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Studierende bauen Hochgeschwindigkeitsdrohne

Einblicke in das Projekt aus dem Masterstudiengang Maschinenbau

 
Der erste Prototyp beim Testflug / © Matthias Schlägel
09.01.2023

Über 500 km/h beginnt der Hochgeschwindigkeitsbereich. Als Projekt im Masterstudiengang entwickeln Studierende mit Unterstützung von Prof. Dr.-Ing Matthias Schlägel eine flächenbasierte Drohne, die nicht nur den Widerständen bei diesen Geschwindigkeiten trotzt, sondern auch autonom fliegen soll.

 

Im Wintersemester 21/22 hat eine Projektgruppe dafür einen ersten Prototyp konstruiert und gebaut, der bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h geflogen ist. In diesem Semester wird das Projekt von einer neuen Studierendengruppe auf das nächste Level gehoben.

Bei der Entwicklung und beim Bau der Drohne stellen sich die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure verschiedenen Herausforderungen. Um den starken Belastungen bei über 500 km/h gewachsen zu sein, wird der neue Prototyp aus Kohlefasern gefertigt. Für Modelle dieser Größenordnung gibt es kaum standardisierte Teile, die zugekauft werden könnten. Viele Elemente, wie beispielsweise die Propeller, müssen daher von der Projektgruppe selbst gebaut werden.

Um die anvisierte Geschwindigkeit zu erreichen, braucht die Drohne zudem einen leistungsstarken Antrieb mit zwei Motoren. Diese müssen auf beiden Seiten die gleiche Schubkraft erzeugen. Damit dies gelingt, justieren die Studierenden aktuell die beiden Motoren und stellen dadurch einen stabilen Flug des neuen Prototyps sicher.

Mit dem Studienprojekt wird die Systemkompetenz der angehenden Ingenieur:innen gefördert, da sie ein gesamtes Produkt praktisch umsetzen. Das bringt einen Schub an Motivation mit sich auch die nötigen Kompetenzen in den Bereichen Festigkeitslehre, Aerodynamik und der Umsetzung elektrischer Antriebe im Zusammenspiel zu vertiefen.