Forschung an der Schnittstelle von Wasserstofftechnologie, KI und internationaler Vernetzung
TTZ Gersthofen präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse auf der ISOPE-Konferenz 2026 in Orlando
Die ISOPE zählt zu den weltweit bedeutendsten wissenschaftlichen Konferenzen im Bereich Offshore-, Polar- und Energietechnologien. Jährlich kommen Expertinnen und Experten aus mehr als 50 Ländern zusammen, um neueste Forschungsergebnisse auszutauschen und internationale Kooperationen zu initiieren. Schwerpunkte sind unter anderem der Transport von Energieträgern (z.B. Wasserstoff), erneuerbare Energien, Wasserstofftechnologien sowie die Auswirkungen des Klimawandels.
Forschung zu Flüssigwasserstoff und sektorenübergreifenden Energiesystemen
Im Rahmen der Konferenz stellte Prof. Dr.-Ing. André Baeten, Experte für Wasserstofftechnologien der THA und wissenschaftlicher Leiter des TTZ Gersthofen, zwei Forschungsbeiträge vor. Der erste beschäftigte sich mit Simulationsmethoden zur Analyse thermischer Phänomene beim sogenannten Liquid Hydrogen Sloshing – den Bewegungen von Flüssigwasserstoff in kryogenen Speichern. Der zweite Vortrag beleuchtete wasserstoffbasierte Sektorkopplung mit besonderem Fokus auf nachhaltige Mobilitätskonzepte. Beide Präsentationen stießen bei den internationalen Fachbesucherinnen und -besuchern auf großes Interesse und machten die Forschungsaktivitäten des TTZ Gersthofen weltweit sichtbar.
Aktive Mitwirkung in der internationalen Fachgemeinschaft
Neben den wissenschaftlichen Vorträgen war Prof. Dr.-Ing. André Baeten an der Organisation mehrerer strategisch bedeutender Programmpunkte der Konferenz beteiligt. Dazu gehörten Sitzungen zu erneuerbaren Energien, emissionsfreien Antriebssystemen, Künstlicher Intelligenz sowie Workshops zu kryogenen Wasserstofftechnologien und Arbeitsgruppen zum Thema Wasserstoff-Sloshing.
Prof. Dr.-Ing. André Baeten übernimmt Präsidentenamt der ISOPE
Die Zusammenarbeit zwischen der THA und der International Society of Offshore and Polar Engineers (ISOPE) besteht bereits seit rund 18 Jahren. Ausgehend von einem Fachvortrag über Flüssiggastanks entwickelte sich eine enge wissenschaftliche Partnerschaft. Heute bringt Prof. Baeten als langjähriges Mitglied des Board of Directors die Forschungsschwerpunkte des TTZ aktiv in die strategische Ausrichtung der internationalen Fachgesellschaft ein. Für die Amtszeit 2026 bis 2028 übernimmt er zudem das Präsidentenamt der ISOPE.
Internationale Kooperationen stärken Forschung am TTZ Gersthofen
Ein zentrales Ergebnis der ISOPE 2026 Konferenz war die Vereinbarung eines bilateralen Austauschs mit Samsung Heavy Industries. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit soll der Einsatz Künstlicher Intelligenz zur experimentellen Analyse von Flüssigwasserstoff-Sloshing stehen. Darüber hinaus bot die fünftägige Konferenz zahlreiche Möglichkeiten, neue internationale Forschungspartner zu gewinnen und zukünftige Förderprojekte anzubahnen.
„Die ISOPE-Konferenz liegt im Trend der Zeit: Die enge Verbindung von Forschung und industrieller Umsetzung bei Erneuerbaren Energien, Wasserstofftechnologie und KI bietet ideale Voraussetzungen für eine Kooperation mit dem TTZ Gersthofen“, sagt Prof. Dr.-Ing. André Baeten.


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