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KI trifft Mittelstand – Sprachmodelle als Innovationstreiber

Workshop am TTZ Landsberg zeigt praxisnahe Einsatzmöglichkeiten von KI im Unternehmensalltag

 
Der wissenschaftliche Mitarbeiter Qing Huang des TTZ Landsberg erklärt Hintergründe zum Sprachmodelle-Demonstrator, der vom TTZ entwickelt wurde © Ann-Katrin Heringer
24.04.2026
Augsburg/Landsberg am Lech

Wie lassen sich Künstliche Intelligenz und insbesondere Sprachmodelle gewinnbringend im Unternehmensalltag einsetzen? Dieser Frage widmete sich ein Workshop des TTZ Data Science und Autonome Systeme in Landsberg am Lech im Industrial MakerSpace. Die Veranstaltung knüpfte an die erfolgreiche Auftaktveranstaltung im Oktober 2025 an und stieß erneut auf großes Interesse in der regionalen Wirtschaft.

 

Im Mittelpunkt stand das Zukunftsthema Large Language Models (LLMs) und deren konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Mittelstand. Ziel war es, Unternehmen praxisnah aufzuzeigen, wie KI-gestützte Sprachsysteme sinnvoll integriert und genutzt werden können.

Ein besonderes Highlight des Workshops war die Präsentation eines Demonstrators, der anschaulich die Funktionsweise sogenannter Retrieval-Augmented Generation (RAG) verdeutlichte. Dieser wurde aus den Ergebnissen des ersten Sprachmodelle-Workshops im Oktober 2025 entwickelt. Durch die gezielte Verknüpfung von Sprachmodellen mit unternehmensspezifischem Wissen eröffnen sich vielfältige Potenziale – etwa für eine effizientere Nutzung interner Informationen oder eine intelligentere Kundenkommunikation.

Praxisnahe Einblicke und intensiver Austausch

Im direkten Austausch zwischen Teilnehmenden und den Experten des TTZ - Prof. Dr. rer. nat. Sebastian Dorn, Prof. Dr.-phil. Alessandra Zarcone und Prof. Dr. Jianing Zhang - wurde deutlich, dass die Einsatzmöglichkeiten von Sprachmodellen branchenübergreifend sind. Gleichzeitig besteht ein hoher Bedarf an konkreten, praxisorientierten Lösungen, die sich unmittelbar in Unternehmensprozesse integrieren lassen.

Technologietransfer als Motor für Innovation

Die Veranstaltung verdeutlicht die Bedeutung des TTZ Data Science und Autonome Systeme als zentrale Schnittstelle für den Technologietransfer in der Region. Im Fokus steht dabei, Innovationen nicht nur theoretisch zu beleuchten, sondern gemeinsam mit Unternehmen in die konkrete Anwendung zu überführen. Eine wichtige Grundlage zur Umsetzung solcher Vorhaben bieten Förderprogramme – insbesondere in enger Zusammenarbeit mit Forschungspartnern.

Unternehmen haben ab sofort die Möglichkeit, hier ihr Interesse an einer Zusammenarbeit im Bereich Sprachmodelle zu bekunden – auch im Hinblick auf eine mögliche Beteiligung an geförderten Projekten – und so aktiv an der Weiterentwicklung von KI-Anwendungen mitzuwirken.

Ausblick auf weitere Formate

Ein weiterer Workshop ist bereits in Planung: Im nächsten Termin wird das Thema Predictive Maintenance im Fokus stehen. Damit setzt das TTZ seine Reihe praxisnaher Veranstaltungen fort und bietet Unternehmen weiterhin die Möglichkeit, sich frühzeitig mit zentralen Zukunftstechnologien auseinanderzusetzen.

Impressionen vom Sprachmodelle-Workshop

 
Sebastian gibt einen Rückblick
Prof. Dr. rer. nat. Sebastian Dorn gibt einen Rückblick auf die Ergebnisse des letzten Sprachmodelle-Workshops.
Testen des Demonstrators
Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, den vom TTZ entwickelten Chatbot (Demonstrator) zu testen. Bilder: ©Michaela Limmer

Kontakt

 

Ansprechpartner

Prof. Dr. rer. nat. Sebastian Dorn

Geistes- und Naturwissenschaften
TTZ Landsberg

Julian Stähler, M.Sc.

Elektrotechnik
TTZ Landsberg

Telefon: 

+49 821 5586-2166

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