KANU – Schwaben Innovation Nexus
KANU – Schwaben Innovation Nexus
Mittelstandmacher@StMD
Mittelstandmacher@StMD

Event Location am Eiskanal Augsburg

Wie entstehen Innovationen? Was macht erfolgreiche Gründerinnen und Gründer aus? Und wie gelingt es, Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen, Hochschulen und Perspektiven zusammenzubringen?

Antworten auf diese Fragen lieferte die diesjährige Schwaben Innovation Masterclass, die mit dem feierlichen Innovation Summer Networking ihren Abschluss fand. Über zwei Semester hinweg beschäftigten sich 24 ausgewählte Studierende der Technischen Hochschule Augsburg, der Universität Augsburg, der Hochschule Kempten und der Hochschule Neu-Ulm intensiv mit den Themen Innovation, Entrepreneurship und Zukunftsgestaltung. Die Masterclass ist ein gemeinsames Angebot des Hochschulverbunds KANU – Schwaben Innovation Nexus.

Technische Hochschule Augsburg

Wie entstehen aus Ideen konkrete Projekte, Gründungsvorhaben oder sogar zukünftige Unternehmen? Antworten darauf lieferte das Funkenwerk Community Meetup 2026 an der Technischen Hochschule Augsburg. Über 100 Gäste aus Hochschule, Wirtschaft, Start-up-Szene und Alumni-Netzwerk kamen zusammen, um sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und innovative Ideen kennenzulernen.

Das Community Meetup ist das zentrale Vernetzungsformat des Instituts für Gründung und Innovation – Funkenwerk im Sommersemester. Es bringt Menschen zusammen, die Zukunft aktiv gestalten möchten – unabhängig davon, ob sie bereits gründen, erste Ideen verfolgen oder sich einfach für Innovation und Unternehmertum begeistern.

Mit einem feierlichen Bühnenmoment auf dem Rocketeer Festival in Augsburg ist heute der offizielle Startschuss für das Projekt Funkenwerk_MittelstandMacher gefallen. Gemeinsam mit Digitalminister Dr. Fabian Mehring gaben Prof. Gordon Rohrmair, Präsident der Technischen Hochschule Augsburg (THA), Stefan Drüssler, COO der UnternehmerTUM, sowie Ramona Meinzer, Geschäftsführerin von Aumüller Aumatic, den Kick-off. Die Initiative zielt darauf ab, in Bayerisch-Schwaben ein mittelständisch geprägtes Netzwerk aufzubauen, das Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups vernetzt, um Innovationen schneller in die betriebliche Anwendung zu bringen. Als Pate fungiert dabei die Münchner UnternehmerTUM, deren Ökosystem zuletzt von der renommierten Wirtschaftszeitung „Financial Times“ zum Europameister gekürt wurde. 

Vier Hochschulen, ein Netzwerk, ein gemeinsames Ziel

Die Schwaben Innovation Masterclass verbindet Studierende unterschiedlicher Disziplinen und Hochschulen in einem einzigartigen Lern- und Innovationsformat. Über vier thematische Module – von Zukunftstrends über Social Impact bis hin zu Business Ideation und International Entrepreneurship – entwickelten die Teilnehmenden ihre Innovationskompetenzen weiter, arbeiteten interdisziplinär zusammen und bauten ein hochschulübergreifendes Netzwerk auf. Ein besonderes Highlight war dabei erneut der internationale Austausch im Rahmen des Moduls „International Entrepreneurship“.

Von der Idee zur möglichen Gründung

Ein Höhepunkt des Abends waren die Elevator Pitches der Studierenden aus dem interdisziplinären Innovationsseminar unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Christoph Buck und Christoph Hofbeck. Über das Semester hinweg entwickelten die Teams eigene Lösungsansätze für gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Herausforderungen.

Die Vielfalt der vorgestellten Projekte zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich Innovation aussehen kann:

  • SkillBite möchte Studierende und Unternehmen über klar definierte Projektaufträge unkompliziert zusammenbringen.
  • MüllHai verfolgt das Ziel, Umweltschutz durch spielerische Anreize attraktiver zu gestalten.
  • Core4 Engineering entwickelt einen KI-gestützten Alltagsplaner für Studierende und Freelancer.
  • Light Autonomie arbeitet an einem kostengünstigen Nachrüstsystem für autonome Assistenzfunktionen in der Landwirtschaft.
  • DriveCheck unterstützt junge Gebrauchtwagenkäufer bei der Bewertung potenzieller Fahrzeuge.
  • CareLink verbessert den Informationsfluss in Krankenhäusern.
  • Lupinael denkt den Handball hinsichtlich Material, Griffigkeit und Nutzererlebnis neu.
  • Zada möchte spontane soziale Begegnungen durch ein innovatives Challenge-Konzept fördern.
  • Messe Companion unterstützt Besucherinnen und Besucher großer Veranstaltungen bei Orientierung und Planung.

Die vorgestellten Ideen befanden sich dabei in ganz unterschiedlichen Entwicklungsstadien – von ersten Konzepten bis hin zu bereits konkret ausgearbeiteten Geschäftsmodellen. Gemeinsam zeigten sie das enorme Innovationspotenzial, das in den Studierenden der TH Augsburg steckt.

Entsprechend groß ist die Freude bei Bayerns Staatsminister für Digitales, Dr. Fabian Mehring, der das Projekt zusammen mit seinem Ministerkollegen Markus Blume aus der Taufe gehoben und von Beginn an unterstützt hat: „Wir entwickeln unsere Metropolregion Augsburg konsequent zum zweiten großen Innovationszentrum im Freistaat. Dazu suchen wir gezielt den Schulterschluss mit unseren Partnern aus München, die bei Start-ups und den digitalen Zukunftstechnologien bereits Europameister sind. Unsere Idee: Während man in München erfolgreich internationale Spitzenforschung betreibt und in der Weltspitze mitspielt, spannen wir in Augsburg den Transmissionsriemen aus der Akademia in das Herz unseres bayerischen Mittelstandes hinein. So bringen wir die PS neuer Technologien auf die sprichwörtliche Straße unserer heimischen Wirtschaft und in die Betriebe vor Ort. Im Schulterschluss zwischen München und Augsburg entsteht damit eine echte Win-win-Situation, von der ganz Bayern profitieren wird.“

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume: „Wenn Wissen und Werkhalle zusammenkommen, ist das die perfekte Kombination für Innovation. Das Paket aus erfolgreichem Mittelstand und dynamischen Hochschulen ist der Motor für Erfolg. Mit dem Projekt Funkenwerk_MittelstandMacher geben wir nun einen zusätzlichen Impuls für die Innovationsregion Schwaben. Wir schaffen ein Netzwerk in der Region für die Region, das die Brücke von der exzellenten Forschung direkt in die Anwendung in den Unternehmen schlägt. Und: Wir wollen Mut machen und Möglichkeiten schaffen, selbst zu gründen. Die Technische Hochschule Augsburg ist dafür genau dir richtige Adresse. Hier herrscht Start-up-Geist. Die THA ist seit Jahren eine der erfolgreichsten Gründungshochschulen der Republik.“

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der Technischen Hochschule Augsburg (THA), der UnternehmerTUM und des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales (StMD) und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (StMWK). Die operative Umsetzung obliegt dem THA_funkenwerk – Institut für Gründung und Innovation der THA in enger Kooperation mit der UnternehmerTUM und unter Einbindung mittelständischer Unternehmen. Die Finanzierung erfolgt gemeinschaftlich durch die THA und engagierte Unternehmen aus der Region. Durch den Schulterschluss der Beteiligten entsteht ein breites Bündnis, das die Innovationskraft der Region nachhaltig stärken soll.

„Die THA versteht sich als eine agile und dynamische Hochschule. Unser Anspruch ist es, die Herausforderungen und Bedürfnisse der Region frühzeitig zu erkennen und gemeinsam in Lösungen zu übersetzen. Die MittelstandMacher sind ein Paradebeispiel für diesen Ansatz – und entfalten in der Kooperation mit UnternehmerTUM noch größere Wirkkraft“, sagt der Präsident der Technischen Hochschule Augsburg, Prof. Dr. Dr. h.c. Gordon Thomas Rohrmair.

Über die MittelstandMacher
Der Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft und als stabiler sowie verlässlicher Partner. Gleichzeitig stehen mittelständische Unternehmen angesichts von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und rasantem technologischen Wandel zunehmend unter Druck. Verkürzte Innovationszyklen und neue globale Rahmenbedingungen erfordern schnellere Entwicklungsprozesse, die konsequente Implementierung neuer Technologien sowie eine engere Verzahnung mit aktueller Forschung und jungen Talenten.

Innovationskraft stärken
Genau hier setzt die Initiative MittelstandMacher an. Das Projekt soll die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen stärken, ausbauen und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Start-ups und Nachwuchskräften etablieren. Christoph Buck, wissenschaftlicher Leiter des THA_funkenwerks und Initiator der MittelstandMacher, betont: „Der Mittelstand trägt einen enormen Schatz an Wissen, Erfahrung, Marktzugängen und Innovationskraft in sich. Unser Ziel ist es, dieses Potenzial sichtbar zu machen und gemeinsam in konkrete Anwendungen zu überführen.“

Deshalb verstehen sich die MittelstandMacher bewusst nicht als klassisches Förderprogramm, sondern als offene Plattform. Unternehmen sollen ihre konkreten Bedarfe einbringen und gemeinsam mit Forschenden sowie Studierenden Lösungen entwickeln. Durch neue Veranstaltungsformate, kollaborative Projekte und kontinuierlichen Austausch sollen Ideen schneller zur Marktreife gebracht und nachhaltig im regionalen Mittelstand verankert werden. Perspektivisch entsteht so ein Innovationsökosystem, das speziell auf die Anforderungen von Bayerisch-Schwaben zugeschnitten ist.

Neue Impulse für Start-ups und Mittelstand
Eine zentrale Rolle spielt dabei die strategische Partnerschaft zwischen der Technischen Hochschule Augsburg und UnternehmerTUM, einem der führenden europäischen Ökosysteme für Start-ups und technologische Innovationen. Stefan Drüssler, Geschäftsführer von UnternehmerTUM, erklärt: „Die Dynamik der THA als Gründungshochschule trifft auf unsere Erfahrung im Aufbau skalierbarer Innovationsstrukturen. Gemeinsam setzen wir neue Impulse für Start-ups und den Mittelstand in der Region.“

Bereits im Vorfeld des offiziellen Starts zeigte sich großes Interesse aus der Praxis. Ende vergangenen Jahres trafen sich Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem bayerisch-schwäbischen Mittelstand, um gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der THA zu erörtern, wie das Kooperationsnetzwerk aussehen kann. Im März 2026 folgten erste Arbeitstreffen: Unternehmerinnen und Unternehmer diskutierten zentrale Herausforderungen wie Digitalisierung, neue Technologien und veränderte Marktanforderungen. Erste gemeinsame Lehrveranstaltungen an der Technischen Hochschule Augsburg wurden bereits umgesetzt.

TransferCampus und MasterClasses
Für die kommenden Monate sind weitere konkrete Maßnahmen geplant, darunter ein TransferCampus für Mitglieder der Initiative sowie spezielle MasterClasses. Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft deutlich zu beschleunigen und die Zusammenarbeit mit jungen Talenten weiter auszubauen.

Ramona Meinzer, geschäftsführende Gesellschafterin des Maschinenbauunternehmens Aumüller Aumatic, unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „Die Frage nach der langfristigen Zukunftsfähigkeit beschäftigt viele mittelständische Unternehmen. Die MittelstandMacher bieten eine Plattform, die genau hier ansetzt und den Transfer von Forschung in die Praxis deutlich beschleunigt.“

Interessierte Unternehmen, die an den MittelstandMacher teilnehmen wollen, melden sich unter funkenwerk@tha.de 
 

Innovation Summer Networking als feierlicher Abschluss

Beim Innovation Summer Networking präsentierten die Teilnehmenden ihre wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen aus den vergangenen Monaten. Die Vielfalt der vorgestellten Perspektiven zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich Innovation gedacht werden kann – und wie wertvoll der Austausch zwischen Studierenden verschiedener Fachrichtungen ist.

Zusätzliche Impulse lieferten die Startup-Teams von REVAMP CDI, Insides by Intimate Insights und FarmAct. In ihren Gründungsgeschichten berichteten sie offen über Herausforderungen, Lernerfahrungen und Erfolgsfaktoren auf dem Weg vom Konzept zum Unternehmen.

Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Übergabe der Teilnahmezertifikate durch den Bayerischen Staatsminister für Digitales, Fabian Mehring. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung von Innovation, Unternehmertum und technologiegetriebenen Gründungen für die Zukunftsfähigkeit Bayerns und Europas.

LEW und Funkenwerk starten strategische Kooperation

Einen weiteren Impuls setzte die Keynote der Lechwerke AG (LEW). Die Teilnehmenden erhielten spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Energie, Transformation und Innovation. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung unternehmerisches Denken und neue Lösungsansätze für die Gestaltung zukünftiger Herausforderungen haben.

Ein besonderes Highlight des Abends war die offizielle Bekanntgabe einer neuen Kooperation zwischen der LEW und dem Institut für Gründung und Innovation – Funkenwerk. Gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Buck stellte die Dr. Johann Schwenk
Leiter Unternehmensstrategie, Digitalisierung und Innovation der LEW die zukünftige Zusammenarbeit vor, die den Austausch zwischen Hochschule, Wirtschaft und Innovationsszene weiter stärken soll.

Ein erster sichtbarer Meilenstein dieser Partnerschaft wird der Funkenwerk Award powered by LEW sein, der im Herbst erstmals gemeinsam ausgeschrieben wird. Ziel des Awards ist es, innovative Ideen, unternehmerisches Denken und herausragende Projekte aus der Hochschulcommunity sichtbar zu machen und gezielt zu fördern.

Mehr als ein Seminar

Die Schwaben Innovation Masterclass zeigt beispielhaft, wie moderne Entrepreneurship Education aussehen kann: interdisziplinär, hochschulübergreifend, praxisnah und international. Für viele Teilnehmende entstanden dabei nicht nur neue Kompetenzen, sondern auch Freundschaften, Projektideen und wertvolle Kontakte für ihre berufliche Zukunft.

Für das Funkenwerk der Technischen Hochschule Augsburg ist die Masterclass ein wichtiger Baustein, um Studierende frühzeitig für Innovation, Gründung und unternehmerisches Denken zu begeistern und die Innovationskraft der Region nachhaltig zu stärken.

Großes Interesse am Funkenwerk Schwarzen Brett

Besonders nachgefragt war auch das Funkenwerk Schwarze Brett. Bereits vor der Veranstaltung hatten Studierende, Gründungsinteressierte und Mitglieder der Community ihre Gesuche veröffentlicht und nach Mitgründerinnen, Mitgründern, Projektpartnern oder Unterstützenden gesucht.

Während des Meetups entwickelte sich das Community-Board schnell zu einem zentralen Treffpunkt. Neben zahlreichen Gesuchen wurden auch viele Angebote aus der Community ausgehängt – von technischem Know-how über Design-Kompetenzen bis hin zu Unterstützung bei Marketing oder Vertrieb.

Alle aktuellen Gesuche und Angebote sind ab sofort online verfügbar: https://production.tha.de/hochschule/organisation/einrichtungen/institut-fuer-gruendung-und-innovation-tha-funkenwerk/schwarzes-brett/ 

Nach der Masterclass ist vor der Masterclass

Bereits heute laufen die Vorbereitungen für die nächste Runde. Studierende aller Fachrichtungen der vier Partnerhochschulen können sich zum kommenden Wintersemester erneut für die exklusive Schwaben Innovation Masterclass bewerben.

Wer Innovation nicht nur verstehen, sondern aktiv gestalten möchte, findet hier die passende Plattform: mit neuen Perspektiven, starken Netzwerken und der Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Zukunftsmacherinnen und Zukunftsmachern an den Ideen von morgen zu arbeiten.

Innovation lebt von Begegnungen

Neben den Programmpunkten stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Bei stabilem Sommerwetter nutzte di eCommunity die Gelegenheit, sich kennenzulernen, Ideen weiterzuentwickeln und neue Projekte anzustoßen.

Das Meetup verdeutlichte einmal mehr, welche Rolle das Funkenwerk als Brücke zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gründungsszene einnimmt. Aus ersten Gesprächen entstehen Kontakte, aus Kontakten Projekte – und aus Projekten nicht selten die Gründungen von morgen.

Mit zahlreichen Impulsen, spannenden Begegnungen und vielen vielversprechenden Ideen endete ein Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie lebendig die Innovations- und Gründungskultur an der Technischen Hochschule Augsburg inzwischen geworden ist.

Starke Partner ermöglichen starke Community

Das Funkenwerk Community Meetup lebt vom Engagement vieler Beteiligter. Ein besonderer Dank gilt der Fachschaft Informatik VOID, die den Grillabend mit großem Einsatz organisierte und damit maßgeblich zur offenen und entspannten Atmosphäre der Veranstaltung beitrug.

Ebenso bedankt sich das Funkenwerk beim Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT für die Unterstützung und das Sponsoring der Veranstaltung.