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THA Awards verliehen

Stifterinnen und Stifter sowie Förderinnen und Förderer würdigen Engagement und besondere Leistungen

 
Fotos: Matthias Leo
27.07.2026

Am 25. Juni hat die Technische Hochschule Augsburg (THA) zusammen mit mehreren Preisstifterinnen und Preisstiftern rückwirkend die THA Awards 2025 verliehen. Mit den Auszeichnungen wurden Personen geehrt, die sich durch besonderes Engagement oder herausragende Leistungen hervorgetan haben.

Adam-Keller-Preis 2025: Felix Bossenmaier

 

Mit seiner herausragenden Masterarbeit zum Thema „Robotic 3D Concrete Printing: Design and Development of a Lightweight Printhead Utilizing a Short-Duration Near-Nozzle Mixing Approach“ hat Felix Bossenmaier eindrucksvoll gezeigt, wie wissenschaftliche Exzellenz und praktische Innovationskraft zusammenwirken können, so die Jury der Adam Keller Baugeschäft GmbH & Co. KG. Besonders bemerkenswert sei, dass er seine Forschungsergebnisse nicht nur fundiert analysierte, sondern mit großem technischem Geschick in einen funktionierenden Demonstrator überführte. Darüber hinaus zeichne er sich durch außergewöhnliches Engagement in internationalen Projekten, in der studentischen Selbstorganisation sowie durch seinen engagierten Wissenstransfer an Mitstudierende aus. Felix Bossenmaier stehe damit beispielhaft für die Verbindung von fachlicher Kompetenz, Innovationsgeist und gesellschaftlicher Verantwortung und ist ein äußerst würdiger Träger des Adam-Keller-Preises.

 
Felix Bossenmaier und Laudator.

BAI-Preis 2025: Fabian Gschrei

 

Fabian Gschrei zeichnet sich, laut Jurybegründung, nicht nur durch hervorragende Leistungen im Maschinenbaustudium aus, sondern insbesondere auch durch sein außergewöhnliches Engagement im Rahmen des internationalen Hackathons Fresh AIR 2025. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte und präsentierte er dabei innovative Anwendungsmöglichkeiten des Projekts AI-Cobots für den Wiederaufbau der Ukraine und zeigte damit eindrucksvoll, wie technologische Innovation einen konkreten gesellschaftlichen Nutzen entfalten kann. Der dabei erzielte zweite Platz unterstreiche seine fachliche Kompetenz, seine Kreativität und seine Fähigkeit, in interdisziplinären Teams Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln. Mit seinem Einsatz verbinde er technisches Können, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Verantwortung in vorbildlicher Weise. Dafür erhielt Gschrei den Preis des BAI, des Berufsverbands der Architekten und Ingenieure Augsburg e. V., stellvertretend überreicht durch Jörg Rössler, Leiter des Präsidialbüros der THA.

 
Jörg Rössler und Fabian Gschrei.

Preis des Bezirks Schwaben 2025: Christian Fickler

 

Mit seiner Masterarbeit im Studiengang Energie Effizienz Design hat der Preisträger Christian Fickler eindrucksvoll gezeigt, wie sich traditionelle Handwerkskunst und zukunftsorientierte Nachhaltigkeit miteinander verbinden lassen, so die Jury des Bezirks Schwaben. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit regionalen und europäischen Holzbaukulturen entwickelte er ein innovatives, modulares Vorfertigungssystem für Holzschindelfassaden, das eine jahrhundertealte Bauweise wirtschaftlicher und damit für den zeitgenössischen Neubau wieder attraktiv machen könne. Besonders hervorzuheben sei sein ganzheitlicher Ansatz, der ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtige und durch fundierte Lebenszyklus- und Nachhaltigkeitsanalysen untermauert werde. Mit seinem Engagement leiste Fickler einen wertvollen Beitrag zum Erhalt schwäbischer Baukultur und zeige beispielhaft, wie traditionelle regionale Bauweisen erfolgreich in die Zukunft übertragen werden können.

 
Jörg Rössler und Christian Fickler.

Preis des Fördervereins: Team Pyramid 2025

 

Die Firmenkontaktmesse Pyramid steht seit 35 Jahren beispielhaft für das außergewöhnliche Engagement von Studierenden und die erfolgreiche Verbindung von Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft. Jahr für Jahr organisieren über 100 Studierende die Messe in vollständiger Eigenverantwortung und schaffen damit eine der bedeutendsten Recruiting- und Netzwerkplattformen in Süddeutschland. Laut dem Förderverein der Technischen Hochschule Augsburg e. V. sind die kontinuierliche Weiterentwicklung des Projekts – etwa durch die Einführung einer Startup Area, den Aufbau eines Alumni-Netzwerks, die Einführung eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts sowie die Modernisierung des Markenauftritts – und der damit verbundene nachhaltige Mehrwert für die gesamte Region besonders hervorzuheben. Die Pyramid zeige eindrucksvoll, wie unternehmerisches Denken, Teamgeist, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung durch studentische Initiative gelebt werden können und sei damit ein herausragendes Aushängeschild der Technischen Hochschule Augsburg. Hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang vor allem auch das jahrzehntelange Engagement von Prof. Dr. habil. Klaus Kellner rund um die Firmenkontaktmesse und bei der Betreuung der Studierenden.

 
Pyramid-Team 2025

Preise der Hans-Benedikt-Stiftung 2025

 
 

Hans-Benedikt-Preis, 1. Platz: Prof. Dr. habil. Klaus Kellner

 

Für sein Lebenswerk und seine oben bereits beschriebenen besonderen Dienste rund um die Firmenkontaktmesse Pyramid, wurde Prof. Dr. habil. Klaus Kellner mit dem Hans-Benedikt-Preis, 1. Platz, ausgezeichnet. Den Preis überreichte Volker Schloms als Vorsitzender der Hans-Benedikt-Stiftung. Kellner kam 1995 an die Technische Hochschule Augsburg und übernahm die Professur für Internationales Marketing-Management und Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Von 2006 bis 2010 war er als Vizepräsident Mitglied der Hochschulleitung. Kellners Schwerpunkt in angewandter Forschung und Lehre war stets das profilorientierte Marketing-Management. Für ihn stand immer im Fokus: Wie können Produkte, strategische Geschäftsfelder, Unternehmen, Kommunen, kommunale Teilbereiche, Non-Profit-Institutionen, usw. klarer entwickelt und erfolgreicher vermarktet werden. Studierende bescheinigten ihm bereits mehrfach sein außerordentliches Engagement als Hochschullehrer.

 
Klaus Kellner und Volker Schloms.

Hans-Benedikt-Preis, 2. Platz: Clemens Popp

 

„Clemens Popp hat sich in den vergangenen Jahren in außergewöhnlicher Weise für die Studierenden der Technischen Hochschule Augsburg engagiert und das campusweite Miteinander nachhaltig geprägt“, sagte Michael Rösch von der Katholischen Hochschulgemeinde in seiner Laudatio. Ob als Schatzmeister, Fachschaftsvorstand oder gewählter studentischer Vertreter in zentralen Hochschulgremien – stets habe er Verantwortung übernommen und sich mit großem Einsatz für die Interessen seiner Kommilitoninnen und Kommilitonen eingesetzt. Besonders hervorzuheben seien sein maßgeblicher Beitrag zur Organisation zahlreicher Veranstaltungen sowie sein Engagement für die Orientierungsphasen, mit denen er den Einstieg neuer Studierender in das Hochschulleben entscheidend erleichtert habe. Rösch sagte anlässlich der Verleihung des Hans-Benedikt-Preises, 2. Platz: „Durch seine Führungsstärke, seine Verlässlichkeit und sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement steht Clemens Popp beispielhaft für gelebte Hochschulgemeinschaft und ist ein äußerst würdiger Kandidat für den Hans-Benedikt-Preis.“

 
Michael Rösch und Clemens Popp.

Hans-Benedikt-Preis, 3. Platz: Belana Stückl

 

Belana Stückl erhielt von Volker Schloms den Hans-Benedikt-Preis 2025, 3. Platz. „Die Preisträgerin zeichnet sich durch ein außergewöhnliches soziales Engagement aus, das von großer Empathie, Verantwortungsbewusstsein und persönlicher Hingabe geprägt ist. Ob in der Organisation einer Augsburger Endometriose-Selbsthilfegruppe, in der langjährigen ehrenamtlichen Unterstützung einer Familie mit Pflegebedarf oder durch ihr kontinuierliches Engagement für den Tierschutz – stets setzt sie sich für Menschen und Anliegen ein, die auf Unterstützung angewiesen sind.“ Gleichzeitig verfolge sie mit großem Einsatz ihr Studium im Bereich des energieeffizienten Planens und Bauens und verbinde gesellschaftliche Verantwortung mit dem Ziel, auch beruflich einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten. Ihr Wirken zeige eindrucksvoll, dass gesellschaftliches Engagement nicht laut sein muss, um einen nachhaltigen Unterschied zu bewirken. Das mache Stückl zu einer äußerst würdigen Kandidatin für diese Auszeichnung.

 
Belana Stückl und Volker Schloms.

Hochschulpreis der schwäbischen Wirtschaft 2025: Julian Hansohm

 

„Mit seiner Masterarbeit ‚Erweiterte Visualisierungstechniken für Software Bill of Materials‘ hat Julian Hansohm einen wichtigen Beitrag zu einem hochaktuellen Zukunftsthema der Cybersicherheit geleistet“, lobte Ariane Grandel als Mitglied der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt anlässlich der Preisverleihung. Hansohm habe früh die Herausforderungen, die sich aus neuen regulatorischen Anforderungen wie dem Cyber Resilience Act ergeben, erkannt und mit dem SBOM Explorer eine innovative, praxisnahe Webanwendung entwickelt, die komplexe Software-Lieferketten verständlich, interaktiv und für eine breite Zielgruppe zugänglich mache. Seine Lösung ermögliche die transparente Analyse von Softwarebestandteilen sowie die schnelle Identifikation potenzieller Schwachstellen und leiste damit einen wertvollen Beitrag zur digitalen Sicherheit. Die hohe Praxisrelevanz seiner Arbeit, die auch in Fachkreisen auf großes Interesse stieß, unterstreiche seine herausragende fachliche Kompetenz und seinen innovativen Gestaltungswillen. Dafür überreichten Jens Walter und Ariane Grandel den Hochschulpreis der schwäbischen Wirtschaft 2025 an Julian Hansohm.

 
Jens Walter, Julian Hansohm und Ariane Grandel.

Preise des Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Augsburg 2025: Veronika König und Patricia Gistel

 

„Mit ihrer Bachelorarbeit ‚Trainee-Programme in der Sozialen Arbeit und deren Professionalisierungspotenzial in Zeiten des Fachkräftemangels‘ widmete sich Veronika König einem hochrelevanten Zukunftsthema mit großer gesellschaftlicher Bedeutung“, so Sabine Stahl-Schnitzler aus dem Vorstand der SkF. Die Preisträgerin habe eindrucksvoll aufgezeigt, wie innovative Berufseinstiegsmodelle dazu beitragen können, Fachkräfte zu gewinnen, langfristig zu binden und die Qualität sozialer Arbeit nachhaltig zu stärken. Besonders hervorzuheben sei ihr Fokus auf die Situation von Berufseinsteigerinnen in einem frauendominierten Berufsfeld, in dem Fragen der Chancengerechtigkeit, Karriereentwicklung und Professionalisierung von zentraler Bedeutung seien. Mit ihrer fundierten Analyse habe sie wertvolle Impulse für moderne Personalstrategien geliefert und so einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung und Stärkung der Sozialen Arbeit geleistet.

 
Veronika König und Sabine Stahl-Schnitzler
 

Einen weiteren Preis des SkF erhielt Patricia Gistel für ihre Bachelorarbeit, ebenfalls im Studiengang Soziale Arbeit. Die Preisträgerin widmete sich einem gesellschaftlich hochrelevanten und zugleich sensiblen Thema an der Schnittstelle von Sozialer Arbeit, Rechtspolitik und psychosozialer Beratung, wie Stahl-Schnitzler erklärte. Ausgehend von der aktuellen Debatte um die Zukunft des §218 StGB habe sie mit großer wissenschaftlicher Sorgfalt die möglichen Auswirkungen gesetzlicher Veränderungen auf die Praxis der Schwangerschaftsberatung untersucht. Besonders hervorzuheben sei ihr differenzierter Blick auf die Rolle der verpflichtenden Beratung sowie ihre Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche, rechtliche und sozialarbeiterische Fragestellungen kritisch und fundiert zu analysieren. Die mit der Bestnote bewertete Arbeit leiste einen wertvollen Beitrag zu einer aktuellen fachlichen Debatte und zeichne sich durch hohe wissenschaftliche Qualität, gesellschaftliche Relevanz und bemerkenswerte Reflexionsfähigkeit aus.

 
Patricia Gistel und Sabine Stahl-Schnitzler.

Weitere Stimmungsbilder von der Preisverleihung