Nachhaltigkeitsmonitor

Die Technische Hochschule Augsburg (THA) und die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH (Regio) realisierten gemeinsam ein Projekt zur laufenden Erhebung des Status quo in Sachen Nachhaltigkeit bei Unternehmen und weiteren Organisationen in der Region Augsburg. Die Herangehensweise, ein solches Monitoring auf eine Region zu beziehen, ist deutschlandweit einmalig.

01.03.2023 - 31.03.2027

Projektbeschreibung

Das Thema Nachhaltigkeit rückt immer mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses. Insbesondere Unternehmen und öffentliche Einrichtungen müssen ihre Maßnahmen und Beiträge dazu darlegen, sei es aufgrund von rechtlichen Auflagen oder aufgrund der gesellschaftlichen Erwartungshaltung. Im Wirtschaftsraum Augsburg A³ (Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg) gibt es seitens der Regio bereits viele Angebote, die Wirtschaftsakteure dabei unterstützen, sich in Sachen Nachhaltigkeit besser aufzustellen. Auch die THA greift seit vielen Jahren das Thema Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Transfer auf.

Doch was es im Wirtschaftsraum Augsburg – wie auch in anderen Regionen – bislang nicht gibt, ist ein regelmäßiges Monitoring des Status quo der Nachhaltigkeit. Hierzu wurde in enger Kooperation zwischen der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und der Technischen Hochschule Augsburg ein sogenannter „Nachhaltigkeitsmonitor” entwickelt. Der Freistaat Bayern förderte das Projekt der Regio mit 300.000 Euro für eine Laufzeit von drei Jahren.

Meilensteine

Projektstart15.05.2023Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und die Technische Hochschule Augsburg informieren über den Projektstart in einer gemeinsamen Presseinformation. 
Umfragen18.10.2023-17.12.2023Mit dem Nachhaltigkeitsmonitor wird künftig jährlich der Grad der Nachhaltigkeit der (Wirtschafts-)Akteure in der Region erfasst und aggregiert. Deswegen ist es erfolgskritisch, dass möglichst viele Akteure sich an den Umfragen beteiligen. So nur entsteht ein realistisches Bild der Nachhaltigkeit in der Region Augsburg. 
 01.11.2024-16.02.2025 
 18.10.2023Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und die Technische Hochschule Augsburg informieren über den Start der ersten Erhebung des Nachhaltigkeitsmonitors in einer gemeinsamen Presseinformation. 
Abschlussbericht27.02.2026Abschlussbericht zum “Nachhaltigkeitsmonitor A3”, Autoren: Prof. Dr. Sabine Joeris, Natalie Notzon, Johannes Schindlbeck 

Die Konzeption

Im Rahmen des studentischen Projekts im Studiengang Applied Research (M. Sc.) zur Weiterentwicklung des CSR-Barometers der Regio, einem modernen Online-Tool zur Selbsteinschätzung der Nachhaltigkeit eines Unternehmens, das im Jahr 2022 unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Sabine Joeris von der School of Business durchgeführt wurde, kam die Idee auf, einen Nachhaltigkeitsmonitor zu konzipieren, der ein regelmäßiges Monitoring der Nachhaltigkeit einer ganzen Region – dem Wirtschaftsraum Augsburg – ermöglicht.

Das Projekt Nachhaltigkeitsmonitor ging dabei über den unternehmerischen Bereich hinaus, es bezog grundsätzlich alle Akteure ein, die Daten zu ihrem Nachhaltigkeits-Status liefern können. In der jährlichen Zusammenschau dieser Informationen zum regionalen Status quo entstand über die Jahre ein nachvollziehbarer Entwicklungspfad in Sachen Nachhaltigkeit. Und aus den jährlichen Resultaten wurden im nächsten Schritt der Analyse weiterführende Handlungsempfehlungen für die Region und ihre Akteure abgeleitet, bspw. auf der Basis von Stärke-Schwäche-Analysen.

Der entwickelte Monitor orientiert sich an aktuellen Nachhaltigkeitskriterien – u.a. den 17 SDGs der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals), dem DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex), gängigen Nachhaltigkeitsreporting-Standards, den relevanten ISO-Normen sowie anderen relevanten Quellen (wie kommunalen Kriterienkatalogen zur Nachhaltigkeit). Zentrale Datenbasis stellen die Nachhaltigkeitsdaten aller Akteure in der Region A³ dar, die Daten zu ihrem Nachhaltigkeits-Status liefern konnten.

Die Erkenntnisse aus dem Nachhaltigkeitsmonitor – die im Wesentlichen auf den regional aggregierten Auswertungen der Daten basieren – mündeten in regionale Handlungsempfehlungen , die den einzelnen Akteuren als Grundlage für die selbständige Ableitung eigener Aktionen dienen können, aber auch als Basis für regionale oder branchenspezifische Ansätze zur Verbesserung der Nachhaltigkeit.

Handlungsempfehlungen zur Förderung des Nachhaltigen Wirtschaftens

Für die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH bieten die abgeleiteten Handlungsempfehlungen die Grundlage für übergreifende (Informations-)Angebote zur Förderung des Nachhaltigen Wirtschaftens und der Nachhaltigkeit in der Region – in Form von medialen Angeboten, Veranstaltungen oder auch als Anregungen für Dritte wie (Weiter-)Bildungsanbieter.

Die Erkenntnisse aus dem Monitor sollen ferner genutzt werden, um gezielt das Image der Region Augsburg als nachhaltigen Wirtschaftsstandort zu verstärken – und um über diesen wichtigen Imagefaktor beispielsweise Fachkräfte an die Region zu binden bzw. neu für die Region zu gewinnen.

Eine Übersicht der umgesetzten Projekte und der Maßnahmen, die sich noch in der Planung befinden, findest du auf der Website der Regio zum Thema "Nachhaltiges Wirtschaften in A3 - Nachhaltigkeitsmonitor.

Wenn du weitere Informationen zum Thema möchtest, dann findest du sie hier: “Nachhaltiges Wirtschaften in A3 - Werte schöpfen durch nachhaltiges Wirtschaften”.

Nachhaltigkeit wirkt

Im Themenfeld Nachhaltigkeit sind Expertisen aller Fachrichtungen gefragt, damit die zentralen Transformationsprozesse hin zu einer nachhaltigen Entwicklung gelingen.

Dies kommt im F&E-Projekt „Erstellung eines Nachhaltigkeitsmonitors für die Region Augsburg“ zum Ausdruck: Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Technischen Hochschule Augsburg engagieren sich fächerübergreifend mit ihren unterschiedlichen Fachexpertisen, Berufs- und Lebenserfahrungen – das gemeinsame Ziel fest im Blick: Den Status quo bei (Wirtschafts-)Akteuren in Sachen Nachhaltigkeit in der Region Augsburg zu erfassen und daraus Handlungsempfehlungen für eine noch nachhaltigere Region abzuleiten.