
Kurse Architektur Bachelor
Empfohlene Lehrveranstaltungen für Austauschstudierende mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen.
Die Lehrveranstaltungen und Vorlesungen finden in deutscher Sprache statt, während die individuellen Korrekturen (Crits) in englischer Sprache durchgeführt werden.
Weitere ausschließlich deutschsprachige Lehrveranstaltungen sind im „Bachelor-Modulhandbuch“ aufgeführt. Diese können ebenfalls von Austauschstudierenden besucht werden, die über ausreichende Deutschkenntnisse in Wort, Schrift und Lesen verfügen.
Kursangebot im Sommersemester
| Kursname | SWS | ECTS |
|---|---|---|
| 4. Semester | ||
| 4.2 Konstruktion + Hülle (KON4) | 4 | 5 |
| 4.3 Stadt + Wohnen (SWO) | 7 | 10 |
| 4.5 Digitales Entwerfen (ENT4) | 4 | 5 |
| 2. Semester (werden ebenfalls für Austauschstudierende im 4. Semester angeboten) Die Module 2.1 und 2.2 können nur gemeinsam als Paket belegt werden. | ||
| 2.1 Entwerfen + Methodik (ENT2) | 7 | 10 |
| 2.2 Konstruktion + Bauelement (KON2) | 4 | 5 |
Inhalte
Vermittlung projektbezogener Kenntnisse zu Entwurf und Konstruktion im Leichtbau mit Schwerpunkt Fassadenbau unter Berücksichtigung energieeffizienter Planungs- und Bauaspekte. Betrachtet werden die Abhängigkeiten von Tragwerks- und Ausbaurastern, der Aufbau der Gebäudehülle sowie die Gestaltungsprinzipien und die Integration verglaster Elemente in die Gebäudehülle.
Anhand von Aufgaben mittlerer Komplexität werden die Zusammenhänge zwischen Tragstruktur, Material, Formgebung der Gebäudehülle und Energieverlusten untersucht. Die Abhängigkeiten von Ausrichtung und Energiebilanz werden entsprechend den Anforderungen der EnEV berechnet. Die Entwicklung von Form und Struktur wird in Modellen und Zeichnungen konkretisiert; die Funktionalität wird anhand ausgewählter Details nachgewiesen.
Im Rahmen des großmaßstäblichen Modellbaus werden Kenntnisse über Materialien und deren Verarbeitung vermittelt.
Qualifikationsziele
Die Studierenden verfügen über vertiefte Kenntnisse der konstruktiven Gestaltung im filigranen Leichtbau sowie über fundiertes Wissen zum Aufbau der Gebäudehülle im Zusammenhang mit den Anforderungen der EnEV. Sie wenden dieses komplexe Wissen in prozessorientierten Entwurfs- und Planungsprozessen an.
Sie sind in der Lage, die erworbenen komplexen Kenntnisse systematisch und typologisch strukturiert in der architektonischen Planung anzuwenden.
Inhalte
Erfassung und Analyse einer bestehenden städtebaulichen Situation mit ihren Defiziten und Entwicklungspotenzialen. Konzeptioneller Entwurf einer Neuordnung unter Berücksichtigung typischer Rahmenbedingungen und Restriktionen. Ausarbeitung städtebaulicher sowie gegebenenfalls hochbaulicher Teilkonzepte im Dialog- und Feedbackprozess. Darstellung der Ergebnisse mittels Plänen, räumlicher Visualisierungen und Modellen.
Praktische Entwurfsübung in den Maßstäben 1:1.000, gegebenenfalls 1:500. Überführung des städtebaulichen Entwurfs in einen regelkonformen Bebauungsplan.
Qualifikationsziele
Die Studierenden sind mit den grundlegenden Instrumenten und Konzepten der Bauleitplanung vertraut und verstehen deren unterschiedliche Bedeutung sowie deren Wechselwirkungen. Sie verfügen über grundlegende Kompetenzen im städtebaulichen Entwerfen im gegebenen räumlichen Kontext.
Darüber hinaus sind sie in der Lage, einen städtebaulichen Entwurf weitgehend selbstständig in einen Bebauungsplan zu überführen.
Inhalt
Aufbauend auf den Grundlagen digitaler Methoden (CAD, Grundlagen des parametrischen Modellierens sowie der digitalen Visualisierung) vermittelt dieses Modul vertiefte Kenntnisse in diesen Bereichen. Anhand von Übungen, die auf realisierten Praxisbeispielen basieren, werden nicht nur die Methoden vermittelt, sondern auch konkrete Anwendungen in Architekturprojekten aufgezeigt.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden digitale Fertigungsmethoden. Dabei werden materialspezifische Verfahren der digitalen Planung, Maschinentechnologien sowie die zugehörigen logistischen Prozesse vermittelt, insbesondere im Bereich des vorgefertigten Bauens.
Den Kern des Moduls bildet ein Entwurfsprojekt, in das digitale Parameter wie Konstruktion, Material, Ökologie, Städtebau und Wirtschaftlichkeit gezielt integriert werden. Auf der Grundlage alternativer Arbeitsschritte werden zudem die bewusste Wahrnehmung und das Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen gebautem Raum und seinem Kontext geschult.
Wird nur in Kombination mit 2.2 angeboten
Inhalt
Der erste Gebäudeentwurf im Studium im Kontext seines Umfelds: Bearbeitung einer Entwurfsaufgabe mittlerer Komplexität mit präziser Auseinandersetzung mit den Wechselbeziehungen von Objekt, Umgebung und Grenze. Thematisiert werden funktionale Räume, der Umgang mit Licht und Bewegung, Oberflächenstrukturen (insbesondere die Fassadengestaltung) sowie Materialität. Der Entwurf wird dabei als Informationsfeld verstanden.
Die Übung kann entweder als umfangreicher Einzelentwurf oder in Form mehrerer unterschiedlicher Stegreifentwürfe durchgeführt werden. Die Arbeiten werden in landschaftliche und freiräumliche Zusammenhänge eingebunden und bereiten die Studierenden auf Entwurfsaufgaben größeren Maßstabs vor.
Qualifikationsziele
Die Studierenden sind in der Lage, einen klassischen Gebäudeentwurf zu erarbeiten und dabei die Inhalte und Kompetenzen aus den Grundlagenmodulen zu integrieren. Darüber hinaus erwerben sie durch die spezifische Aufgabenstellung soziale Kompetenzen. Sie lernen, Architektur als Zusammenspiel von Ökologie, Ökonomie, Kontext und Konstruktion zu verstehen.
Wird nur in Kombination mit 2.1 angeboten
Inhalte
Vermittlung grundlegender Kenntnisse des projektbezogenen Konstruierens in der Massivbauweise mit Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen Entwurf und Konstruktion. Im Rahmen der Vorlesung werden die wesentlichen Bauelemente eines Gebäudes, darunter Gründung, Fassade, Öffnungen, Decken, Dach und Treppe, vorgestellt.
Anhand eines integrierten Projekts werden das Zusammenwirken der Bauelemente sowie grundlegende Fragestellungen des konstruktiven Entwerfens schrittweise erarbeitet. Eine einfache Wohnbauaufgabe dient dazu, prozessorientierte Aspekte des materialgerechten und konstruktiv durchdachten Entwerfens zu vermitteln.
Die architektonische Konzeption wird unter Berücksichtigung von Raumbildungs- und Tragwerksprinzipien sowie der Gestaltung von Öffnungen entwickelt und in Zeichnungen und Modellen konkretisiert.
Qualifikationsziele
Die Studierenden verfügen über grundlegende Kenntnisse des bauelementorientierten Konstruierens in der Massivbauweise und können diese typologisch in der architektonischen Planung anwenden.
Sie sind in der Lage, konstruktive Anforderungen in einen prozessorientierten Entwurfsprozess zu integrieren und architektonische Lösungen unter Berücksichtigung von Konstruktion, Material und Raumgestaltung zu entwickeln.
Kursangebot im Wintersemester
| Kursname | SWS | CP |
|---|---|---|
| 3. Semester | ||
| 3.1 Entwerfen + Typologie (ENT3) | 4 | 5 |
| 3.2 Konstruktion + Modulare Koordination (KON3) | 7 | 10 |
| 3.3 Stadt + Freiraum (SFR) | 4 | 5 |
| 3.5 Darstellen + Gestalten mit CAX (DUG3) | 4 | 5 |
| 5. Semester | ||
| 5.4 Architekturtheorie (THG) | 4 | 5 |
Inhalte
Die Studierenden vertiefen ihre Fähigkeiten im Verständnis und Entwerfen von Räumen und Baukörpern und entwickeln eine eigenständige Haltung zu spezifischen typologischen und topologischen Fragestellungen.
Auf Grundlage methodischer Entwurfskompetenzen erarbeiten sie alternative Lösungsansätze für architektonische Aufgabenstellungen sowohl im städtebaulich-landschaftlichen Maßstab als auch auf der konstruktiv-räumlichen Ebene. Darüber hinaus werden Methoden der Bauwerksanalyse vermittelt und exemplarisch im Rahmen einer Entwurfs- bzw. Studienarbeit angewendet.
Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben Kenntnisse zu Referenzen und theoretischen Grundlagen der Typologie und Topologie. Sie formulieren eigenständige Entwurfsideen und entwickeln diese unter Berücksichtigung vorgegebener Rahmenbedingungen zu konstruktiv, räumlich und kontextuell überzeugenden architektonischen Konzepten weiter.
Sie wenden ihre Fähigkeiten im Entwerfen, ihr räumliches Verständnis sowie ihre Kenntnisse von Entwurfsprozessen an, um komplexe architektonische Lösungen zu entwickeln. Dabei nutzen sie experimentelle Vorgehensweisen, Modelle und Entwurfsmethoden zur Überprüfung und Begründung ihrer architektonischen Haltung.
Darüber hinaus sind sie in der Lage, ihre Entwürfe und architektonischen Positionen kritisch zu reflektieren sowie mündlich, grafisch und inhaltlich schlüssig zu präsentieren. Sie arbeiten im Team, bewerten unterschiedliche Ansätze und führen diese zu einem konsistenten Gesamtergebnis zusammen.
Inhalt
Im Rahmen einer Projektarbeit erwerben die Studierenden Kenntnisse in Entwurf und Konstruktion des Holz- und Leichtbaus. Der Schwerpunkt liegt auf der Fassadenkonstruktion unter besonderer Berücksichtigung energieeffizienter Planungs- und Bauweisen. Vermittelt werden die konstruktiven Grundlagen des Holzbaus sowie der Aufbau der Gebäudehülle mit Fokus auf Fassadentechnologie und Energieeffizienz.
Für ein Entwurfsprojekt entwickeln die Studierenden eine Tragstruktur mittlerer Komplexität in Holzbauweise. Der Entwurf wird als Holz- oder Leichtbaukonstruktion ausgearbeitet und umfasst die Entwicklung eines holzbauspezifischen Tragwerks unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Tragwerksraster und Konstruktionsraster. Die Studierenden bearbeiten die Schichtenfolge der Gebäudehülle, konstruktive Grundprinzipien sowie die Integration verglaster Bauteile in die Gebäudehülle im Detail.
Das Entwurfsprojekt behandelt grundlegende Fragestellungen des Bauens mit Holz. Die Studierenden bearbeiten Aufgaben mittleren Schwierigkeitsgrades und untersuchen dabei die Abhängigkeit der konstruktiven Gestaltung vom Werkstoff Holz sowie den Zusammenhang zwischen dem Aufbau der Gebäudehülle und Energieverlusten.
Darüber hinaus lernen sie die Wechselwirkung von Tageslicht und Energiebilanz sowie deren Bedeutung für die Fassadenplanung kennen. Die Entwicklung von Form und Struktur wird mithilfe von Modellen und Zeichnungen dargestellt, die zugleich der Überprüfung ausgewählter Details hinsichtlich ihrer Funktion dienen. Anhand eines Modells im größeren Maßstab werden Materialeigenschaften und Verarbeitungstechniken vermittelt. Zudem erwerben die Studierenden Kompetenzen im Bau von Architekturmodellen für Entwurfs- und Konstruktionszwecke.
Qualifikationsziele
Die Studierenden verfügen über vertiefte Kenntnisse filigraner Konstruktionen im Holzbau sowie über fundiertes Wissen zum Aufbau von Gebäudehüllen und deren typologischer Anwendung in der architektonischen Planung.
Inhalte
Vermittlung grundlegender Methoden zur Wahrnehmung und Analyse von Landschaft, Stadtstruktur und städtebaulichen Zusammenhängen. Dazu gehören Bestandsaufnahme, Analyse und deren grafische Darstellung sowie die Grundlagen des Stadt- und Landschaftsentwurfs.
Im Rahmen einer praktischen Entwurfsaufgabe wird die Planung eines Wohngebietes bearbeitet und in unterschiedlichen Maßstabsebenen dargestellt. Weitere Themen sind die Stadtbaugeschichte, insbesondere die Stadtentwicklung Augsburgs, Entwurfsmethodik, Bauleitplanung sowie nachhaltige Stadtentwicklung.
Darüber hinaus werden Aufgaben und Methoden der Landschaftsplanung, deren Verknüpfung mit Stadtplanung und Städtebau, ökologische Grundlagen, Anforderungen an Freiräume sowie deren Gestaltung behandelt.
Qualifikationsziele
Die Studierenden kennen die wesentlichen Entwicklungslinien der Stadtplanung und verfügen über grundlegende Kenntnisse der Ziele und Methoden nachhaltiger Stadtentwicklung.
Sie verstehen die ökologischen, funktionalen und gestalterischen Grundlagen der Landschaftsplanung sowie deren Wechselwirkungen mit der Siedlungsentwicklung. Sie sind in der Lage, städtebauliche und landschaftsplanerische Aufgabenstellungen zu analysieren und methodisch angemessen zu bearbeiten.
Darüber hinaus können sie die Grundlagen der Stadtplanung und Freiraumplanung selbstständig auf Entwurfsaufgaben mittlerer Komplexität anwenden.
Inhalte
Grundlagen des architektonischen Entwerfens mit Schwerpunkt auf additiven und gliedernden Fügungsprinzipien als Basis der Raumgestaltung sowie auf der Gestaltung mit natürlichem Licht. Ergänzend werden ausgewählte architekturtheoretische und architektonische Referenzen analysiert.
Im Mittelpunkt steht die Bearbeitung eines konkreten Entwurfsprojekts, das sowohl mit analogen als auch mit digitalen Methoden entwickelt und dargestellt wird. Vermittelt werden die korrekte Erfassung und Darstellung architektonischer Inhalte, die üblichen Darstellungsstandards in Grundriss, Ansicht und Schnitt sowie Grundlagen der Datensicherung und des Umgangs mit Ein- und Ausgabegeräten. Darüber hinaus werden zeichnerische Darstellungstechniken geübt.
Qualifikationsziele
Die Studierenden beherrschen verschiedene digitale Entwurfs- und Darstellungsmethoden und wenden architekturbezogene Software sicher an. Sie kennen gängige Verfahren zur Visualisierung von Entwurfskonzepten und nutzen digitale Werkzeuge wie CAD, 3D-Modellierung, Rendering, Layout und Bildbearbeitung.
Sie sind in der Lage, architektonische Zeichnungen und einfache Ausführungsunterlagen nach den üblichen Planungsstandards zu erstellen sowie bestehende Pläne fachgerecht zu lesen und zu interpretieren.
Darüber hinaus verstehen sie die jeweiligen Stärken und Grenzen analoger und digitaler Entwurfs- und Präsentationswerkzeuge und können diese zielgerichtet entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung einsetzen.
Inhalt
Theorie: Die Kulturgeschichte und Architekturtheorie vermitteln den Studierenden Kompetenzen und Methoden zur Analyse und Interpretation allgemeiner sowie architektonischer Gestaltungsphänomene. Anhand einer präzisen zeitlichen Einordnung werden Zusammenhänge zu anderen Kunstformen aufgezeigt, spezifische kontextuelle Einflüsse erläutert und experimentelle Entwurfsansätze untersucht.
Entwurf: Phänomene künstlerischer und architektonischer Gestaltung werden im jeweiligen Kontext analysiert. Aufbauend darauf werden experimentelle Entwurfskonzepte unter Berücksichtigung von Ort, Zeitgeist und gesellschaftlichem Umfeld entwickelt und in praktischen Projekten erprobt.
Qualifikationsziele
Theorie: Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, gestalterische Ansätze auf Grundlage kulturgeschichtlicher und architekturtheoretischer Zusammenhänge zu analysieren und ein vertieftes Verständnis von Architektur zu entwickeln (Fachkompetenz). Sie kennen Methoden und Vorgehensweisen zur Einbindung theoretischer Ansätze in die eigene Arbeit und können dabei Fragestellungen der zeitgenössischen Kulturgeschichte berücksichtigen (Methodenkompetenz).
Entwurf: Die Studierenden gewinnen Einblicke in die kulturellen Dimensionen des Entwerfens. Darüber hinaus entwickeln sie ihre kulturellen und sozialen Kompetenzen sowie ihre Fähigkeit zum interdisziplinären Dialog weiter.

Kurse Architektur Master
Master – Thema: „nah und fern“
Empfohlene Lehrveranstaltungen für Austauschstudierende mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen.
Die Lehrveranstaltungen und Vorlesungen finden in deutscher Sprache statt, während die individuellen Korrekturen und Betreuungsgespräche in englischer Sprache durchgeführt werden.
Kursangebot
| Kursname | SWS | ECTS |
|---|---|---|
| Projektstudio I oder II | 8 | 12 |
| Projektseminar I oder II | 3 | 5 |
| Sondergebiet I oder II | 3 | 5 |
| Wahlpflichtmodul | 3 | 5 |
| Masterseminar | 4 | 6 |
| Master Thesis | - | 20 |
| Allgemeine Kurse: | ||
| German Language (AWP/GRE*) | - | 2 |
| International Communication (AWP/GRE*) | - | 2 |
*general required electives
Du kannst zwischen Projektstudio I und II wählen!
Projektstudio I
Inhalte
Bearbeitung einer Entwurfsaufgabe, die gestalterische, funktionale, konstruktive und wirtschaftliche Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt. Aufbauend auf einer konkreten Aufgabenstellung werden Entwurfsideen entwickelt, weitergeführt und in neue oder ungewohnte Kontexte übertragen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung unterschiedlicher fachlicher Anforderungen sowie auf der Berücksichtigung gesellschaftlicher Auswirkungen architektonischer Entscheidungen. Ziel ist die Entwicklung einer integrierten Gesamtlösung, die verschiedene Perspektiven und Rahmenbedingungen in Einklang bringt.
Darüber hinaus werden Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten geschult, um Entwurfskonzepte und Lösungen sowohl Fachpublikum als auch einer breiteren Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln.
Qualifikationsziele
Du vertiefst zentrale Kompetenzen des architektonischen Berufsbilds, darunter gestalterische, organisatorische und wirtschaftliche Fähigkeiten. Du lernst, komplexe Planungsaufgaben eigenständig zu bearbeiten und unterschiedliche Anforderungen zu einer schlüssigen architektonischen Lösung zusammenzuführen. Zudem entwickelst du ein Bewusstsein für die gesellschaftliche Verantwortung von Architektur und kannst deine Entwurfsideen adressatengerecht kommunizieren und präsentieren.
Projektstudio II
Inhalte
Bearbeitung komplexer Entwurfsaufgaben mit hohem Anspruch, insbesondere im Spannungsfeld von Städtebau und Architektur. Ausgangspunkt bilden Analyse, Dokumentation und Bewertung des Bestands sowie die Auseinandersetzung mit Programm, Anforderungen und Zielsetzungen. Auf dieser Grundlage werden unterschiedliche Konzeptansätze entwickelt, geprüft und schrittweise zu einem ausgewogenen Entwurf weitergeführt. Je nach Aufgabenstellung werden städtebauliche und hochbauliche Teilprojekte in einem iterativen Prozess mit regelmäßigen Feedbackschleifen bearbeitet. Die Ergebnisse werden in Form von Plänen, räumlichen Darstellungen und Modellen präsentiert.
Qualifikationsziele
Du bist in der Lage, integrierte Entwurfskonzepte zu entwickeln, die gesellschaftliche, städtebauliche, architektonische, ökologische, wirtschaftliche und technische Anforderungen berücksichtigen. Du festigst deine Kompetenzen im Entwerfen, Planen und Präsentieren komplexer Projekte und kannst deine Konzepte sowohl Fachleuten als auch fachfremden Zielgruppen verständlich vermitteln.
Du hast die Wahl zwichen Projektseminar I oder II
Projektseminar I
Inhalte
Entwurfsbegleitendes Seminar zur fachlichen Vertiefung und Ergänzung von Project Studio I. Die thematischen Schwerpunkte wechseln von Semester zu Semester.
Das Seminar behandelt ausgewählte Fragestellungen der Entwurfsprojekte und beleuchtet diese sowohl aus einer allgemeinen als auch aus einer fachlich-technischen Perspektive. Besonderes Augenmerk liegt auf den Zusammenhängen zwischen Material, Konstruktion und Form sowie deren Bedeutung für den architektonischen Entwurfsprozess.
Qualifikationsziele
Du vertiefst deine Kompetenzen im architektonischen Entwerfen und lernst, ästhetische und technische Anforderungen miteinander zu verbinden. Darüber hinaus entwickelst du ein Verständnis für die Auswirkungen städtebaulicher Rahmenbedingungen auf Planung und Gestaltung.
Anhand allgemeiner und spezialisierter Beispiele erwirbst du fundierte Kenntnisse über die Wechselwirkungen von Material, Konstruktion und Form. Du kannst diese in komplexen Entwurfsaufgaben konzeptionell, methodisch und wissenschaftlich anwenden. Die erworbenen Kompetenzen ermöglichen dir zudem ein experimentelles, innovatives und forschungsorientiertes Arbeiten.
Projektseminar II
Inhalte
Das Seminar begleitet Project Studio II und dient der theoretischen Vertiefung des jeweiligen Projektthemas. Es unterstützt die Bearbeitung grundlegender Fragestellungen und fachlicher Hintergründe des Entwurfsprojekts. Sofern Lehrveranstaltungen oder Präsentationen in englischer Sprache stattfinden, umfasst das Modul auch fachsprachliche Inhalte. Ergänzend können einzelne Lehrangebote in weiteren europäischen Sprachen durchgeführt werden.
Darüber hinaus werden fortgeschrittene Methoden der Literaturauswertung sowie der Analyse von Fallstudien vermittelt.
Qualifikationsziele
Du erwirbst grundlegende und, je nach Themenstellung, vertiefte Kenntnisse zum aktuellen Stand von Theorie und Praxis in den bearbeiteten Projektfeldern. Du vertiefst dein Wissen zu ausgewählten städtebaulichen und architektonischen Themenfeldern und setzt dich mit aktuellen Entwicklungen und Diskursen auseinander.
Darüber hinaus erweiterst du deine Fähigkeit, die Rahmenbedingungen eines Projektstandorts und eines Raum- bzw. Nutzungsprogramms zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Entwicklung kontextbezogener architektonischer und städtebaulicher Lösungen zu bewerten.
Bitte beachte: Du kannst bis zu zwei Sondergebiete wählen.
Inhalt
Dieses Modul vermittelt Themen, die die Projektseminare ergänzen, und basiert auf einer vertieften Auseinandersetzung mit Organisation, Gestaltung und Materialien architektonischer Räume.
Dazu bearbeitest du einzelne Aspekte der jeweiligen Themenstellung und präsentierst deine Ergebnisse, beispielsweise zu Infrastrukturen, Erschließungssituationen, Sockelbereichen, Dachlandschaften oder Fassaden als „dritte Haut“. Soweit möglich werden interdisziplinäre Themen in Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten angeboten, etwa das Thema Bewegliche Brücken gemeinsam mit der Fakultät für Bauingenieurwesen. Durch die Zusammenarbeit mit Fachingenieurinnen und Fachingenieuren übst du arbeitsteilige Prozesse sowie die fachliche Kommunikation mit anderen Disziplinen.
Qualifikationsziele
Nach erfolgreicher Teilnahme verfügst du über vertiefte Kenntnisse zu Parametern der Raumstrukturierung und zu Materialaspekten in der Architektur. Du besitzt fundierte Kenntnisse spezifischer Präsentationstechniken und bist in der Lage, Themen selbstständig zu bearbeiten sowie fachgerecht und adressatengerecht zu präsentieren.
Darüber hinaus sammelst du Erfahrungen mit prozessorientierten Strategien, arbeitsteiligen Methoden und Kommunikationsformen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Fachingenieurinnen und Fachingenieuren.
Inhalte
Begleitendes Seminar zur Masterarbeit. Die konkreten Inhalte orientieren sich an den jeweiligen Themen der bearbeiteten Abschlussarbeiten und greifen Fragestellungen aus Architektur, Städtebau und Theorie auf. Im Mittelpunkt stehen die fachliche Reflexion des eigenen Projekts, der wissenschaftliche Austausch sowie die Diskussion unterschiedlicher methodischer und inhaltlicher Ansätze.
Qualifikationsziele
Du vertiefst deine Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten und entwickelst deine methodischen und analytischen Kompetenzen weiter. Du lernst, fachliche Positionen zu spezifischen Themenstellungen auf wissenschaftlichem Niveau zu formulieren und zu vertreten. Darüber hinaus bist du in der Lage, funktionale, gestalterische, technische und wirtschaftliche Aspekte komplexer Entwurfslösungen nachvollziehbar darzustellen und zu erläutern. Du kannst unterschiedliche fachliche und interdisziplinäre Perspektiven in deine Projektarbeit integrieren und zu einer schlüssigen Gesamtargumentation zusammenführen.
Inhalte
Das Thema der Masterarbeit wird in der Regel individuell festgelegt und bewegt sich innerhalb der fachlichen Themenfelder des Studiengangs Architektur. Die Arbeit besteht aus einem theoretischen und einem entwurfsbezogenen Teil. Die schriftliche Ausarbeitung kann in deutscher oder englischer Sprache erfolgen. Mit Zustimmung der betreuenden Person ist auch eine andere Sprache möglich. Die Ergebnisse der Arbeit werden im Rahmen einer öffentlichen Präsentation vorgestellt.
Die Masterarbeit bildet den Abschluss des Studiums und wird als eigenständige wissenschaftliche und entwurfsbezogene Arbeit unter Betreuung einer Professorin oder eines Professors bearbeitet.
Qualifikationsziele
Du bist in der Lage, eine komplexe architektonische Fragestellung selbstständig zu bearbeiten und dabei wissenschaftliche Methoden mit entwurferischen Ansätzen zu verbinden. Du analysierst Aufgabenstellungen eigenverantwortlich, entwickelst fundierte Lösungsansätze und setzt diese in einer zusammenhängenden theoretischen und gestalterischen Arbeit um. Darüber hinaus kannst du deine Ergebnisse nachvollziehbar, überzeugend und adressatengerecht dokumentieren, präsentieren und vertreten.