Mobilitätspanel
Wie bewegen sich Studierende, Lehrende und Mitarbeitende im Alltag zur Technischen Hochschule Augsburg? Welche Verkehrsmittel werden genutzt – und welche Auswirkungen hat das auf die Klimabilanz der Hochschule? Antworten auf diese Fragen liefert die Mobilitätsstudie 2025, die von der Forschungsgruppe für optimierte Wertschöpfung (THA_ops) durchgeführt wurde.
ÖPNV bleibt wichtigstes Verkehrsmittel
Die Ergebnisse der hochschulweiten Online‑Befragung zeigen: Der öffentliche Personennahverkehr ist mit rund 45 Prozent das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für den Weg zur THA. Es folgen das Fahrrad mit 26 Prozent und der Pkw mit 21 Prozent. Zu Fuß (7 Prozent) und das Motorrad (1 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle. Insgesamt legen damit mehr als drei Viertel der Hochschulangehörigen ihren Weg zur THA mit vergleichsweise nachhaltigen Verkehrsmitteln zurück.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Jahreszeiten: Während im Wintersemester der ÖPNV-Anteil auf 54 Prozent steigt, sinkt der Fahrradanteil auf 16 Prozent. Im Sommersemester ist das Fahrrad dagegen besonders beliebt.
Pendelmobilität als zentraler Klimafaktor
Die Pendelmobilität macht einen erheblichen Teil der sogenannten Scope‑3‑Emissionen der Hochschule aus. Hochgerechnet auf alle Hochschulangehörigen entstehen durch den Weg zwischen Wohnort und Hochschule im Sommersemester rund 1.291 Tonnen CO₂, im Wintersemester etwa 1.305 Tonnen CO₂. Den größten Anteil an den Emissionen verursachen dabei weiterhin Benzin- und Diesel‑Pkw, während Fahrrad, E‑Bike und Fußwege nahezu emissionsfrei sind. Trotz hoher Verkehrsleistung verursacht der ÖPNV vergleichsweise geringe Emissionen – ein wichtiger Hebel für den Klimaschutz.
Gründe für die Verkehrsmittelwahl
Bei der Wahl des Verkehrsmittels stehen für viele Befragte Entfernung, Zeitersparnis sowie Komfort und Zuverlässigkeit im Vordergrund. Umwelt- und Klimaschutzaspekte sind zwar relevant, wirken jedoch nicht immer unmittelbar handlungsleitend. Gleichzeitig bewerten viele Hochschulangehörige Aspekte wie geringe Luftverschmutzung, Gesundheitsverträglichkeit und Umweltfreundlichkeit als sehr wichtig.
Deutschlandticket zeigt Wirkung
Das Deutschlandticket hat spürbaren Einfluss auf das Mobilitätsverhalten – insbesondere bei Studierenden: Über 70 Prozent von ihnen verfügen über ein entsprechendes Ticket. Viele geben an, seit dessen Einführung häufiger den ÖPNV zu nutzen. Bei Mitarbeitenden und Professor:innen ist die Nutzung geringer, da es bislang keine hochschulseitigen Vergünstigungen gibt.
Potenziale für weitere Verbesserungen
Die Studie macht auch deutlich, wo die größten Entwicklungschancen liegen: In Freitextantworten nannten die Teilnehmenden vor allem den Ausbau der Fahrradinfrastruktur, Zuschüsse zum Deutschlandticket sowie mehr Ladeinfrastruktur für E‑Mobilität. Fahrgemeinschaften spielen bislang kaum eine Rolle – auch, weil hochschuleigene Angebote wie die Mitfahrplattform „fahrmob“ noch zu wenig bekannt sind.
Grundlage für zukünftige Maßnahmen
Die Mobilitätsstudie bildet den Auftakt einer regelmäßig geplanten Erhebungsreihe. Sie schafft eine belastbare Datengrundlage, um Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln und ihre Wirkung zu überprüfen. Ziel ist es, die Mobilität an der THA nachhaltiger zu gestalten und einen wichtigen Beitrag zur angestrebten Klimaneutralität bis 2045 zu leisten.
Die Studie ist unter nachfolgendem Link zum Download verfügbar:

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