Im Vergleich zum Vorjahr lag der Schwerpunkt des THA-Teams auf der Weiterentwicklung ihres bestehenden Systems. Die „AI-Cobots“ wurden um eine kamerabasierte, KI-gestützte Formerkennung ergänzt, die es einem kollaborativen Roboter ermöglicht, Objekte präzise zu identifizieren, variabel zu greifen und zu positionieren. Dadurch können Arbeitsprozesse deutlich flexibler und genauer automatisiert werden – ein entscheidender Schritt hin zu realen Anwendungsszenarien, etwa in der industriellen Fertigung oder beim Wiederaufbau beschädigter Infrastruktur.
Größeres Team ermöglicht neue Perspektiven
Seit dem Erfolg im vorangegangen Jahr wurde die Entwicklung der "AI-Cobots" von Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Eberhard Roos kontinuierlich vorangetrieben. Unter seiner Betreuung entstanden vier Bachelorarbeiten, von Edwin Gaab (Mechatronik) und Srosh Safarai (Mechatronik) 2025 und von Niklas Tiffert (Maschinenbau) und Janik Roser (Maschinenbau) 2026, welche entscheidend für die Weiterentwicklungen waren. Profitieren konnte das Projekt außerdem von dem Engagement und der Unterstützung durch Prof. Mykhaylo Lobachev, dem Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz und Robotik der Nationalen Polytechnischen Universität Odessa (OPNU), zwischen der und der Technischen Hochschule Augsburg 2023 sowie 2025 ein Memorandum of Understanding geschlossen wurde.
Auch das Hackathon-Team von Fabian Gschrei und Yakiv Matskul wuchs mit Lorenz Berkmüller und Jonah Drexel. Diese Erweiterung brachte zusätzliche Kompetenzen und neue Perspektiven in die Projektarbeit. Für die beiden Neuzugänge war das Projekt eine tolle Erfahrung, wie Jonah Drexel betont: „In so kurzer Zeit gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, war beeindruckend. Vor allem die Kommunikation im Team und die Abstimmung mit den Studierenden, die das ursprüngliche Konzept entwickelt haben, haben extrem gut funktioniert.“ Auch Lorenz Berkmüller blickt stolz auf die Weiterentwicklung und Zukunft der "AI-Cobots": „Das Projekt ist für uns inzwischen zu unserem Herzensprojekt geworden. Wir wollen die Entwicklung auf jeden Fall weiter vorantreiben.“
FreshAIR - Mehr als ein Wettbewerb
Der Fresh AIR Hackathon, der vom Institut für AI und Robotik der Odessa National Polytechnic University (ONPU) in Zusammenarbeit mit der Odesa IT Family organisiert wird, bringt junge Talente aus der Ukraine und ganz Europa zusammen. Im Fokus stehen technologische Lösungen für aktuelle Herausforderungen – insbesondere in den Bereichen Wiederaufbau, Sicherheit und medizinische Versorgung. Unterstützt wird die Veranstaltung von internationalen Unternehmen wie EPAM Systems, AUTODOC und Capgemini. Sie gilt als eine der bedeutendsten dieser Art in der Region und bietet jungen Menschen eine Plattform, ihre Ideen vor Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Politik zu präsentieren.
Für das studentische Team der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik war die erneute Teilnahme daher nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen und ihre Arbeit im internationalen Kontext weiterzuentwickeln. Mit dem dritten Platz zeigen die Studierenden, dass sich Kontinuität, Teamarbeit und technologische Weiterentwicklung auszahlen.