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Studierende der Sozialen Arbeit nehmen an International Week zum Thema KI in Geel (Belgien) teil

Im Zentrum stand der Einfluss, den Künstliche Intelligenz auf die Gesellschaft nimmt, und die Bedeutung für die Soziale Arbeit

 
26.03.2024
Geel, Belgien

Die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen Künstlicher Intelligenz steht in der Sozialen Arbeit noch am Anfang. Prof'in Dr'in Nicole Klinkhammer und Studierende der Sozialen Arbeit nutzten die Gelegenheit, an der diesjährigen International Week der Thomas More University in Geel, Belgien, teilzunehmen, um gemeinsam mit einem internationalen Publikum verschiedenste Fragen rund um das Thema KI zu diskutieren. 

 

Unter dem Titel „Democracy or Democrazy: navigating the impact of AI on society" organisierte die belgische Partnerhochschule vom 18. bis 22. März 2024 eine interdisziplinär ausgerichtete dreitägige Veranstaltung für insgesamt mehr als 200 Lehrende aus der ganzen Welt sowie Studierende unterschiedlicher Fachdisziplinen. Neben der Betrachtung innovativer Entwicklungspotentiale von KI und den Anforderungen, die sich an zukünftige berufliche Fähigkeiten der Studierenden stellen, wurden zudem kritisch aktuell zu beobachtende Einflüsse mit Blick auf das Zusammenleben in einer Demokratie sowie ethische Implikationen von KI betrachtet.

Lucilla Siola, Direktorin für Artificial Intelligence and Digital Industry der Europäischen Kommission, stellte den gerade erst verabschiedeten Beschluss der Kommission zum Umgang mit KI in der Europäischen Union vor. Insgesamt zeigte sich in den Tagen wiederholt das beeindruckende Potential, das sich durch die Anwendung von KI in verschiedenen Bereichen, wie dem Gesundheitssektor oder dem Kommunikationsbereich, ergibt. Zugleich wies der Beitrag von Pieter van Boheemen auf die durch KI verschärften digitalen Herausforderungen demokratischer Werte hin – als ein Beispiel sei der Umgang mit sogenannten Deepfakes genannt.  

Ein Highlight war für die Teilnehmenden die interdisziplinäre Bearbeitung des Themas im Rahmen der Open-Design-Thinking-Methode. Etwa 1.000 Studierende unterschiedlicher Fachdisziplinen widmeten sich einen Tag lang der Frage, wie „(e)quality“ für alle steigen kann. In kleinen Arbeitsgruppen und begleitet von Coaches entwickelten die Studierenden verschiedenste Ideen und Lösungsvorschläge. Die Studierenden der THA waren Teil dieses spannenden, aber auch nicht immer einfachen Arbeitsprozesses.

„Es war sehr interessant, das Thema KI in einem internationalen Kontext zu diskutieren“, sagt Prof'in Dr'in Nicole Klinkhammer. „Zudem haben wir auch einiges über die Anforderungen an die Arbeit in internationalen und interdisziplinären Teams gelernt.“ Der Besuch der Studierenden gemeinsam mit Prof. Klinkhammer stellte der Auftaktbesuch im Rahmen der gerade abgeschlossenen ERASMUS-Vereinbarung der Sozialen Arbeit mit dem Fachbereich der Thomas-More University dar. Seit diesem Jahr haben nun auch die Studierenden der Sozialen Arbeit die Möglichkeit, an der Thomas-More University ihr Auslandssemester zu absolvieren. Darüber hinaus sind weitere Kooperationen für gemeinsame internationale Veranstaltungen mit den Kolleginnen und Kollegen aus Belgien in Planung. So wird Véronique Garcia Alonso bereits im Juni an dem internationalen Workshop von Prof'in Dr'in Nicole Klinkhammer zum Thema Systemsprengerinnen und Systemsprenger teilnehmen. „Das war ein toller Auftakt und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, so resümiert Klinkhammer.

Die Reise von Prof'in Klinkhammer sowie der Studierenden wurde durch die Förderung der Hans-Benedikt-Stiftung sowie die Mittel aus dem Projekt HSA_sustaIn ermöglicht.

 
Begrüßung bei der International Week in Geel
Begrüßung bei der International Week in Geel
Prof.in Klinkhammer (rechts) mit Studierenden der Sozialen Arbeit und Kolleginnen aus Geel
Prof.in Klinkhammer (rechts) mit Studierenden der Sozialen Arbeit und Kolleginnen aus Geel