
KOMMIT – Kooperation für Material, Mode, Innovation & Transfer
Förderlaufzeit: 01.06.2026–30.11.2027
Projektbeschreibung
Ausgangslage
Mechanisch recycelte Garne bieten großes Potenzial für eine ressourcenschonende textile Kreislaufwirtschaft. Ihre Verarbeitung in gewebten Textilien bringt jedoch besondere Herausforderungen mit sich: Durch das mechanische Recycling verkürzen sich Fasern, und Materialeigenschaften schwanken stärker als bei konventionellen Garnen, was sich unter anderem auf Garnfestigkeit, Abrieb, Fadenbrüche und Prozessstabilität auswirkt. Webereien sowie Designerinnen und Designern fehlen deshalb bislang belastbare Entscheidungsgrundlagen dazu, unter welchen Bedingungen sich mechanisch recycelte Garne zuverlässig verarbeiten und gestalterisch sinnvoll einsetzen lassen.
Projektziele
Ziel von KOMMIT ist es, den Einsatz mechanisch recycelter Garne in der textilen Flächenerzeugung systematisch zu erproben und sowohl gestalterisch als auch produktionstechnisch zu validieren. Unter realistischen Produktionsbedingungen entstehen dabei textile Musterflächen und daraus abgeleitete Prototypen. Neben der technischen Machbarkeit berücksichtigt das Projektteam auch gestalterische Qualität, Materialwahrnehmung und potenzielle Anwendungen und bereitet die gewonnenen Erkenntnisse systematisch für weitere Transfer-, Entwicklungs- und Forschungsprojekte innerhalb von CirTex auf.
Vorgehen
Zunächst definiert das Projektteam relevante Material-, Design- und Produktionsparameter und führt sie in einem gemeinsamen Methodik- und Kriterienkatalog zusammen. Anschließend führt die Weberei Kosel Versuchsreihen mit mechanisch recycelten Garnen unter realen Produktionsbedingungen durch, wissenschaftlich und gestalterisch begleitet von der Technischen Hochschule Augsburg – in Co-Design-Formaten, die das technische Erfahrungswissen der Weberei mit Designforschung und prototypischer Entwicklung verbinden. Abschließend wertet das Team die entstandenen Flächen und Prototypen hinsichtlich technischer, gestalterischer und nutzerbezogener Kriterien aus und leitet daraus eine praxisorientierte Design-for-Recycling- beziehungsweise Design-for-Circularity-Leitlinie ab.




