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Auzeichnung #InnoT26 geht an GiFaTex

Das Team des Transferprojekts GiFaTex wurde mit dem „Bayerisch-Schwäbischen Innovationspreis Transfer 2026“ der THA ausgezeichnet

 
Das Siegerteam von GiFaTex bei der Preisverleihung zum „Bayerisch-Schwäbischen Innovationspreis Transfer 2026“ (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Mesut Cetin, ITA Augsburg, Vincent Mack, M.Eng., und Prof. Dr.-Ing. Sergej Rempel, beide THA / TTZ Aichach, Prof. Dr. phil. habil. László Kovács, Vizepräsident der THA. © Julia Liebhardt
23.06.2026
Augsburg/Illertissen

Im Rahmen der Preisverleihung zum „Bayerisch-Schwäbischen Innovationspreis Transfer 2026“ am 22.06.2026 im Hochschulzentrum Vöhlinschloss in Illertissen wurde das Transferprojekt GiFaTex mit dem 3.000 Euro dotierten #InnoT26 der Technischen Hochschule Augsburg (THA) ausgezeichnet.

Unter dem Leitmotiv „Society meets Science“ zeichnen die drei bayerisch-schwäbischen Hochschulen THA, Hochschule Kempten (HKE) und Hochschule Neu-Ulm (HNU) alle zwei Jahre mit dem „Bayerisch-Schwäbischen Innovationspreis Transfer“ Projekte aus, die den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft in besonderer Weise voranbringen. Dabei prämiert jede Hochschule Transferprojekte, die bei ihr realisiert werden. 2026 standen an der THA 25 Transferprojekte zur Auswahl.

 

Bei der Preisverleihung betonten die Hochschulleitungen der drei bayerisch-schwäbischen Hochschulen die Bedeutung des intensiven Austauschs zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft: Er führe dazu, dass innovative Lösungen für drängende Zukunftsfragen gemeinsam erfolgreich entwickelt werden können.

Prof. Dr. phil. habil. László Kovács, Vizepräsident für Studium und Lehre der Technischen Hochschule Augsburg: „Herausfordernde Zeiten erfordern mehr denn je innovative Lösungen, die in enger Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Expertisen entwickelt und realisiert werden. Mein größter Respekt gilt allen, die das tun. Transferprojekte bieten dazu eine Chance.“

#InnoT26

In der Laudatio für das Transferprojekt GiFaTex sagte Prof. Dr. phil. habil. László Kovács: „Die Technische Hochschule Augsburg zeichnet mit dem Bayerisch-Schwäbischen Innovationspreis Transfer 2026 – #InnoT26 – das Team des Transferprojekts GiFaTex aus. Hier werden Expertisen aus dem Bauwesen und dem Textilrecycling von Forschenden und Praxispartnern gebündelt, um Alttextilfasern, die in großen Mengen bislang nicht recycelt werden, in Gipsfaserplatten, die in hoher Stückzahl verbaut werden, sinnvoll zu verwerten. Ziel ist, ein Musterhaus in der Region Bayerisch-Schwaben zu errichten. Ein Leuchtturmprojekt für eine ökologisch-technologische Win-win-Situation.“

GiFaTex – Einsatz von recycelten Alttextilfasern in Gipsfaserplatten

Es könnte sein, dass Gipsfaserplatten künftig blau sind, weil darin keine Zellulose-, Glas- oder Kunststofffasern mehr verarbeitet sind, sondern ausgediente Jeans. Im Transferprojekt GiFaTex werden Alttextilien, die beim mechanischen Textilrecycling in großen Mengen als Reststoff anfallen, in einem massenhaft eingesetzten Bauprodukt verwertet. Damit erzielen die Projektpartner aus der Textil- und Bauwirtschaft eine ökologisch-technologische Win-win-Situation auf dem Weg zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft.

Die Forschungsarbeiten erfolgen sowohl im Technologietransferzentrum (TTZ) digitales Planen und Fertigen im Bauwesen der THA in Aichach als auch im Recycling Atelier Augsburg der THA, das im Rahmen des „KI-Produktionsnetzwerks Augsburg“ ins Leben gerufen wurde. Hier in enger Kooperation mit dem ITA Augsburg – Institut für Textiltechnik Augsburg GmbH – ein An-Institut der THA.

Eingebunden sind Forschende der THA, u.a. Prof. Dr.-Ing. Sergej Rempel und Doktorand Vincent Mack vom Technologietransferzentrum (TTZ) in Aichach, Prof. Dr.-Ing. Stefan Schlichter, Sprecher der DATIpilot Innovationscommunity Circular Textiles, sowie Prof. Dr.-Ing. Mesut Cetin und Sarah Hepp vom ITA Augsburg – Institut für Textiltechnik Augsburg gGmbH im Recycling Atelier Augsburg der THA. Kooperationspartner sind Alexander Polischuk / Knauf Gips KG, Isabella Schmid / Schmid Trockenbau GmbH und Heiko Schenuit / Trützschler Nonwovens GmbH.

Werner Martin, Geschäftsleiter Hochschulzentrum Vöhlinschloss, sagte zum Abschluss der Preisverleihung: „Als alle Bewerbungen vorlagen, war die Weltlage mal wieder nicht so toll. Aber wenn man diese Projekte und Ideen sieht, dann kann man wieder Hoffnung und Zuversicht schöpfen – und sehr optimistisch in die Zukunft blicken.“

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