WISH2026 – AI-Winterschool
Transformationsraum AI - Winterschool 2026 auf Kloster Speinshart (3.–7. März 2026)
Wie verändern KI und Digitalisierung Produktion, Rezeption und Berufsbilder in den Künsten — und welche Kompetenzen braucht es, um diese Prozesse aktiv mitzugestalten? Eine Woche lang arbeiten Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Studierende inter‑ und transdisziplinär in Workshops zu KI‑gestützter Übersetzung, neuen kreativen Schreibformen und ethischen Fragestellungen. Gemeinsam entwickeln wir zudem eine digitale Plattform zur Vermittlung der Ergebnisse. Ergänzt wird das Programm durch Programmier‑ und Technologieeinführungen, Impulsvorträge, künstlerische Beiträge und ein vielfältiges Rahmenprogramm — alles vor der inspirierenden Kulisse von Kloster Speinshart. Teilnehmende erhalten Raum, um kritisch zu reflektieren, praxisnah zu experimentieren und neue Schlüsselqualifikationen für die digitale Kultur mitzubringen und auszubauen.
SPEAKER:INNEN & WORKSHOP-LEITER:INNEN
Keynote-Speaker:innen
| Prof. Dr. Peter Knees (TU Wien) | |||
| Bastian Vobig (HfM Nürnberg) | Bastian Vobig studierte Musikwissenschaften und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Labor für Künstliche Kreativität und Musikalische Interaktion der Hochschule für Musik Nürnberg sowie am Labor für Musiktherapie der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Als Promotionsstudent der Musikwissenschaften erforscht er Ansätze zur Integration digitaler und KI-basierter Methoden zur Erfassung und Analyse musikalischer Interaktion in musiktherapeutischen Improvisationen sowie deren Anwendung in der klinischen Praxis. In seiner bisherigen Arbeit entwickelte er eine der ersten digitalen Assessment-Anwendungen der Musiktherapie, die Verfahren des maschinellen Lernens nutzen. Seine Forschungsinteressen liegen in der empirischen Untersuchung (ko-)kreativer Prozesse, musikalischer Interaktion und Kommunikation in improvisatorischen Kontexten, mit einem besonderen Fokus auf interdisziplinäre Ansätze zwischen Musik, Therapie und Künstlicher Intelligenz. |
Workshop-Leiter:innen
- Klaus Staudacher (bidt)
- Claudia Hamm (Berlin)
Claudia Hamm ist Autorin, Literaturübersetzerin und Theatermacherin (u.a. am Burgtheater Wien). Für ihre Übertragungen u.a. von Emmanuel Carrère, Matthias Énard, Yasmina Reza, Joseph Andras, Joseph Ponthus und Ivan Jablonka erhielt sie den Jane-Scatchered-Preis der Ledig-Rowohlt-Stiftung, den Übersetzerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und viele weitere Auszeichnungen. Sie ist Mitgründerin des Festivals translationale berlin und unterrichtete z.B. an der Akademie für Bildende Künste Wien, der FU Berlin, Uni Göttingen und an den Literaturinstituten Hildesheim und Bern. Mehrere Jahre lang war sie Mentorin des trinationalen Goldschmidt-Programms für junge Literaturübersetzende. Ihre Essays erscheinen u.a. in Sinn und Form, Merkur, Sprache im Technischen Zeitalter und in Anthologien. 2023 veröffentlichte sie mit den drei deutschsprachigen Literaturübersetzungsverbänden auf change.org das „Manifest für menschliche Sprache“, es folgten zahlreiche Essays und Vorträge zu generativer KI und 2024 bei Hanser der Sammelband „Automatensprache“. 2026 erscheint der Folgeband „Gott spielen“ im Dittrich Verlag. In Berlin koorganisiert sie den Stammtisch „Tech-Mündigkeit“ in der Lettrétage, im europäischen Dachverband der Literaturübersetzer ist sie in der KI-Gruppe aktiv. In Podcast-Reihe "Fünf vor Zwölf" findet sich folgendes Gespräch mit ihr:https://ethik-der-textkulturen.de/etk/medien/podcast-fuenf-vor-zwoelf/ - Dr. Markus Frank MPA (LMU)
- Prof. Dr. Julia Krumme (THA)
- Prof. Dr. László Kovács (THA)
- Prof. Dr. Frieder von Ammon (LMU)
- Prof. Dr. Stephanie Waldow (UNA)
- Jörg Piringer
TAGUNGSORT/ANREISE
Andresse:
Speinshart Scientific Center for AI and SuperTech
Klosterhof 2, 92676 Speinshart
Tel.: +49 151 55611218, E-Mail: [Bitte aktivieren Sie Javascript]
Anreise:
Nähere Infos zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und PKW finden Sie auf der Seite des Klosters.
ZEITPLAN
Dienstag, 3. März 2026
| 14.00 – 16.00 Uhr | Anreise | |
| 16.00 – 17.00 Uhr | Get Together im Kloster Speinshart | |
| 17.30 – 19.00 Uhr | Impulsvortrag »Digitaler Humanismus – Interdisziplinäre Forschungsfelder der digitalen Transformation« (Peter Knees)
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern zentrale Bereiche von Gesellschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Der Vortrag beleuchtet diese Transformationsprozesse aus der Perspektive des Digitalen Humanismus und diskutiert die Gestaltung technologischer Innovation im Einklang mit demokratischen Werten, Transparenz und sozialer Verantwortung. Im Fokus stehen Fragen algorithmischer Entscheidungsprozesse, Macht- und Abhängigkeitsstrukturen digitaler Infrastrukturen sowie neue Anforderungen an Kompetenzen und Bildung. Besonderes Gewicht liegt auf der Bedeutung interdisziplinärer Forschung zwischen Informatik, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, um die digitale Transformation kritisch zu reflektieren und aktiv mitzugestalten. | |
| 19.30 – 21.00 Uhr | Abendessen |
Mittwoch, 4. März 2026
| 7.30 – 10.00 Uhr | Frühstück | |
| 10.30 – 13.00 Uhr | Workshop »Digitaler Humanismus - was er ist und was aus ihm folgt (Klaus Staudacher) | |
| 13.00 – 14.00 Uhr | Mittagessen | |
| 14.30 – 17.30 Uhr | Workshop »Technische Grundlagen und lokaler Betrieb generativer KI« (Markus Frank) | |
| 18.00 – 19.00 Uhr | Aufgleisen der Arbeitsgruppen | |
| 19.00 – 21.00 Uhr | Abendessen |
Donnerstag, 5. März 2026
| 7.30 – 10.00 Uhr | Frühstück | |
| 10.00 – 13.00 Uhr | Workshop »Eine Sandfabrik in der Wüste. Sprachattrappen und innere Welten beim Literaturübersetzen mit und ohne KI« (Claudia Hamm) | |
| 13.00 – 14.00 Uhr | Mittagessen | |
| 14.00 – 19.00 Uhr | Freie Zeit für Arbeitsgruppen und gemeinsame Wanderung | |
| 19.00 – 21.00 Uhr | Abendessen |
Freitag, 6. März 2026
| 7.30 – 9.00 Uhr | Frühstück | |
| 9.00 – 12.00 Uhr | Workshop »Schreiben mit künstlicher Intelligenz (und gegen sie)« (Jörg Piringer) | |
| 12.00 – 13.30 Uhr | Mittagessen | |
| 13.30 – 16.00 Uhr | Impulsvortrag »Wie klingt Depression? Zur KI-gestützten Analyse musikalischer Interaktion in musiktherapeutischen Improvisationen« (Bastian Vobig) Das Seminar "Wie klingt Depression?" präsentiert die Entwicklung, Umsetzung und Ergebnisse des internationalen und interdisziplinären Forschungsprojekts HIGH-M, das den Einfluss depressiver Erkrankungen auf die musikalische Interaktion in musiktherapeutischen Improvisationen untersucht hat. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Entwicklung eines digitalen Tools, das mithilfe von maschinellem Lernen musikalische Daten für die Diagnostik und das Assessment von Depression nutzbar macht. Im Seminar werden drei zentrale Fragestellungen des Projekts vorgestellt und diskutiert: Wie lassen sich komplexe (Hör-)Erfahrungen für digitale Prozesse formalisieren? Wie kann die Expertise von Fachleuten integriert und mithilfe von maschinellem Lernen rekonstruiert werden? Wie lassen sich quantitative Daten zur praktischen Anwendung anhand eigener Erfahrungen interpretieren? Zur Veranschaulichung dieser Prozesse beinhaltet das Seminar einen interaktiven Anteil, in dem die Teilnehmer*innen eingeladen sind, miteinander auf E-Pianos zu improvisieren, ihre Erfahrungen auszutauschen und diese mit den Analyseergebnissen in Verbindung zu setzen. Anhand dieses Forschungsprojekts lassen sich zentrale Rollen von (interdisziplinärer) Zusammenarbeit, sensibler Systementwicklung und der praktischen Implementierung von KI-gestützten Anwendungen in therapeutischen Kontexten diskutieren. | |
| 16.30 Uhr – 18.00 Uhr | Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen | |
| 18.00 _ 19.30 Uhr | Abendessen | |
| 19.30 Uhr | Konzert »Das Gehirn – eine musikalische Erkundung« |
Samstag, 7. März 2026
| 7.30 – 9.30 Uhr | Frühstück | |
| 10.00 Uhr | Ende der Winterschool und Abreise |
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