstrierte die datenarchäologischen Untersuchungen live am K8915‑Terminal, was die Komplexität solcher detaillierten Analysen unterstrich. Der Abend wurde von Petro Tyschtschenko geprägt, der seine persönliche Geschichte sehr emotional als Zeitzeuge des Commodore/Amiga‑Zeitalters teilte und damit den Höhepunkt des Tages darstellte.
Zwischen den Vorträgen konnten die Besucher und Teilnehmer an den zahlreichen Ausstellungs-ständen Retro‑Hardware, Peripherie und Peripheriegeräte aus den 70‑/80- und 90er‑Jahren besichtigen und ausprobieren. Das Programm endete am Samstag mit einem gemeinsamen Abendessen und anregenden Gesprächen.
Der zweite Tag war von intensiven Gesprächen und Austausch an den User-Tischen geprägt.
Die futuRETRO 2026 bleibt ein bedeutendes Ereignis für die Retro‑Community, das technische Innovationen mit persönlicher Geschichte verbindet und die Vergangenheit lebendig hält. Nähere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden sich immer unter https://futuretro.org/.
Thorsten Schöler/THA