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Über Sprachgrenzen hinweg: Schülerinnen und Schüler aus Europa gestalten gemeinsam Roboter

 
Die internationale Erasmus-Gruppe mit ihren selbstgebauten Roboterhänden vor der THA. (Foto: Mathias Hradecsni)
21.05.2026

Wie begrüßt man einander, wenn man keine gemeinsame Sprache spricht, und wie fühlt es sich an, von einem Roboter begrüßt zu werden? Mit diesen Fragen empfing das Hybrid Things Lab der Fakultät für Gestaltung an der Technischen Hochschule Augsburg eine internationale Schülergruppe, die über das EU-Programm Erasmus+ zu Gast war.

 

Im ROBODADA-Workshop „Robotic Touch — Universal Handshakes between Cultures“ erweiterten rund 64 Schülerinnen und Schüler in zwei Sessions die ROBODADA-Bausätze des Labs um selbstgebaute Roboterhände aus Karton, Holzspießen und Gaffer-Tape. In Teams entwarfen sie eine Begrüßung und verknüpften diese mit Gesichtsausdrücken: glücklich, traurig, überrascht. Schon der Blickkontakt mit einem Roboter genügte, um seine Reaktion auszulösen. Beim abschließenden Galerierundgang trafen die Maschinen aufeinander und die Jugendlichen kürten ihre Lieblingsroboter.

Robodada Workshop
Eine fertige Roboterhand auf dem ROBODADA-Bausatz.
(Foto: Mathias Hradecsni)

Der Besuch war Teil eines Erasmus-Schulaustauschs unter Gastgeberschaft des Justus-von-Liebig-Gymnasiums Neusäß.

Beteiligt waren:

  • Moise Nicoara National College, Arad (Rumänien)
  • XV. Gimnazija, Zagreb (Kroatien)
  • EBS Tomás de Borba, Angra do Heroísmo (Portugal)
  • Justus-von-Liebig-Gymnasium, Neusäß (Deutschland, Gastgeber)

„Besonders begeistert hat alle die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und gemeinsam kreativ zu arbeiten. Gerade in einer internationalen Gruppe war es spannend zu erleben, wie die Roboter durch ihre Bewegungen Emotionen und Botschaften vermitteln konnten, ganz ohne viele Worte. So konnten Sprachbarrieren auf eine ganz besondere Weise überwunden werden“, berichtet Sebastian Kirscher, begleitende Lehrkraft der Erasmus-Gruppe.

 

Robodada Workshop
Ein Gruß per Roboterhand sorgt für Begeisterung.
(Foto: Mathias Hradecsni)

Eröffnet wurde der Workshop mit einem mehrsprachigen Warm-up: Jede und jeder Teilnehmende begrüßte eine andere Person mit dem persönlichen Lieblings-Handschlag und brachte diesen dem Gegenüber bei. Mit Jugendlichen aus vier Ländern in einem Raum wurde die Frage nach universellen Begrüßungen mit den Händen beantwortet, noch bevor Worte fielen.

Robodada Workshop
Über zwei Sessions hinweg arbeiteten rund 64 Schülerinnen und Schüler an den Bausätzen.
(Foto: Mathias Hradecsni)

„Es macht immer wieder Spaß zu sehen, wie unser ROBODADA-Toolkit niederschwellig und ohne komplexe Anleitungen wichtige Zukunftsthemen wie Mensch-Roboter-Interaktion spielerisch erfahrbar macht“, sagt Prof. Andreas Muxel, der den Workshop gemeinsam mit Mathias Hradecsni vom Hybrid Things Lab leitete. Für das Lab war es bereits das zweite Jahr in Folge, dass Schülerinnen und Schüler des Justus-von-Liebig-Gymnasiums zu Gast waren.