NeMo.bil
Im Projekt NeMo.bil (System kooperierender autonomer Fahrzeuge für einen individualisierten Öffentlichen Verkehr) wurde ein innovatives, schwarmfähiges Mobilitätssystem konzipiert, das als Leuchtturm für ganz Deutschland eine neue Form des nachhaltigen und bedarfsgerechten Personen- und Gütertransports im ländlichen Raum ermöglicht. Das Projektkonsortium umfasste 20 Partner aus Industrie und Wissenschaft. Start-ups, Mittelstand und Großunternehmen verschiedenster Branchen arbeiteten dabei gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen an der ambitionierten Zielstellung. Zu den Partnern zählte auch die Technische Hochschule Augsburg. Hier erfolgten die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgrag im Technologietransferzentrum in Landsberg am Lech (TTZ Landsberg) im Forschungsfeld Autonomes Fahren und im Themenschwerpunkt KI zur sicheren Umfeldwahrnehmung bei autonomen Fahrzeugen im Rahmen des KI-Produktionsnetzwerks der Technischen Hochschule Augsburg.

Mit Künstlicher Intelligenz sicher und autonom unterwegs.
Im Unterschied zu konventionellen Lösungen verfolgt die Neue Mobilität einen systemischen Ansatz. Automatisierte kleinere Fahrzeuge (Cab), die die ersten und letzten Meilen bedienen, vereinen sich auf längeren Strecken zu einem Konvoi, der von einem größeren automatisierten Fahrzeug (Pro) gezogen wird. Die Cabs werden maximal 450 Kilogramm plus Batterie wiegen und Platz für bis zu vier Personen bieten. Die Pros dienen als mobile Ladesäule und ermöglichen im Konvoi höhere Reichweiten und Geschwindigkeiten. Durch die Kombination der beiden Fahrzeuge erreicht das Gesamtsystem eine bisher unerreichbare energetische Effizienz.
Ziel des Projekts NeMo.bil ist die Umsetzung eines innovativen Mobilitätsansatzes, der erhebliche Verbesserungen in den Bereichen Nutzerakzeptanz, Kosten, Ressourceneinsatz und Emissionen hervorbringt. Zentrale Bestandteile sind kompakte, elektrifizierte und sehr leichte Fahrzeuge, die bedarfsgerechte Transportleistungen erbringen. Der bestehende öffentliche Nahverkehr soll durch NeMo.bil-Fahrzeuge erweitert und die Attraktivität gesteigert werden. Das System dient dazu, eine individuelle öffentliche Mobilität zu ermöglichen, die so komfortabel wie die Nutzung des eigenen PKW sein soll.
Die Technische Hochschule Augsburg ist im Projekt NeMo.bil mit rund 1,2 Millionen Euro beteiligt. Die F&E-Aktivitäten erfolgen im TTZ Landsberg im Bereich Autonome Systeme. Im Fokus steht dabei die fahrtechnische Automatisierung. Dabei wird das autonome Fahren der Leichtbaufahrzeuge weiterentwickelt, insbesondere der Koppel- und Entkoppelprozess sowie die Konvoifahrten.
Während der Entwicklungsphase werden Testfahrten auf dem Gelände des ADAC Testzentrum Mobilität in Penzing durchgeführt.
Partner
Folgende 20 Partner bilden das Konsortium zur Umsetzung des Projekts NeMo.bil:
Aspens GmbH, Avanco Composites GmbH, Brummelte und Lienen Werkzeugbau GmbH, CADFEM Germany GmbH, CP Tech GmbH, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), dSpace GmbH, FIWARE Foundation e.V., Holon GmbH, INYO Mobility GmbH (Konsortialführer im Projekt NeMo.bil), LIA GmbH, Neue Mobilität Paderborn e.V., PHOENIX CONTACT E-Mobility GmbH, Poppe + Potthoff GmbH, Reisewitz GmbH & Co. KG, Technische Hochschule Augsburg / TTZ Landsberg, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Universität Paderborn, Wissenschaftszentrum Berlin und die Technische Universität Dortmund