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Von Puppenkiste bis Strömungskörper

Spannende Projektarbeiten aus den Bachelorstudiengängen

 
06.03.2026

Im Wintersemester haben die Bachelorstudierenden der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik fünf spannende Projektarbeiten realisiert. Mit dabei, zwei besondere Highlights: Ein Projekt mit der Augsburger Puppenkiste und ein Projekt für den Windkanal der THA.

 

Mit den Projekten des Wintersemesters 2025/2026 deckten die Studierenden ein breites fachliches Spektrum ab, das auf die vielschichtige Ausbildung an der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der THA weist:

  • Im Bereich Stoffanalyse und Ökobilanzierung wurde das Projekt "RezyCycle (AIF Projekt) - Ökologische und ökonomische Potentialabschätzung" eingereicht.
  • In der Konstruktion und Produktentwicklung schlossen die Studierenden Projekte zu den Themen "Design eines Strömungskörpers für den Windkanal der Technischen Hochschule Augsburg" und "Auslegung einer multifunktionalen Prüfstandsfläche für Wasserstoffanwendungen" ab.
  • Produktionstechnisch kamen mit der "Fertigungsoptimierung in der Werkstatt der Augsburger Puppenkiste durch 3D-Druck" und einer Zusammenarbeit mit der Audi Anlagenplanung ebenso zwei erfolgreiche Projektarbeiten zustande.

3D-Druck für die Augsburger Puppenkiste auf dem Prüfstand

 

Lea Schwenzer, Stefanie Heller, Imre Pardi, Felix Rottenfußer und Johannes Groß setzten unter Betreuung von Jessica Marschall, Puppenspielerin und Regisseurin, sowie Prof. Michael Schmid im zurückliegenden Semester ein Projekt mit der Werkstatt der weltbekannten Augsburger Puppenkiste um. Ziel des Projekts war es, zu eruieren, inwiefern das 3D-Druck-Verfahren bei der Herstellung von Requisiten für das Marionettentheater eingesetzt werden kann. 

Die Studierenden untersuchten, ob additive Fertigungsverfahren, in diesem Fall der 3D-Druck, ergänzend zur aufwendigen Handarbeit in den Werkstätten eingesetzt werden können, um, unter Beibehaltung der hohen Qualität und des künstlerischen Anspruchs, eine Entlastung und Effizienzsteigerung bei der Produktion von Requisiten zu erreichen. Im Zuge der Projektarbeit durften sie auch hinter die Kulissen des Marionettentheaters, in die hervorragend ausgestatteten Werkstätten und das beeindruckende Lager, blicken. Dort trafen die Studierenden auf alte Bekannte, wie Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer.

Als beispielhaften Demonstrator erfassten sie eine bestehende Davidstatue aus dem Stück "Die kleine Meerjungfrau" mithilfe eines 3D-Scanners und produzierten diese im 3D-Druck Verfahren. Anschließend verglichen sie die gedruckte Statue sowohl unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten (z. B. Zeitaufwand, Reproduzierbarkeit, Aufwand bei Nachbearbeitung) als auch hinsichtlich qualitativer Kriterien (Detailtreue, Stabilität, Optik) mit den traditionell handgefertigten Originalen.

Das Projekt stellt eine schöne Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Augsburger Puppenkiste dar. Schon im Semester zuvor wurde mit dem "Interaktiven MINT Puppenmuseumsstand" ein gemeinsames Projekt umgesetzt. 

 

 
Bunte Davidstatue
Model Davidstatue
Scan Statue
Jessica Marschall mit Davidstatue
Jessica Marschall mit Davidstatue
 

Neuer Strömungskörper für den Windkanal der THA

 

Raman Murad, Erik Lenhardt, Benedikt Neher, Constantin Pawlitschko, Fabian Schneider und Miklas Beißwenger erarbeiteten in ihrem Projekt einen Stömungskörper, der der Bereitstellung von Messdaten zur Validierung strömungsmechanischer Simulationsmodelle im Modul CFD in den Masterstudiengängen dienen wird. Dazu entwarfen sie einen Strömungswiderstand aus zwei kreisrunden Zylindern, der viele Parametrisierungen ermöglicht, und integrierten diesen konstruktiv und messtechnisch in den Windkanal der Technischen Hochschule Augsburg.

Strömungskörper

Wir gratulieren den Studierenden zu einem erfolgreichen Projektseminar und freuen uns mit ihnen über die sehr gelungenen Projektarbeiten.