Funkenwerk empfängt algerische Delegation: Internationaler Austausch zu Gründung, Innovation und Technologietransfer

Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Algerien besuchen die Technische Hochschule Augsburg, um Einblicke in Gründungsförderung, Entrepreneurship Education und Technologietransfer zu erhalten. Das Funkenwerk stellt die Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Start-ups und regionaler Wirtschaft vor.
22.10.2026

Wie lassen sich Innovationen fördern, technologieorientierte Start-ups unterstützen und Hochschulwissen in die Wirtschaft übertragen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine algerische Delegation, die am Donnerstag, 22. Oktober 2026, die Technische Hochschule Augsburg (THA) besucht. Das Institut für Gründung und Innovation – Funkenwerk organisiert das Programm in Augsburg und stellt vor, wie die Hochschule Gründungsförderung, Entrepreneurship Education und Technologietransfer mit dem regionalen Innovationsökosystem verbindet.

Die rund 20-köpfige Delegation setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des algerischen Ministeriums fürWissenswirtschaft, Start-ups und Kleinstunternehmen, Hochschulinkubatoren, Innovationszentren sowie technologieorientierten Unternehmen und Start-ups zusammen. Die Studienreise findet vom 19. bis 23. Oktober 2026 im Rahmen des Projekts „Grüne und digitale Wirtschaftsentwicklung Algerien“ statt. Das Projekt wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gemeinsam mit dem algerischen Ministerium durchgeführt. Neben Augsburg gehören München und Nürnberg zu den Stationen der Reise.

Der Besuch steht zugleich im Kontext der Hightech Agenda Bayern, mit der der Freistaat die Zukunftsfähigkeit des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Bayern stärkt. Der internationale Austausch bietet Gelegenheit, Erfahrungen zur Förderung von Innovation und Unternehmertum zu teilen und Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Start-ups und Unternehmen über Ländergrenzen hinweg auszuloten. Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Algerien gewinnt vor dem Hintergrund der im Juni 2026 vereinbarten bilateralen Zusammenarbeit an Bedeutung.

Gruppenfoto der algerischen Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern der THA

Das Funkenwerk als Schnittstelle zwischen Hochschule, Gründung und Wirtschaft

Zum Auftakt an der THA erhalten die Gäste einen Einblick in die Hochschule und das Funkenwerk. Vorgestellt werden die Angebote zur Gründungsförderung und Hochschulinkubation, Entrepreneurship Education sowie Ansätze, mit denen wissenschaftliche Kompetenzen und unternehmerische Ideen in die Anwendung gelangen können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vernetzung mit Unternehmen. Am Beispiel des Projekts MittelstandMacher wird deutlich, wie die THA den Austausch zwischen Wissenschaft, Start-ups und mittelständischen Unternehmen unterstützt und Innovationspotenziale aus unterschiedlichen Perspektiven zusammenführt. Der Besuch bietet damit auch Gelegenheit, Erfahrungen zur Gestaltung regionaler Innovationsstrukturen auszutauschen.

„Der Transfer von Wissen und Technologien gelingt besonders gut, wenn Hochschulen, Gründungsteams und Unternehmen miteinander in Kontakt kommen und gemeinsam an Zukunftsfragen arbeiten. Mit dem Funkenwerk schaffen wir dafür an der THA vielfältige Anknüpfungspunkte – von der ersten Gründungsidee über die Unterstützung von Start-ups bis hin zur Zusammenarbeit mit Unternehmen“, sagt Prof. Dr. Christoph Buck, wissenschaftlicher Leiter des Funkenwerks.

Das Augsburger Innovationsökosystem erleben

Im Anschluss an den Austausch an der Hochschule besucht die Delegation die Hackerkiste in der DZ.S Founders Factory. Dort lernen die Gäste einen weiteren Teil des Augsburger Innovationsökosystems kennen und können mit Start-ups, Technologieunternehmen und weiteren Akteuren ins Gespräch kommen.

Geplant sind unter anderem Besuche bei process era, dem Funkenwerk LAB und Open Hippo. Ergänzend können die Teilnehmenden ausgewählte Vorträge und Barcamp-Angebote der Hackerkiste besuchen. Die Themen reichen von KI-gestützter Produktentwicklung bis hin zu Fragen der Innovationsförderung. Mit Fabio Bove von FarmAct und Jules Rau von process era sind zudem Alumni-Teams der THA im Programm der Hackerkiste vertreten.

Die Verbindung aus Hochschulbesuch, persönlichen Gesprächen mit Gründungsteams und Einblicken in ein Netzwerkformat soll der Delegation unterschiedliche Wege zeigen, wie Innovation in der Region unterstützt und Zusammenarbeit praktisch gestaltet wird.

Austausch als Ausgangspunkt für künftige Kooperationen

Der Besuch ist Teil einer Studienreise, die den internationalen Dialog über grüne und digitale Wirtschaftsentwicklung stärken soll. Für die THA bietet der Austausch die Möglichkeit, ihre Aktivitäten in Gründung, Innovation und Transfer international sichtbar zu machen und Erfahrungen mit Akteuren aus Algerien zu teilen.

Zugleich eröffnet die Begegnung Perspektiven für den weiteren Austausch zwischen bayerischen und algerischen Hochschulen, Innovationszentren, Start-ups und Unternehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich regionale Stärken und unterschiedliche Erfahrungen nutzen lassen, um Innovation und unternehmerische Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg weiterzuentwickeln.