
UpKomm – Industrielles Upcycling von Unternehmensbekleidung. Potentiale der Kommunikation
Förderlaufzeit: 01.09.2026–29.02.2028
Projektbeschreibung
Ausgangslage
Die Textilbranche steht vor großen ökologischen und sozialen Herausforderungen: Die Produktion bindet viele Ressourcen, die Arbeitsbedingungen sind vielerorts kritisch, Kleidung bleibt immer kürzer im Gebrauch, und weltweit wachsen die Mengen an Altkleidern. Mit Upcycling lassen sich Materialzyklen verlängern, Abfallmengen senken und Sozialstandards verbessern – und zugleich ökologischer und sozialer Wert mit ökonomischen Zielen verbinden. Welchen kommunikativen Wert Upcycling für Unternehmen schafft, haben Forschende in den Transfer- und Wirtschaftswissenschaften bislang jedoch kaum untersucht.
Projektziele
Das Projektteam untersucht an der Schnittstelle von Nachhaltigkeitskommunikation, Markenwert und Entscheidungsprozessen in Organisationen, wie sich Upcycling durch gezielte Kommunikation und eine standardisierte Materialbewertung skalieren und ökonomisch tragfähig gestalten lässt. Dabei greift es regulatorische Anforderungen wie das EU-Vernichtungsverbot und die Berichtspflichten nach der CSRD auf. Daraus entwickelt das Team eine Typologie kommunikativer Wertschöpfung sowie einen Leitfaden, mit dem Unternehmen Upcycling kommunikativ erfolgreich und ökonomisch tragfähig umsetzen können.
Vorgehen
Um über handwerkliche Kleinserien hinauszugehen, verknüpft das Projektteam komplexe Transformationsansätze mit einer datenbasierten Materialeingangsbewertung, etwa bei der Weiterverarbeitung von Anzugjacken zu Westen. In vier Projektbereichen bereitet das Team zunächst Praxis- und Transferwissen auf und entwickelt eine standardisierte Materialbewertung. Anschließend analysiert es in Interviews, wie Unternehmenskundinnen und -kunden über Upcycling entscheiden, und untersucht strategische Entscheidungen und Marktchancen bei Herstellern von Unternehmensbekleidung. Daraus leitet es transferorientierte Handlungsempfehlungen ab und erprobt sie in der Praxis. Die MOOT Upcycling GmbH bringt dabei praxiserprobtes Wissen zu ökonomischen Variablen, Prozessanforderungen und Regulatorik ein und entwickelt die Materialeingangsbewertung; die TU Berlin verantwortet Methodendesign und Auswertung. Zentrale Stakeholder sind Unternehmen mit Dienstkleidung sowie Hersteller von Unternehmensbekleidung.




