CirTex-Community diskutiert in Berlin über die Zukunft der Textilbranche
Bereits am Vorabend, dem 6. Juli, trafen sich etwa 30 Teilnehmende zu einem informellen Apéro bei MOOT Upcycling in der Juliusstraße. Das MOOT-Team führte durch seinen Showroom und erklärte seinen Upcycling-Prozess. Co-Geschäftsführer Michael Pfeifer beantwortete danach Fragen aus der Community, beispielsweise zur Skalierung von Upcycling-Geschäftsmodellen. Bei Pizza, Getränken und lockeren Gesprächen ließen die Teilnehmenden den Abend ausklingen. Am nächsten Tag trafen sich die CirTex-Members dann in größerer Runde zum eigentlichen Communitytreffen in den Räumen der Deutschen Umwelthilfe e.V.
Projektteams holen sich Feedback in der Case Clinic
Am 7. Juli blickten die Teilnehmenden in den Räumen der Deutschen Umwelthilfe zunächst auf den Projektmarathon zurück, in dem sich die zehn CirTex-Communityprojekte in mehreren Online-Sessions vorgestellt hatten. Danach brachten die Projektteams von KOMMIT, NuCollect, TexReKat, TexWi, MAXIM, RElastan, Textile Air Loop, SIRUp, FRITA und CircSim jeweils eine konkrete Fragestellung aus ihrer Arbeit mit und diskutierten sie direkt in Kleingruppen mit den anwesenden Communitymitgliedern.
Marktplatz der Möglichkeiten: drei Berliner Initiativen
Am Nachmittag stellten Vertreterinnen dreier Initiativen aus der Berliner Textilszene ihre Arbeit vor. Cherelle Escaffre und Alessandra-Isabel Hager präsentierten den A-GAIN GUIDE, eine digitale Plattform, auf der Berlinerinnen und Berliner Reparatur-, Weitergabe-, Upcycling- und Recyclingmöglichkeiten für gebrauchte Kleidung finden. Annett Kaplow stellte den Textilhafen der Berliner Stadtmission vor: Im Logistikzentrum des Inklusionsunternehmens Komm & Sieh sortiert das Team textile Spenden von Hand und gibt sie je nach Zustand an Kleiderkammern, Secondhand-Läden oder den Materialpool für Upcycling-Labels und Designerinnen und Designer weiter. Hannah Frahsek stellte die Kleiderei vor, ein 2012 in Hamburg gegründetes Fashion-Sharing-Konzept mit Standorten unter anderem in Köln und Berlin, bei dem Kundinnen und Kunden Kleidung im Abonnement leihen statt kaufen.
Teilnehmende entwerfen Zukunftsbilder für die Textilbranche
Danach lud ein Team der HTW Berlin zu einem Future-Literacy-Workshop ein. Mit “Future Literacy” trainieren die Teilnehmenden, sich unterschiedliche mögliche Zukünfte bewusst vorzustellen und daraus Handlungsansätze für die Gegenwart abzuleiten. In Kleingruppen ordneten sie mit der Methode Futures Cone ihre Ideen als erwünschte oder unerwünschte Zukunftsmöglichkeit ein – zu Fragen rund um die Innenstädte und Kaufhäuser der Zukunft, künftige Material- und Textilströme sowie innovative Textilien.
Zum Abschluss gab das CirTex-Managementteam ein Update, danach diskutierten die Teilnehmenden ausführlich künftige Projektthemen.
Über CirTex und die Communityprojekte
Die Innovationscommunity Circular Textiles (CirTex) ist ein Projekt der Förderinitiative „DATIpilot“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Im Rahmen von CirTex vernetzen sich Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft für den Wandel hin zu einer textilen Kreislaufwirtschaft und tauschen Wissen und Erfahrungen aus.
Ein zentraler Bestandteil von CirTex sind die Communityprojekte. Darin bearbeiten Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weitere Partner konkrete Fragestellungen der textilen Kreislaufwirtschaft.
Pressekontakt
Laura Bondl, M.A.
Ressort für Technologie und Forschung
Telefon: +49 821 5586-4145