
03.04.2024 - 01.12.2025

Für das Projekt Werkstattwelten wurden leicht anpassbare Avatare entwickelt, die gezielt auf die Anforderungen des jeweiligen Szenarios zugeschnitten sind. Im Fokus stand nicht die Erstellung generischer 3D-Figuren, sondern die Entwicklung flexibler, kontextsensitiver Avatare, die unterschiedliche Personengruppen realistisch und respektvoll repräsentieren können.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Berücksichtigung soziologischer Fragestellungen. Die Avatare ermöglichen die Darstellung von Diversität und Inklusion, indem sie unterschiedliche Körperformen, Altersgruppen, Geschlechter sowie kulturelle Hintergründe abbilden können. Dadurch wird der digitale Raum als sozialer Raum verstanden, in dem gesellschaftliche Vielfalt sichtbar und gestaltbar wird.
Im Gegensatz zu handelsüblichen, vorgefertigten 3D-Charakteren sind diese Avatare nicht statisch oder allgemein gehalten. Sie wurden spezifisch für das Projekt entwickelt und lassen sich gezielt an neue Szenarien, narrative Kontexte oder funktionale Anforderungen anpassen. Dies erlaubt eine präzisere inhaltliche Aussage und vermeidet stereotype oder unpassende Darstellungen.
Gestalterisch orientieren sich die Avatare am Art Style des Hauptprojekts. Formensprache, Proportionen und visuelle Reduktion wurden bewusst aufeinander abgestimmt, um eine kohärente visuelle Identität zu schaffen und die Avatare nahtlos in die Gesamtästhetik einzubetten.
Das Projekt zeigt, wie adaptive Avatare als gestalterisches, soziales und technisches Werkzeug eingesetzt werden können, um digitale Umgebungen differenziert, inklusiv und kontextbezogen zu gestalten.


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Stefanie Rausch | |
