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CirTex-Projekt SIRUp

Repräsentative Befragung zu zirkulären Textilien – Erste Ergebnisse

 
Foto: Freepik
23.02.2026

Im Rahmen des CirTex-Projekts SIRUp (Social Innovations in Re- und Upcycling, Fraunhofer CeRRI) wurde eine repräsentative Befragung durchgeführt. Ziel war es, das Wissen, die Einstellungen und das Nutzungsverhalten der Bevölkerung in Bezug auf Re- und Upcycling von Bekleidung zu untersuchen. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, welche Barrieren und Chancen für eine zirkuläre Textilwirtschaft bestehen – und welche Bevölkerungsgruppen besonders offen für nachhaltige Alternativen sind.

Drei zentrale Erkenntnisse aus den Daten:

  1. Zirkulär orientierte Personen nutzen mehr Wiederverwendungswege
    Wer einen hohen Second-Hand-Anteil im Kleiderschrank hat und sich - im Vergleich zu anderen Personen - gut mit recycelter oder upgecycelter Kleidung auskennt, nutzt deutlich aktivere und vielfältigere Wiederverwendungswege, etwa Spenden, Weitergabe oder Verkauf. Personen ohne Second-Hand-Erfahrung oder ohne entsprechendes Vorwissen nutzen dagegen häufiger Alttextilcontainer.
  2. Zwischen Begeisterung und starken Vorbehalten
    Die Ergebnisse zeigen ein klares Spannungsfeld: Ein Teil der Befragten verbindet recycelte und upgecycelte Kleidung mit positiven Gefühlen wie Stolz und Freude. Gleichzeitig sind Vorurteile weit verbreitet. Besonders häufig genannt werden Hygiene- und Sauberkeitsbedenken, noch vor Zweifeln an Qualität und Haltbarkeit.
  3. Nachhaltigkeit ist besonders Frauen und Jüngeren wichtig
    Nachhaltigkeit beim Kleidungskauf spielt vor allem für Frauen und jüngere Altersgruppen eine wichtige Rolle. Frauen bewerten Nachhaltigkeit deutlich häufiger als „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“ als Männer. Auch die 18- bis 39-Jährigen stufen nachhaltige Herstellungsbedingungen überdurchschnittlich oft als wichtig ein.

Diese Befunde bilden die Grundlage für die nächsten Schritte im CirTex-Projekt SIRUp. In digitalen Fokusgruppen und Co-Creation-Workshops werden gemeinsam mit Endnutzenden, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren neue Kommunikationsstrategien und Angebotsformate entwickelt, um zirkuläre Textilnutzung noch zugänglicher und attraktiver zu machen.

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