Die Projektpartner streben die Entwicklung einer Gipsfaserplatte aus recycelten Alttextilfasern an. Ziel ist die Herstellung eines textilen Vlieses, das in die Gipsfaserplatte integriert wird. Diese Idee geht über den aktuellen Stand der Technik hinaus, da bisher überwiegend technische Materialien wie Carbon- oder Glasfasern zur Verstärkung von Baustoffen eingesetzt werden. Gerade im materialintensiven Trockenbau eröffnet der Einsatz von Textilfasern aus Altmaterialien eine nachhaltige und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Rohstoffen.
Im Fokus des Projektes steht die Herstellung von Gipsfaserplatten, die durch eine gezielte Anordnung der Textilfasern nicht nur eine höhere Festigkeit und Homogenität erreichen, sondern auch ökologisch und ökonomisch vorteilhafter sind. Die recycelten Fasern ersetzen energieintensive Rohstoffe wie Zellulose, die oft aufwändig hergestellt werden müssen, und tragen so zu einer deutlichen Reduzierung des Ressourcen- und Energieverbrauchs bei.
Darüber hinaus bietet die geplante Lösung einen Weg, große Mengen an Alttextilien, die bisher nur wenig genutzt wurden, sinnvoll zu verwerten. Dadurch wird nicht nur der Textilabfall reduziert, sondern es entstehen auch umweltfreundliche Bauprodukte, die den ökologischen Fußabdruck der Bauindustrie verringern.