Im Projekt MAXIM arbeitet ein interdisziplinäres Projektteam daran, Lösungen zu entwickeln, die Bekleidungsabfälle vermeiden und gleichzeitig ökologische, ökonomische und soziale Vorteile für alle beteiligten Akteure schaffen.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung anwendungsorientierter Visionen und Geschäftsmodelle zur Abfallvermeidung im Textilsektor. Dabei werden zentrale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Konsum einbezogen.
Im Projekt werden in drei aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen mithilfe sozialwissenschaftlicher und ökobilanzieller Methoden Einflussfaktoren und Handlungsspielräume entlang der textilen Wertschöpfungskette untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Workshops zur Visionsentwicklung sowie in sogenannten Thinking-at-the-edge-Werkstätten weiterentwickelt und in anwendungsnahe Geschäftsmodelle und Handlungsempfehlungen überführt.
Ein Schwerpunkt liegt auf integrativen Geschäftsmodellen und Bildungsinhalten, die Verhaltensänderungen im Konsum unterstützen, ressourcenschonende Produktionsweisen fördern und neue Marktmechanismen für nachhaltige Textilien stärken.
Im Projekt wird außerdem ein zentrales Spannungsfeld des Textilsektors untersucht: Einerseits sollen Konsum und Abfall reduziert werden, andererseits braucht es Innovationen und wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle. Das Projektteam verfolgt deshalb einen Sowohl-als-auch-Ansatz und entwickelt Geschäftsmodelle, die gezielt auf Abfallvermeidung ausgerichtet sind.
Die wissenschaftliche Arbeit umfasst unter anderem ökologische Bewertungen relevanter Textilien, Analysen von Akteurs- und Einflussfaktoren entlang der textilen Wertschöpfungskette sowie die Entwicklung praxisnaher Visionen und Geschäftsmodelle in transdisziplinären Workshops. Ergänzend werden Bildungsinhalte erarbeitet, Wissenstransfer in Praxis und Bildung unterstützt und politisch anschlussfähige Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Das Projekt MAXIM – Lösungen zur Minimierung von Bekleidungsabfällen zum MAXIMalen Nutzen aller Akteure wurde von der bifa Umweltinstitut GmbH initiiert und wird gemeinsam mit dem Wuppertal Institut im Rahmen der DATIpilot Innovationscommunity Circular Textiles durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.