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Exkursion zum Zerwirkgewölbe München
70 Studierende erkunden ein Künstlerhaus der Renaissance
Den Auftakt bildete ein Vortrag von Dr. Judith Sandmeier (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege / ehemalige Gastprofessorin THA) in der Säulenhalle der Alten Münze am Hofgraben. Sie gab den Studierenden einen Einblick in die Grundlagen des denkmalpflegerischen Umgangs mit historischer Bausubstanz und ordnete das Zerwirkgewölbe in seinen stadtgeschichtlichen Kontext ein.


Anschließend führte der Bauforscher Peter Kifinger (TU München, Lehrstuhl für Baugeschichte / Büro Kayser + Böttges) die Gruppe durch das Gebäude, erläuterte die baukonstruktiven Besonderheiten der zweischiffigen Kreuzgratgewölbe und die komplexe Baugeschichte: Das heutige Zerwirkgewölbe wurde um 1595 errichtet und konnte im Zuge der laufenden Forschungen dem Augsburger Kistler und bayerischen Hofbaumeister Wendel Dietrich zugeschrieben werden – ein Künstleratelier der Renaissance. Später erfolgten Umbauten zum kurfürstlichen Brauhaus und zur königlichen Wildmetzgerei. Die Studierenden nutzten die Gelegenheit, das Gebäude eingehend zu analysieren und zu dokumentieren.

(Foto: Hendler Klinglhöfer)

Das Zerwirkgewölbe gehört dem Freistaat Bayern und sucht derzeit eine neue Perspektive. Das studentische Projekt soll zeigen, wie eine behutsame Sanierung und eine zukunftsfähige Nutzung aussehen könnten – in enger Kooperation zwischen THA und BLfD.
Begleitet wurde die Exkursion von Prof. Dr. Joachim Müller, Prof. Dr. Wolfgang Nowak und Prof. Dr. Christian Bauriedel.
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