Funkenwerk Award 2026: THA und LEW zeichnen die besten Gründungsideen bayerisch-schwäbischer Hochschulen aus
Von der ersten Idee zum erfolgreichen Unternehmen: Mit dem Funkenwerk Award 2026 powered by LEW hat die Technische Hochschule Augsburg (THA) am Donnerstagabend, 29. Oktober, die vielversprechendsten Gründungsideen aus dem Hochschulverbund Bayerisch-Schwaben ausgezeichnet. Aus insgesamt 30 Bewerbungen hatten sich sieben Teams für das Finale qualifiziert. Sie präsentierten in Live-Pitches ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury und dem Publikum an der THA. Auszeichnungen wurden in den Kategorien „Innovation & Impact“, „Female Entrepreneur“ und „LEW Future Energy & Smart Infrastructure“ vergeben, außerdem wurde ein Publikumspreis verliehen.

Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner des Funkenwerk Awards 2026:
Award „Female Entrepreneur“
Der Award in der Kategorie „Female Entrepreneur“ ging an Anna Sigl, Xenia Pietsch und Nils Kühl von der THA. Mit ihrer Geschäftsidee „Floevo“ übersetzen sie wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie in personalisierte Alltagsaufgaben, sogenannte Quests. Die App berücksichtigt persönliche Ziele und Eigenschaften ebenso wie die aktuelle Situation – etwa verfügbare Zeit und Energie – und soll so die Integration von gesundheitsfördernden Gewohnheiten in den Alltag unterstützen.
Award „LEW Future Energy & Smart Infrastructure“
Den Preis der LEW erhielt „HIMMA“ um Philipp Ecker und Mahmoud Abuisaac von der THA. Das Team überzeugte mit einer Softwarelösung für nachhaltiges Bauen. Digitale Gebäudemodelle dienen als gemeinsame Datenbasis für Architektur, Fachplanung und Energieberatung. So sollen Planungsfehler und Mehrfacherfassungen reduziert und Energiebedarf, Kosten sowie Umweltwirkungen bereits vor dem Bau oder der Sanierung besser bewertet werden können. Zusätzlich zur Auszeichnung erhält das Team individuelles Feedback und ein auf sein Gründungsvorhaben zugeschnittenes Coaching durch Fachleute der LEW.
Award „Innovation & Impact“
Der Award in der Kategorie „Innovation & Impact“ würdigt Gründungsvorhaben, die technologische Innovationskraft mit wirtschaftlichem Potenzial und gesellschaftlichem Mehrwert verbinden. Nils Söder, Shabbir Maimoon, Aman Kumar und Gaurav Singh erhielten den Award für „Zahln“. Sie entwickeln eine digitale Bezahl-Infrastruktur für den Hochschulcampus. Studierende sollen per QR-Code oder NFC bezahlen können; Mensa, Automaten, Copyshops und weitere Campusdienste sollen in einem System zusammengeführt werden.
Publikumspreis
Auch das Publikum konnte seinen Favoriten wählen. Die meisten Stimmen erhielt das Projekt „eJugend-Akte“ von Lukas Funk, Simon Kalka, Bjarne Koprowski und Benedikt Holland. Sie überzeugten mit einer webbasierten Software, die die Organisation von Dokumenten, Terminen und Fristen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe digitalisiert. Aus einer Lösung für eine konkrete Einrichtung soll ein modulares, auf unterschiedliche Träger anpassbares Produkt entstehen.
Aus Geistesblitzen werden Zukunftsunternehmen
Schirmherr und Digitalminister Dr. Fabian Mehring betonte in seiner Keynote die Bedeutung von Gründergeist, Innovationskraft und starken regionalen Partnerschaften.
Staatsminister Dr. Mehring: „Die Welt von morgen beginnt mit den Geistesblitzen von heute. Genau das beweisen die Gewinnerinnen und Gewinner des Funkenwerk Awards. Sie haben nicht nur gute Ideen, sondern auch den Mut, daraus etwas Großes zu machen. Die besten Innovationen entstehen dort, wo kluge Köpfe auf mutige Macher treffen. Damit aus einem Funken ein wirtschaftliches Feuerwerk wird, müssen Wissenschaft, Start-ups und Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen. Das gelingt in unserer Region beispielhaft: Wir bringen Wissen in die Wirtschaft, Ideen auf den Markt und Innovationen auf die Überholspur. So entstehen aus den Geistesblitzen von heute die Unternehmen und Arbeitsplätze von morgen. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Preisträger!“
Mit dem Funkenwerk Award und ihrer Kooperation möchten THA und LEW junge Talente fördern, innovative Gründungsvorhaben sichtbar machen und den Wissenstransfer zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft stärken. Die LEW unterstützt den Wettbewerb 2026 erstmals als Kooperationspartner mit einer eigenen Preiskategorie und praxisnahen Coaching-Angeboten.
„Der THA_funkenwerk Award powered by LEW hat gezeigt, mit wie viel Kreativität, Leidenschaft und Unternehmergeist die Finalteams ihre Ideen vorantreiben. Dieser Gestaltungswille verbindet uns: Auch bei der LEW erleben wir seit Generationen, was entstehen kann, wenn Menschen neue Möglichkeiten sehen und ihnen Gestalt geben. Als Partner des THA_funkenwerks freuen wir uns darauf, diesen Ideen auch auf ihrem weiteren Weg Rückenwind zu geben“, sagt LEW-Vorstand Dr. Dietrich Gemmel.
Die THA zählt mit ihrem Institut für Gründung und Innovation, dem THA_funkenwerk, zu den gründungsstärksten Hochschulen Deutschlands. Das Institut begleitet Studierende, Forschende und Gründungsinteressierte von der Entwicklung einer ersten Idee bis zur konkreten Unternehmensgründung. „Im THA_funkenwerk begleiten wir Gründungsteams dabei, aus Ideen tragfähige Vorhaben zu entwickeln. Mit der LEW haben wir einen Partner gewonnen, der Praxisnähe, regionale Verantwortung und wertvolle Perspektiven für die weitere Entwicklung unserer Teams einbringt“, sagt Prof. Dr. Christoph Buck, wissenschaftlicher Leiter des THA_funkenwerks.
Ein starkes Gründungsökosystem für Bayerisch-Schwaben
Der Funkenwerk Award ist zugleich ein Schaufenster für die Innovationskraft der Hochschulregion Bayerisch-Schwaben. Neben den Live-Pitches präsentierten beim Funkenwerk Community Meetup weitere junge Teams ihre Entwicklungen. Vertreten waren unter anderem Gründungsvorhaben aus dem Funkenwerk Inkubator, Teilnehmerinnen des Förderprogramms EXIST-Women/HerVenture sowie bereits erfolgreiche Alumni-Start-ups der THA.
Mit ihrer Zusammenarbeit wollen die THA und die LEW das regionale Innovations- und Gründungsökosystem nachhaltig stärken. Die Kooperation knüpft an die Initiative „MittelstandMacher“ an, die junge Talente, Hochschulen und mittelständische Unternehmen zusammenbringt. Das gemeinsame Ziel: Innovative Ideen sollen nicht an den Hochschulen verbleiben, sondern ihren Weg in konkrete Anwendungen, tragfähige Geschäftsmodelle und die regionale Wirtschaft finden.