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Transformation im Dialog – Mobilität als gemeinsame Aufgabe

Kamingespräch am TTZ Landsberg zeigt, wie Austausch, KI und neue Perspektiven die Zukunft der Mobilität prägen

 
Fishbowl-Diskussion mit Vertretern aus der Mobilitäts- und Transfomationsbrache, inklusive dem wissenschaftlichen Leiter für Autonome Systeme, Carsten Markgraf (3. v. l.). © Michaela Limmer
03.03.2026
Augsburg/Landsberg am Lech

Transformation beginnt dort, wo Menschen miteinander kommunizieren. Genau das wurde beim Kamingespräch der Reihe „Transformation. Im Dialog. Mobilität“ von Bayern Innovativ mit dem TTZ Data Science und Autonome Systeme in Landsberg am Lech als Gastgeber deutlich.

 

Die Veranstaltung im Rahmen von transform.by von Bayern Innovativ brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um zentrale Fragen der Mobilitätstransformation zu diskutieren.

Nach Einblicken in die Arbeit des TTZ Landsberg durch den Geschäftsführer Julian Stähler – inklusive optionaler Führung am Industrial MakerSpace – stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Für inhaltliche Impulse sorgte die Keynote von Prof. Tim Bruysten unter dem Titel „Eine neue Wettbewerbslogik: Strategien für KMU – heute und morgen“. Darin wurde deutlich, dass technologischer Fortschritt zunehmend sprunghaft verläuft und insbesondere Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik bestehende Marktlogiken grundlegend verändern.

Ein zentrales Thema des Abends war die steigende Dynamik von Veränderung. Die Geschwindigkeit von Lern- und Entscheidungsprozessen wird selbst zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig wurde betont, dass klassische Ansätze der Zukunftsplanung nicht mehr ausreichen: Szenariotechniken und ein erweiterter Blick auf mögliche Entwicklungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Austausch auf Augenhöhe in der Fishbowl-Diskussion

Ein besonderes Highlight bildete die von Holger Czuday, Leiter des Clusters Automotive bei Bayern Innovativ, moderierte Fishbowl-Diskussion. Expertinnen und Experten sowie Teilnehmende diskutierten gemeinsam zentrale Fragestellungen: Wie gelingt nachhaltige Veränderung? Welche Rolle spielen Technologie, Unternehmenskultur und Führung? Und wie kann die Mobilität von morgen aktiv gestaltet werden?

Unter den Experten war der wissenschaftliche Leiter für Autonome Systeme am TTZ Landsberg, Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgraf, der in der Diskussion betonte: "Transformation ist kein Einzelprojekt, sondern ein kontinuierlicher, gemeinschaftlicher Prozess. Innovation entsteht durch Zusammenarbeit und durch den Austausch unterschiedlicher Perspektiven."

Auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz wurde intensiv beleuchtet – verbunden mit der Frage, welche Bedeutung dem Menschen im Transformationsprozess zukommt. Deutlich wurde: Technologische Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten, doch ihr Erfolg hängt maßgeblich von Zusammenarbeit, Offenheit und einer aktiven Gestaltung ab.

Neue Chancenfelder und organisatorischer Wandel

Neben Herausforderungen wurden auch neue Chancenfelder für kleine und mittlere Unternehmen aufgezeigt. Diese entstehen nicht nur im Automotive-Bereich, sondern auch in Feldern wie AI/Compute, Robotik, Energie, regulatorischen Technologien und Klimaschutz. Märkte rund um Rechenzentren, Drohnen, Batteriespeicher oder kollaborative Robotik gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Gleichzeitig wurde Transformation als umfassende Organisationsaufgabe verstanden: Der Weg führt von analogen Strukturen über digitale Kompetenzen und Kulturen hin zu vernetzten Ökosystemen – mit der Perspektive einer integrierten „AI+Robot“-Organisation.

 

Impressionen vom Kaminabend "Transformation im Dialog" am TTZ Landsberg

 
Holger Czuday von Bayern Innovativ im Interview mit dem Geschäftsführerer des TTZ Landsberg, Julian Stähler
Holger Czuday von Bayern Innovativ im Interview mit dem Geschäftsführer des TTZ Landsberg, Julian Stähler.
Prof. Tim Bruysten hielt eine spannende Keynote.
Prof. Tim Bruysten hielt eine spannende Keynote. Bilder: ©Michaela Limmer

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