
Eintrag vom 10.04.2024

Studierende des Bachelor-Studiengangs Creative Engineering setzten sich im Rahmen des forschungsorientierten Seminars „Simulation Lab“ unter der Leitung von Prof. Helge Oder intensiv mit aktuellen Fragestellungen der Mensch-Roboter-Kollaboration auseinander. Ziel war es, neue Perspektiven für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine zu entwickeln, die über klassische Darstellungs- und Entwicklungsansätze hinausgehen.
Ein zentraler methodischer Schwerpunkt lag in der Verbindung szenisch-performativer Untersuchungen mittels Motion-Capture-Technologie mit digitalen Simulationsprozessen. Die Studierenden übernahmen dabei bewusst sowohl die Rolle des Menschen als auch die der Maschine, um Bewegungsabläufe, Reaktionsmechanismen und deren wechselseitige Einflussfaktoren zu erforschen. Unterstützt wurde dies durch 1:1-Prototypen kollaborativer Roboter (Cobots) sowie den Einsatz eines Motion-Capture-Anzugs, wodurch realitätsnahe Interaktionsszenarien erzeugt und präzise erfasst werden konnten.
Die gewonnenen Motion-Capture-Daten dienten anschließend als Grundlage für digitale Simulationen und weiterführende Modellierungsprozesse, die in der 3D-Software Blender umgesetzt wurden. Diese simulationsbasierten Analysen ermöglichten es, alternative Bewegungslogiken, räumliche Konstellationen und innovative Interaktionsmuster zu testen, ohne an die physischen Begrenzungen realer Systeme gebunden zu sein.
Insgesamt umfasste das Projekt zwei Seminare: Während sich das erste Seminar der allgemeinen Darstellung von Cobots und den daraus resultierenden Bewegungsabläufen widmete, fokussierte das zweite Seminar explizit den potenziellen Einsatz kollaborativer Robotik in der Pflegearbeit.


Telefon: | +49 821 5586-3419 |
Telefon: | +49 821 5586-2951 |
Stefanie Rausch | |
