Seitenpfad:

Schlüsselübergabe am TTZ Gersthofen

Erster Bürgermeister Michael Wörle übergab die Räumlichkeiten am MVV-lndustriepark in Gersthofen an die wissenschaftliche Leitung des Technologietransferzentrum (TTZ) in Gersthofen

 
Schlüsselübergabe am TTZ Gersthofen (v.l.): Prof. Dr. Frank Danzinger, Vizepräsident für Technologie und Forschung der THA, Prof. Dr. Dr. h.c. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Technischen Hochschule Augsburg, Michael Wörle, Erster Bürgermeister der Stadt Gersthofen, Prof. Dr.-Ing. André Baeten, Experte für Wasserstofftechnologien, Prof. Dr.-Ing. Neven Majić, Experte für Leichtbau, sowie wissenschaftliche Mitarbeitende des TTZ Gersthofen, Dr. Somayeh Baeten, Anna Martin und Daniel Martin. Foto: THA.
21.01.2026
Augsburg/Gersthofen

Zukunftstechnologien entstehen, wenn Wasserstoff, Leichtbau und digitale Technologien ineinandergreifen. Auf diese Forschungsfelder ist das TTZ Gersthofen der Technischen Hochschule Augsburg (THA) spezialisiert. Hier entwickeln Forschende gemeinsam mit interessierten Unternehmen praxisnahe Lösungen für eine klimafreundliche Industrie – von der realen Simulation bis zur intelligenten Fertigung. Mit der Schlüsselübergabe am 20. Januar 2026 durch Michael Wörle, Erster Bürgermeister der Stadt Gersthofen, wurden die Räumlichkeiten am MVV-Industriepark in Gersthofen offiziell an die wissenschaftliche Leitung des TTZ Gersthofen – Prof. Dr.-Ing. André Baeten und Prof. Dr.-Ing. Neven Majić – übergeben. Dies markiert einen wichtigen Meilenstein im weiteren Aufbau des TTZ Gersthofen und stärkt den Wissens- und Technologietransfer in der Region.

 

Energiewende, Klimawandel und globaler Wettbewerb stellen Betriebe vor große Herausforderungen. Am TTZ Gersthofen entsteht eine Forschungsumgebung, die durch die Kombination aus Wasserstoff-, Leichtbau- und digitalen Technologien Realbedingungen ermöglicht, um Innovationen zu testen und praxisnahe Lösungen für energieeffiziente, klimaschonende Technologien zu entwickeln. So wird u.a. der Einsatz von Wasserstoff in Fahrzeugen und industrienahen, chemischen und thermischen Prozessen simulativ analysiert und optimiert. Für eine leichtbaugerechte Komponentenfertigung werden Fertigungsanlagen und -prozesse eingesetzt, die verschiedene Werkstoffe effizient und nachhaltig kombinieren. Ebenso kommen digitale Technologien und KI-basierte Auslegungs- und Optimierungsverfahren zum Einsatz. Studierende und Promovierende sind in Praxisprojekte involviert.

TTZ Gersthofen – wichtiger Standortfaktor
„Das Technologietransferzentrum der Technischen Hochschule Augsburg in Gersthofen leistet einen zentralen Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu stärken. Unsere Stadt verfügt mit dem TTZ Gersthofen über einen wichtigen Standortfaktor mit großem Zukunftspotential. Ich sehe darin eine große Chance, Unternehmen für zukunftsweisende Technologien zu begeistern. Sie haben am TTZ Gersthofen die Möglichkeit, hochwertige Forschungs- und Entwicklungsumgebungen direkt in der Region nutzen zu können. Wir unterstützen als Stadt das TTZ nicht nur mit Räumlichkeiten, sondern auch aus voller Überzeugung – weil wir wissen, dass wir damit in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes und in die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften investieren“, sagt Michael Wörle, Gersthofens Erster Bürgermeister.

„Am Puls der Zeit forschen und Innovationen gemeinsam mit den Unternehmen in der Region zur Anwendung bringen, diese Rahmenbedingungen bietet das TTZ Gersthofen. Dazu braucht es technologieoffene Partner mit Weitsicht und Zukunftssicht. Vielen Dank, dass die Stadt Gersthofen diese Tatkraft beweist und das TTZ Gersthofen mit Räumlichkeiten unterstützt“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der THA.

Forschung für die Praxis: Wasserstoff, Leichtbau und digitale Technologien

Am TTZ Gersthofen arbeiten Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit regionalen Unternehmen an anwendungsorientierten Lösungen in den Bereichen Wasserstoff und Leichtbau, ergänzt durch digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz und Model-Based Systems Engineering (MBSE). Ziel ist es, neue Technologien schneller in die industrielle Praxis zu überführen und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gezielt bei Innovationsvorhaben zu unterstützen.

„Mit dem neuen Standort in Gersthofen richten wir unsere Forschung noch stärker an realen industriellen Anforderungen aus und bauen neue Prüf- und Entwicklungsflächen z.B. für Wasserstoffanwendungen auf. Auch KI-basierte Auslegungs- und Optimierungsverfahren kommen zum Einsatz, die Design und Produktion datengetrieben verbessen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. André Baeten, Experte für Wasserstofftechnologien an der THA. Auch Prof. Dr.-Ing. Neven Majić, Experte für Leichtbau an der THA, unterstreicht die Bedeutung des TTZ Gersthofen: „Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Exzellenz mit konkretem Nutzen für die regionale Wirtschaft zu verbinden und Unternehmen aktiv bei ihren Transformationsprojekten zu begleiten. Dabei entwickeln wir gemeinsam mit Unternehmen passgenaue Leichtbaulösungen, um z.B. leichte Strukturbauteile mit hoher Festigkeit und Ressourceneffizienz herzustellen.“

Ein starkes Signal für Innovationen „Made in Bayerisch-Schwaben“

Das TTZ Gersthofen wurde 2025 als fünftes Technologietransferzentrum der Technischen Hochschule Augsburg im Rahmen der Initiative „Hightech Transfer Bayern“ vom Freistaat Bayern ins Leben gerufen. Gefördert wird es von der Stadt Gersthofen, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. 

Die Technische Hochschule Augsburg verfügt in der Region Bayerisch-Schwaben an den Außenstandorten Nördlingen, Donauwörth, Landsberg am Lech, Aichach und Gersthofen aktuell über fünf Technologietransferzentren (TTZ) mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten. Gefördert werden die TTZ vom Freistaat Bayern im Rahmen der Initiative „Hightech Transfer Bayern“. Die Räumlichkeiten werden von den jeweiligen Landkreisen und Städten bereitgestellt. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern in den Technologietransferzentren Lösungen für konkrete Bedarfe zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Die TTZ sind Orte angewandter Forschung, Kooperation, praxisnaher Entwicklungsprojekte sowie der Aus- und Weiterbildung – kurz: An den TTZ der THA wird Forschung direkt wirksam“, sagt Prof. Dr. Frank Danzinger, Vizepräsident für Technologie und Forschung der THA.

Weitere Informationen

 
 

Kontakt

 

Kontakt für Presseanfragen

 
Logo der Hightech Agenda Bayern
Gefördert durch die Hightech Agenda Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.