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Exkursion mit Masterstudierenden zur DGSA‑Jahrestagung 2026

Exkursion mit Masterstudierenden zur DGSA‑Jahrestagung 2026 an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach

 
Foto: Nicole Klinkhammer
24.04.2026
Mönchengladbach

Gemeinsam mit Studierenden des neuen Masterstudiengangs „Forschungsbasierte Praxisentwicklung in der Sozialen Arbeit“ nahm Exkursionsleiterin Prof.in Dr.in Nicole Klinkhammer im Rahmen der Modulveranstaltung „Diskursarenen in der Sozialen Arbeit“ am 24. und 25. April 2026 an der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) teil.

 

Autoritäre Verschiebungen des Sozialen im Fokus

Unter dem Titel „Autoritäre Verschiebungen des Sozialen. Demokratiefeindliche Entwicklungen und Eingriffe in Kontexten Sozialer Arbeit“ brachte die Tagung rund 650 Teilnehmende aus Wissenschaft und Fachpraxis zusammen. In über 70 Panels und einer Postersession wurde in verschiedenen Formaten aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert, wie sich gesellschaftliche Polarisierungen, rechte Einflussnahmen und demokratiefeindliche Tendenzen auf Felder Sozialer Arbeit auswirken. Mit Panels zu den Themen „Politische Einmischung als Wissenschaftler*in. Selbstvergewisserungen in autoritären Zeiten“, „Diversität und Intersektionalität in der Sozialen Arbeit als Antwort auf autoritäre Verschiebungen: Theorie, Forschung, Praxiswaren“ sowie „Einsamkeit als Risikofaktor für soziale Teilhabe und Demokratieverbundenheit - Impulse für eine teilhabe- und vertrauensfördernde Beziehungsgestaltung in ausgewählten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit“ waren Prof. Dr. Simon Goebel, Prof.in Dr.in Janine Linßer und Prof. Dr. Daniel Niebauer aus dem Fachbereich vertreten.

Plenum
Foto: Nicole Klinkhammer
 

Die Keynotes – unter anderem zu gesellschaftlichen Spannungen, Demokratiegefährdungen und professionellen Herausforderungen – machten deutlich: Soziale Arbeit steht unter Druck, zugleich nimmt sie als Profession und Disziplin eine zentrale Rolle in der Demokratiebildung sowie in der Förderung und Stärkung demokratischer Haltungen wie Strukturen in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit ein. Denn, so brachte es die Keynote-Sprecherin Prof.in Eva Grigori auf den Punkt: „Politisch heikel ist nicht das Ende, sondern der Anfang unseres Auftrags“!

"Politisch heikel" ist nicht das Ende, sondern der Anfang unseres Auftrags - die wichtige Message an alle
Foto: Nicole Klinkhammer
 
Nein zu Gewalt
Foto: Jana Meiser

Soziale Arbeit ist politische Arbeit

Vor diesem Hintergrund wurde erneut deutlich, wie wichtig eine klare professionelle, demokratische Haltung für die Profession und Disziplin ist. Soziale Arbeit ist nie unpolitisch – sie ist politische Praxis und politische Bildung, auch und gerade an Hochschulen. Diese Perspektive bildet einen wichtigen Bezugspunkt für Lehre und Forschung in unserer Fakultät.

 

 
„Soziale Arbeit on Tour“ – die Exkursionsgruppe
Foto: Nicole Klinkhammer

Impulse für Studium und forschungsbasierte Praxisentwicklung

Die Teilnahme an der Jahrestagung bot den Studierenden vielfältige Anknüpfungspunkte und Impulse für ihr gerade gestartetes Masterstudium. Die verschiedenen Einblicke in empirische Forschung und Praxisansätze machten die Tagung zu einer wertvollen Erfahrung und stärkten den Ansatz des Masters, nämlich Räume für die Entwicklung von Vorhaben zu schaffen, die ein Nachdenken über Transferansätze von der Theorie in die Praxis als auch von der Praxis in die Theorie zulassen.