März 2026: Alumnus Benjamin Moll

 
Benjamin Moll - Alumnus - Weiterbildung - Zertifikat Betriebswirt/-in im Gesundheits- und Sozialbereich - berufsbegleitend - Technische Hochschule Augsburg
Foto: Benjamin Moll

 

Steckbrief

Name: Benjamin Moll

Berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium: 
Betriebswirt/-in im Gesundheits- und Sozialbereich (Zertifikat)

Berufsbezeichnung: Sozialpädagoge B.A., stellvertretende Einrichtungsleitung

Unternehmen: RehaVerein für soziale Psychiatrie Donau-Alb e.V., tätig im Sozialpsychiatrischen Wohnverbund Heidenheim

 
 
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Erzählen Sie uns zunächst etwas über sich. Wie war Ihr bisheriger beruflicher Werdegang?

Ich habe 2009 mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Sozialpsychiatrischen Wohnverbund Heidenheim begonnen und anschließend an der Dualen Hochschule Heidenheim Soziale Arbeit studiert. Nach meinem Studienabschluss war ich bis Januar 2026 als Wohngruppenmitarbeiter und Teamkoordinator tätig. Ab diesem Zeitpunkt übernahm ich die stellvertretende Leitung der Einrichtung.

Welche Aufgaben hatten Sie vor bzw. während Ihres Studiums in Ihrem Unternehmen? Haben sich diese durch Ihr Studium verändert?

Der Sozialpsychiatrische Wohnverbund Heidenheim ist eine besondere Wohnform für psychisch kranke Erwachsene. Während meines Studiums an der THA arbeitete ich hier weiterhin als Wohngruppenmitarbeiter. Meine Aufgaben umfassten Alltagsbegleitung, Krisenprävention, Maßnahmenplanung, den Kontakt mit Kooperationspartnern sowie Projektplanungen und verschiedene Gremienarbeiten. Durch den Wechsel in die Leitungsebene ab 2026 haben sich diese Aufgaben entsprechend in die für diese Stelle typischen Bereiche verlagert.

Was hat Sie motiviert, neben Ihrer beruflichen Tätigkeit an der Hochschule Augsburg den Weiterbildungsstudiengang zu besuchen?

Durch den absehbaren Rentenbeginn der vorherigen Einrichtungsleitungen wurde innerhalb des Vereins bereits im Vorfeld nach geeigneten Interessenten für eine eventuelle Nachfolge gesucht. Diese sollten gezielt auf die neue Position vorbereitet werden. Dies betraf mich und einen weiteren Kollegen, der nach Abschluss seines Studiums an der THA die Leitung der Einrichtung übernommen hat.

Anfangs lag der Fokus bei der Suche nach möglichen Weiterbildungen eher auf Tagesfortbildungen, doch nach etwas Recherche wurde der Vorteil einer umfassenderen Ausbildung deutlich. Daher suchten wir gezielt nach Weiterbildungen und Studiengängen, um unser Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Durch einen Hinweis wurden wir auf den Zertifikatsstudiengang an der THA aufmerksam. Dieser wurde ausgewählt, da die Hoffnung bestand, dass das vermittelte Wissen durch eine Hochschule auf einem hohen und aktuellen Niveau ist. Diese Hoffnung hat sich vollumfänglich erfüllt.

Welche im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen können Sie in Ihrer Tätigkeit anwenden?

Als Wohngruppenmitarbeiter und Sozialpädagoge hatte ich nur wenig Wissen im Bereich der Betriebswirtschaft. 

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Das gewonnene Wissen zu Themen wie Personalführung/Personalmarketing, professionelles Prozess- und Zeitmanagement, Betriebswirtschaft, Qualitätsmanagement und vielen weiteren, die für mich als Wohngruppenmitarbeiter nur von nebensächlicher Bedeutung waren, hat mir den Einstieg in meine neue Rolle als stellvertretende Leitung sehr erleichtert.

Dadurch konnte ich Prozesse und Hintergründe schneller verstehen und durch das vermittelte Wissen entstanden viele neue Ideen und Sichtweisen, wie bestehende Systeme verbessert werden könnten und wo ich meinen Fokus zukünftig legen sollte.

Wie haben Sie die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Privatleben während des Studiums erlebt?

Schon vor dem Studium hatte ich meine Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden reduziert. Währenddessen hatte ich ein einjähriges Kind zu Hause, das viel Aufmerksamkeit forderte. Trotz dieser Umstände war der Arbeitsaufwand machbar. Gerade das Lernen für die Prüfungen (die ich als sehr fair empfunden habe) und das Verfassen der Abschlussarbeit haben entsprechend einige Zeit in Anspruch genommen.

Ich hatte jedoch nie das Gefühl, durch das Studium auf viel verzichten zu müssen (privat/beruflich) oder sehr unter Druck bzw. Stress zu geraten. Ich habe die Anforderungen als durchweg passend für einen berufsbegleitenden Hochschulstudiengang empfunden.

Welchen Tipp möchten Sie unseren (zukünftigen) berufsbegleitenden Studierenden mit auf den Weg geben?

Der Studiengang hat mich sehr gut auf meine neue Rolle vorbereitet. Auch berufsbegleitend ließ sich der Arbeitsaufwand gut bewältigen. Die Inhalte sind interessant und anspruchsvoll. Durch das breite Spektrum an Dozierenden kommen unterschiedlichste Themen und Diskussionen zustande und ich bin überzeugt, dass jeder, egal ob er sich bereits mit diesen Themen auskennt oder sich ganz neu mit ihnen beschäftigt, neuen Input erhält und entsprechend seiner Kenntnisse mitgenommen wird.

Welche drei Stichworte bringen Sie mit Ihrem berufsbegleitenden Studium an der Technischen Hochschule Augsburg spontan in Verbindung?

  1. Vielfältig
  2. Professionell
  3. Super

Das Interview führte Prof. Dr. Erika Regnet